Gewalt im Drogenkrieg

Schwere Verbrechen an Menschenrechtsverfechtern in Mexiko

7. Juli 2011, 11:39

UN-Menschenrechtskommissarin Pillay prangert Gewalt im Drogenkrieg an

Mexiko - In den vergangenen Jahren sind in Mexiko mindestens 27 Menschenrechtsaktivisten ermordet worden. Dies seien aber nur die bekannten Fälle aus dem Zeitraum von 2005 bis Mai 2011, die tatsächliche Zahl liege möglicherweise deutlich höher, sagte der Chef der Nationalen Menschenrechtskommission Mexikos, Raúl Plascencia, am Mittwoch (Ortszeit). Viele Angehörige von Aktivisten würden deren Tod nicht anzeigen oder publik machen, weil sie kein Vertrauen in die Behörden hätten oder bedroht worden seien. Auch bei den bekannten Mordfällen seien die Täter so gut wie nie ermittelt und zur Verantwortung gezogen worden, sagte Plascencia.

Die Menschenrechts-Hochkommissarin der Vereinten Nationen, Navanethem (Navi) Pillay, brachte bei einem Treffen mit Mexikos Staatschef Felipe Calderón in Mexiko-Stadt ihre Sorge über die vom organisierten Verbrechen in dem Land ausgehende Gewalt zum Ausdruck. Gewalt und Kriminalität würden die grundlegenden Menschenrechte verletzten, sagte Pillay. Zuvor hatte sie Mexikaner getroffen, die beim blutigen Drogenkrieg im Land Angehörige verloren hatten. Sie habe dabei Berichte über "grässliche Gewalt" gehört, sagte Pillay. In Mexiko tobt ein blutiger Drogenkrieg, bei dem sich rivalisierende Kartelle gegenseitig bekämpfen. Seit Präsident Calderón bei seinem Amtsantritt Ende 2006 den mächtigen Drogenbanden des Landes den Kampf angesagt hatte, kamen mehr als 37.000 Menschen ums Leben. Der Staatschef hat zur Unterstützung der Polizei 50.000 Soldaten abkommandiert. (APA)

Alfred Fux
00
13.10.2011, 01:49
Was in Mexico passiert ist das, was bald in vielen Ländern zu sehen sein wird

Gehirnamputierte Männer machen Politik. Eine Horde außer Kontrolle geratener Primaten meint, sie könnten das gegenseitige Abschlachten übersthene und in aller Ruhe ihren reichtum genießen. Dümmer gehts nicht. Man kann sich gut vorstellen was mit einer Gegend passiert, wenn niemand mehr auf die Einhaltung von grundsätzlichen Verhaltensregeln achtet. Drogen legalisieren und es wäre in einem halben Jahr kein einziger dieser, sich für weise haltenden Idioten im Geschäft.

Peter Traudi
 
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19.7.2011, 20:26
drogenkrieg

einzige lösung Legalisierung der drogen-beendigung des drogenkriegs. weltweit-unmöglich? die USA haben ihren wunsch den weltweiten drogen krieg ja auch durchgesetzt. aufheben sollte doch leichter sein ?oder wollen die Herren der Welt den krieg?
in jedem Land, jeder Stadt Konflikt -arbeit für Anwälte, Polizei,volle Gefängnisse der verdienst geht an die Mafia- geheimdienste- Politiker sie alle leben vom und durch schwarz geld

Karl Valentin
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Calderon liegt doch genau auf Linie der Wertegemeinschaft

Oder glaubt irgendwer, dass die Terrorgesetze nur für die hierzulande nichtexistente Al Kaida reserviert sind?
Natürlich zielt alles ab auf soziale Unruhen in Zeiten des Raubzuges des Finanzkapitals. Die Tierschützer waren dafür einmal ein Testballon.

Ernst Guevara
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autoritäre politik wird nur kritisiert, wenns der APA genehm ist. interessant, dass die bekanntermaßen gegenüber chavez und anderen linken politikern kritische APA

kein wort darüber verliert, dass der autoritäre calderon mexiko nach und nach zum polizeistaat macht. erst kürzlich wurde über ein gesetz beraten (ich weiss nicht, ob es nicht längst schon beschlossene sache ist), das dem präsidenten die alleinige vollmacht gibt, das militär abzukommandieren, wann immer es ihm beliebt. der präsident soll ohne kontrolle durch lästige demokratische institutionen wie das parlament entscheiden, wann und gegen wen das militär in marsch gesetzt wird. nicht zufällig geht es im gesetzestext nicht nur um die organisierte kriminalität, die hier als vorwand benutzt wird, sondern es werden ausdrücklich auch arbeits- und soziale konflikte als mögliche einsatzgebiete genannt.

Carlos Cash
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Das Gesetz ist noch nicht durch. Zum Glück haben hier Abgeordnete doch noch von ihrem Revisionsrecht Gebrauch gemacht. Die Formulierung bez. Arbeits- und soziale Konflikte, und auch Konflikte im Zusammenhang mit Wahlen, ist allerdings umgekehrt gewählt mit dem gleichen Effekt. Diese Konflikte werden im dem Dokument nämlich ausdrücklich ausgenommen von einem Militäreinsatz. Außer: Es ist unbedingt notwendig.
Und die Ermessenskompetenz für "unbedingt notwendig" wird nicht weiter geklärt...

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