Bad Ischl

14-Jährige Schülerin offenbar erschlagen

7. Juli 2011, 12:41
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    foto: apa/zeppelzauer

    Der Leichenwagen transportierte die ermordete Schülerin zur Gerichtsmedizin.

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    Die Leiche sei "vergraben auf einem Waldstück aufgefunden" worden, so OÖ Sicherheitsdirektor Alois Lißl

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    grafi: apa

    Der Fundort der Ermordeten und die Fluchtroute eines Tatverdächtigen.

Einvernahmen von Stiefvater und -bruder dauern an - Verdächtige verstricken sich in widersprüchliche Aussagen - Tathergang rekonstruiert

Linz - Nachdem die Leiche der ermordeten 14-Jährigen Schülerin aus Bad Ischl am Donnerstag vormittag eindeutig identifiziert wurde, dauern die Einvernahmen der beiden Tatverdächtigen an. Die zuständige Staatsanwaltschaft Wels gab sich am Donnerstag noch bedeckt. Was den Ermittlungsstand angehe, verfüge er über "keine zeitnahen Informationen", sagte Behördensprecher Manfred Holzinger. Berichte wonach ein Geständnis vorliege, wurden von ihm weder bestätigt noch dementiert.

Seit Nachmittag liegt zumindest ein erstes Ergebnis der Obduktion der Schülerin vor, die am Mittwoch in einem Erdloch verscharrt gefunden wurde. Demzufolge starb die 14-Jährige durch ein massives Schädel-Hirn-Trauma, wie die Staatsanwaltschaft Wels bekanntgab. Dem gerichtsmedizinischen Institut Salzburg-Linz zufolge wurde das Mädchen vor ihrem Tod geschlagen und gewürgt.

Oberösterreichs Sicherheitsdirektor Alois Lißl hatte zuvor in der "ZIB 24" berichtet, dass sich die beiden Tatverdächtigen, der frühere Lebensgefährte (48) der Mutter und sein Sohn (19), bei der Befragung offenbar in Widersprüche verwickelt hätten.

Auf dem Schulweg verschwunden

Weiterhin Unklarheit herrscht über das Tatmotiv. Die Leiche sei "vergraben auf einem Waldstück aufgefunden" worden, sagte Lißl. Das Mädchen sei offenbar kurz nach ihrem Verschwinden am Dienstag in der Früh umgebracht worden. "Das Mädchen ist von den beiden Tatverdächtigen mit hoher Wahrscheinlichkeit ermordet worden", so Lißl. Die Tatwaffe sei unbekannt, man habe aber im Fahrzeug, mit dem das Mädchen vom Ort ihres Verschwindens wegtransportiert wurde, mehrere Gegenstände gefunden, "die als Tatwerkzeuge anzusehen sind". Es handle sich dabei sowohl um "fahrzeuginterne Werkzeuge" als auch um "Werkzeuge, die dem einen oder anderen Tatverdächtigen persönlich zuzuordnen sind".

Die Schülerin verschwand Dienstag um 7 Uhr morgens auf dem 300 Meter langen Weg zur Bushaltestelle. Kurz darauf wurde eine Suchaktion gestartet. Rasch gerieten der Stiefvater, von dem sich die Mutter des Mädchens kürzlich getrennt hat, und sein Sohn ins Visier der Polizei. Ein roter Van, der einem der Verdächtigen gehörte, war in der fraglichen Zeit bei der Haltestelle gesehen worden.

Blutspuren auf der Rückbank

Am Mittwoch wurde zunächst der 48-Jährige festgenommen. Wenig später stellte sich der 19-Jährige in Niederösterreich. Rasch verdichteten sich die Hinweise auf ein Gewaltverbrechen. Die Polizei fand Blutspuren bei einem Verdächtigen sowie die ausgebaute, ebenfalls blutbefleckte Rückbank den Vans, die in einem Gebüsch in Niederösterreich entsorgt worden war.

Die Ermittler rekonstruierten die Route, die das Fahrzeug genommen hatte. Entlang dieser Strecke wurde nach der Vermissten gesucht, rund 60 Polizisten, Hunde und ein Hubschrauber waren daran beteiligt. Am Abend wurde schließlich die Leiche der Schülerin entdeckt, in einem möglicherweise vorbereiteten Erdloch auf einem Grundstück nahe dem Schwarzensee.

Bad Ischler Bürgermeister geschockt

Große Trauer herrscht indes an der Schule der Ermordeten, dem Gymnasium Bad Ischl: Die Mitschüler der 14-Jährigen mussten psychologisch betreut werden. Die Todesnachricht platzte just in das Schulschlussfest des Gymnasiums. Die Feier wurde daraufhin abgebrochen.

Auch der Bürgermeister von Bad Ischl zeigte sich angesichts der Tat erschüttert. "Der Schock sitzt tief", sagte Ortschef Hannes Heide (SPÖ) im APA-Gespräch. "In der Erinnerung der Menschen ist kein vergleichbares Verbrechen passiert." Soweit er wisse, dürfte der letzte Mord im Ort in den 1930er Jahren geschehen sein. (red/APA, 7.7.2011)

Kommentar posten
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Cutxpaste
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Mal ganz abgesehen...

...von dem unendlichen Leid, das die nahe Familie nun durchleben muss, tut mir auch die Schulklasse des Mädchens schrecklich leid. Das schlimme und unterträglich ist ja nicht nur der Tod des Mädchens (den ich hier nicht abwerten möchte), sondern auch die riesen Lücke, die Klassenkameraden nun spüren werden....
Ich habe selbst Verwandte in Bad Ischl und es scheint, der gesamte Ort ist unter Schock. Ich hoffe, dass alle Beteiligten irgendwann Trost finden - Mein tiefes Mitgefühl an die Familie und ihre Freunde!
Ich persönliche habe große Mühe meine Wut bezüglich des Täters im Zaum zu halten... NICHTS rechtfertigt das. Und ich hoffe er wird irgendwann "aufwachen" und sehen was er angerichtet hat.

Voronwe
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@Standard:

Wäre es möglich, bei vergleichbaren Meldungen das entsprechende Forum einfach zu schließen? Bin wohl nicht der einzige, der die Postings zu Meldungen regelmäßig mitliest - und dem bei solchen wie diesen immer ein wenig übel wird...

besson
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was genau stört sie?

Voronwe
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Ach, das Übliche, aber ich geb' Ihnen eine kleine Zusammenfassung diverser Posting:

- Expertise à la "is' eh alles klar" - Falllösung übers Internet
- Täter sind sowieso nach fünf Jahren wieder draußen, der Junge sogar nach 3 Monaten
- Todesstrafe! Allheilmittel gegen Gewaltverbrechen!
- Besser noch: Selbstjustiz der Angehörigen
- Justizirrtümer sind bekanntlich eine Erfindung linksliberaler Onlinemedien
- Das Mädl hätt auch wirklich besser aufpassen können
- Polizei zu langsam, unfähig, usw
- "Das ist ein freies Land, ich darf jedem mit meiner 'Meinung' am Keks gehen", Pietät ist ein Konzept des vorigen Jahrtausends

tbc

south Jeddah K91
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einfach net mitlesen - dann ersparst dir deine übelkeit...

Voronwe
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Alte Gewohnheiten wird man schwer los...

MrTee
01

Was muss in einem Menschen vorgehen der eine 14-jährige verzaht und umbringt? Vorallem wenn man älter und stärker ist und selbst wenn...

Ich kann sowas einfach nicht begreifen, traurig traurig...

Unmutsverschuldung
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Liebes Standard Team

ich appelliere an euch, bei solch tragischen Themen einfach keine Postings mehr zuzulassen. Ich bin wirklich erschüttert über die solche Postings.

Ihr Beitrag wird in Kürze veröffentlicht
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geht nicht: die postings in standard.at sind teil einer grossangelegten studie über psychische störungen in österreich.
sozusagen: a g'fundenes fressen...

Viktor Crowford
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Ich appeliere

die Postings nicht zu lesen. Ja, die meisten sind doof. Aber sie tun niemandem weh, außer den Leuten, die es schaffen sich von Internetpostings erschüttern zu lassen. Und die sollten Foren wirklich fern bleiben.

Blick Winkel
02

Eine unvorstellbar grauenhafte Tat. Das macht mich einfach nur sprachlos. Die armen (leiblichen) Eltern und Geschwister!

Proudhon
313

Man liest den Artikel und denkt sich "was sind das bitte für Leut?"

Man liest die Postings zu dem Artikel und denkt sich "was sind das bitte für Leut?"

rank7
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also das sollten doch unterschiedliche Leute sein.
Die einen sind widerliche Freaks, denen jede nur erdenkliche Ächtung und Strafe gebührt, die anderen Leute, die aus unterschiedlichen Gründen zu viel Zeit haben und sich eben in Internetforen rumtreiben, um da nicht immer stundenlang reflektiert ein paar Postings abzuladen.

Etwas mehr Differenzierung täte Ihnen doch gut.

cafedelmare
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was an den mördern schlimm ist, ist mir klar. aber was genau ist an den postings?

oblomow II
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liebe standardianer

eine bitte - schaut euch doch einmal die postingseiten bei zeit online an. da werden idiotische postings mit einer standardisierten bewertung durch die redaktion entfernt.
was sich hier abspielt geht auf keine kuhhaut .

Juni G.
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Kurz zum ORF: Entwürdigende Berichterstattung.
Zu den Postings (Leuten): Haarsträubende Meinungen. Habt Ihr überhaupt noch ein Herz ?

Voll der Troll sagt:
01

ja, haben wir. aber mit mördern kein mitleid.

ich finde es allerdings traurig, daß diese sache medial so breitgetreten wird - traurig für die hinterbliebenen, die zeit für sich und ihre trauer brauchen. ein wenig mehr zurückhaltung bei der berichterstattung wäre wünschenswert.

Messknecht
 
52

Dieser Artikel verstösst klar gegen die Standard Richtlinien.

Als Schlusssatz fehlt: Es gilt die Unschuldsvermutung.

ölika
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schreckliche geschichte...

mich wundert nur irgendwie wie schnell das nicht auftauchen einer 14 jährigen in der schule zu einer vermisstenanzeige führt.

Lord Chaos
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Es gab Zeugen wie sie ins Auto gezerrt wurde. Somit erfolgte umgehend eine Anzeige.
Zumindest lautet so die Darstellung in diversen Medien.

travelmike
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Gwisse Sachen

eignen sich eben nicht für ein Forum

NoComment
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find ich schon. man sieht wenigstens, wie's geistig um uns als gemeinschaft steht. und erklärt die wahlergebnisse.

haarspalter
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ganz richtig.

bin froh, dass der orf bei solchen themen kein forum bietet.

trollvottel
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Ich find's schad, dass der ORF seine Foren gesperrt hat. Davor war's hier relativ idiotenfrei und großteils erträglich.

noracismonearth
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stimmt vollkommen!!

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