Brite entschied fünfte Etappe im Sprint für sich - Hushovd behält Gelbes Trikot
Cap Frehel - Der Brite Mark Cavendish hat sich den
Tagessieg auf der fünften Etappe der Tour de France geholt. Der
Teamkollege von Bernhard Eisel bei HTC-Highroad setzte sich am
Mittwoch im Sprint vor dem Belgier Philippe Gilbert und dem Spanier
Jose Joaquin Rojas durch. Im Gelben Trikot des Gesamtführenden fährt
auch nach der Etappe von Carhaix nach Cap Frehel weiter der Norweger
Thor Hushovd. Bernhard Eisel landete auf Platz 158.
Für den 26-jährigen Cavendish war es der 16. Etappensieg
seiner
Tour-de-France-Karriere. Im Ziel der 164,5 Kilometer langen Etappe an
der Bretagne-Küste kämpfte er auf den letzten Metern der leicht
ansteigenden Zielgeraden den Klassiker-Spezialisten Gilbert nieder.
Bei der Siegerehrung war Cavendish die Genugtuung anzusehen.
"Das
war sehr schwierig. Es gibt hier nicht viele Möglichkeiten auf einen
Massensprint. Im Finale war ich mit Greipel zusammengestoßen und
dachte schon, das wäre es jetzt. Dann habe ich aber noch einmal
beschleunigt und ich habe es mit Hilfe meiner tollen Jungs von HTC
doch noch geschafft."
Ausreißer 3,5 Kilometer vor dem Ziel gestellt
Der Coup von Cavendish war auf kompliziertem Terrain
vorbildlich
von seinen Team-Kollegen vorbereitet worden. Nachdem im stürmischen
Finale ein kleines Loch entstanden war, sah Tony Martin an der
800-Meter-Marke fast schon wie der Sieger aus. Aber er bereitete nur
das Feld für Cavendish, der seinen Mannschaftskollegen noch
übersprintete und der Konkurrenz das Nachsehen gab, vor. Ein längerer
Ausrissversuch der beiden Franzosen Thomas Voeckler und Jeremy Roy
war dreieinhalb Kilometer vor dem Ziel gescheitert.
Die zweite Hälfte der Etappe war von einer Serie von Stürzen
überschattet. Der Slowene Janez Brajkovic kam auf flacher Strecke bei
relativ niedriger Geschwindigkeit mit weiteren Fahrern zu Fall. Er
verletzte sich dabei am Kopf und muss die Tour vermutlich abbrechen.
Kurz danach stürzte Alberto Contador, konnte aber sofort wieder
aufsteigen. Nach einer kurzen Aufholjagd erreichte der Spanier, den
bereits im Lauf der 1. Etappe ein Massensturz gestoppt hatte, wieder
das Feld. 54 Kilometer vor dem Ziel kam auch Ex-Weltmeister Tom
Boonen zu Fall. Obwohl den Belgier offensichtlich starke
Schulterschmerzen plagten, kämpfte er erfolgreich gegen die
Disqualifikation wegen Zeitüberschreitung.
Bernhard Eisel trat bei der über weite Strecken flachen Etappe
kaum in Erscheinung. Er beendete die Teilstrecke mit einem Rückstand
von 2:46 Minuten auf Platz 158. In der Gesamtwertung fiel er vom 172.
Rang auf Platz 175 zurück. Sein Zeitrückstand vergrößerte sich von
11:36 auf 14:22 Minuten.
(APA/dpa)