Niedersachsens Kultusminister wegen Doktorarbeit unter Druck

6. Juli 2011, 14:55

Übernahmen aus anderen wissenschaftlichen Werken angeblich nicht als solche gekennzeichnet

Berlin - Der niedersächsische Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) hat einem "Zeit"-Bericht zufolge in seiner Doktorarbeit mehrfach gegen die Regeln der Wissenschaft verstoßen. Eine Analyse der Promotionsschrift Althusmanns belege, dass der CDU-Politiker an vielen Stellen inhaltliche wie wörtliche Übernahmen aus anderen wissenschaftlichen Werken nicht als solche gekennzeichnet habe, berichtete die Wochenzeitung am Mittwoch vorab aus ihrer neuen Ausgabe. Statt direkte Zitate in Anführungszeichen zu setzen, verweise Althusmann in den Fußnoten seiner Dissertation häufig nur unbestimmt auf andere Autoren. Damit lasse er den Leser über die geistige Urheberschaft vieler Passagen seiner Dissertation im Unklaren.

In einer Untersuchung, die sich auf rund die Hälfte der Promotionsschrift bezieht, fanden sich dem Bericht zufolge auf 88 von 114 Seiten zahlreiche Unstimmigkeiten. Die Universität Potsdam habe angekündigt, den Vorwürfen nachzugehen. Der Promotionsausschuss der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät werde sich in Kürze mit dem Fall befassen. Althusmann habe zugesagt, bei der Aufklärung der Vorwürfe mit der Universität zusammenzuarbeiten. Er selbst sei sich keiner Schuld bewusst, sagte er der "Zeit". Er habe die Promotion nach "bestem Wissen angefertigt".

Derzeit steht der Althusmann, der 2008 an der Universität Potsdam promoviert hat, turnusgemäß auch der Kultusministerkonferenz (KMK) als Präsident vor. Aufgabe der KMK ist es unter anderem, "Qualitätsstandards in Schule und Hochschule" zu sichern. (APA/AFP)

Markus1975
01
mit bestem Wissen angefertigt

aber ohne Gewissen ??? Ist das mal wieder ein indirektes Schuldeingeständnis ??? Klar hat er nach bestem Wissen kopiert und geklaut ...

romero69
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Ja, sicher

Da kontrolliert jetzt in D jemand ÜBERHAUPT NICHT aus politischem Kalkül heraus so allerhand Politiker ... :/

Ist ok, Strafe muss sein, andererseits kann man mehr Datenschutz und Schutz des Urheberrechts mMn nicht mit einer Medien-Hexenjagd foerdern oder erreichen!!!

1) Es muss endlich ein klares Gesetz her! Endlich novellieren, bitte danke!

2) VOR Abgabe von Arbeiten plagiatprüfen, zur Prävention - danach ist es zu spät, peinlich und unötig. Was nützt denn das jetzt in uralten Sachen rumzuwühlen?!

u7b
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2) weil die Typen immer noch lügen ...

beos
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Da hilft die ganze Prävention nichts. Entweder man akzeptiert, dass das Doktorat auch möglich ist ohne sich wissenschaftlich zu engagieren oder man ändert etwas. Mittlerweile geht es eh nimma so leicht idR, aber ich sehs eher so. Doktorat weiterführen und zwar zweijährig und dreijährig Phd mit ordentlichen Anforderungen und Förderungen. Sonst ist das ganze eine Pfuscherei...

romero69
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ja, leider, war bis jetzt nicht allzugut geregelt und oftmals "pfusch". daher auch mMn nicht mehr sinnvoll alten "tätern" nachzujagen.

Dachte zu beginn, dass die umstellung auf das phd programm (2-3 Publikationen zum abschliessen) den studis mehr druck macht. andererseits kommt dann aber wirklich qualität (publ. sind schliesslich peer-reviewed) raus und va. - man darf mit der Phd nur beginnen wenn man auch ausreichend förderungen nachweisen kann.

BK W. Shoyssel
04
Gut so.

Nehmt den selbsternannten "Leistungsträgern" die Doktorhütln ab.

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