Einsparungen erst im Vollausbau, davor "erhebliche Mehrkosten zu veranschlagen"
Wien - Aus Sicht der "LehrerInnen für das Bildungsvolksbegehren" ist die Reform der Modularen Oberstufe nicht ohne erhebliche Mehrkosten in den Anfangsjahren möglich. Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) hatte vorgerechnet, dass durch das Wegfallen von Klassenwiederholungen höhere Personalkosten aufgefangen werden. "Die damit verbundenen Einsparungen werden aber erst im Vollausbau schlagend, bis dahin und ab 2012/13 sind erhebliche Mehrkosten zu veranschlagen", hieß es am Mittwoch in einer Aussendung.
Die Lehrer zählen als Kostenfaktoren etwa zusätzliches Personal für Lernbegleitung, mehr Zeit für individuelle Beratung der Schüler, Besprechungen der Klassenlehrer und die Organisation individueller Studienpläne auf. Das Budgetrahmengesetz der Bundesregierung sei jedoch restriktiv. "Ohne den Druck einer breiten Öffentlichkeit laufen überfällige Reformen Gefahr, 'kostenneutral' zusammengestutzt zu werden", warnen sie und appellieren, das Volksbegehren zu unterschreiben.
Wie viele Unterstützungserklärungen für die Einleitung des Volksbegehrens gesammelt wurden, wird die Gruppe um den Industriellen und Ex-Vizekanzler Hannes Androsch (SPÖ) erst am Montag (11. Juli) bekannt geben. An diesem Tag sollen die Unterschriften auch im Innenministerium eingereicht werden. Die Eintragungswoche wird dann - je nach Entscheidung des Innenministeriums - zwischen Ende September 2011 und Ende Jänner 2012 stattfinden. (APA)