Düstere Szenarien

Bis zu sieben Grad wärmere Sommer in Skandinavien

10. Juli 2011, 20:11

Neue Berechnung von Schweizer und US-Wissenschaftern prognostizieren heftige Dürreperioden in Südeuropa

Zürich/Boulder - Ein internationales Forscher-Team hat zwei neue Klimamodelle entwickelt, die von extrem hohen Kohlenstoff-Emissionen ausgehen. Die errechneten Folgen: Verheerende Dürren in Südeuropa und bis zu sieben Grad wärmere Sommer in Skandinavien.

Die von Klimaforschern der ETH Zürich und des National Center for Atmospheric Research (NCAR) in Boulder (USA) simulierten Szenarien eines Treibhausgas-Anstiegs sind äußerst pessimistisch angelegt, aber auch nicht ganz unmöglich, was die Wahrscheinlichkeit ihres Eintritts angeht. Sie dienen vor allem dazu, zu testen, ob heutige Simulationsprogramme auch unter extremen Situationen tauglich sind.

"Unsere Studie untersucht eine Zukunft, in der fossile Brennstoffe ohne jegliche Einschränkungen genutzt werden", erklärte Studienleiter Ben Sanderson. Die globale Erwärmung würde so nicht gebremst und läge höher als alle bisher vom Weltklimarat untersuchten Szenarien.

In ihrer im Fachblatt Environmental Research Letters publizierten Studie nehmen die Forscher in ihrem ersten Szenario namens CurrentMix an, dass in gleichem Maß fossile Brennstoffe verbrannt werden wie heute. Gleichzeitig würde die Weltbevölkerung von heute rund sieben Milliarden auf elf Milliarden Menschen bis ins Jahr 2100 steigen. Das zweite Szenario, AllCoal genannt, geht gar von einem Bevölkerungswachstum auf 15 Milliarden Menschen bis zum Jahr 2100 aus. Gleichzeitig, so die Annahme, verstärkt sich die Nachfrage nach Kohle - jenem Brennstoff, bei dem pro Energieeinheit am meisten CO2 in die Atmosphäre geschleudert wird.

Nordpol 2070 eisfrei

Wie die Forscher berechnet haben, würden die Temperaturen in der Arktis unter diesen beiden Voraussetzungen um mehr als zwölf Grad steigen und die Eisdecke schmelzen lassen. AllCoal würde dafür sorgen, dass der Nordpol schon im Jahr 2070 komplett eisfrei wäre - verbunden mit einer dramatischen Erhöhung des Meeresspiegels. Auch in Nordeuropa würden die Temperaturen überdurchschnittlich stark steigen. Die Forscher haben berechnet, dass die maximalen Sommertemperaturen in Skandinavien im Jahr 2100 um sechs bis sieben Grad höher liegen würden als heute.

Gleichzeitig würde sich die Niederschlagsmengen verschieben: Beim AllCoal-Szenario müssten zum Beispiel Südeuropa, Mittelamerika und Südaustralien mit 30 bis 80 Prozent weniger Regen rechnen. In der Arktis, der Antarktis, Nordkanada und Sibirien dagegen gäbe es 50 bis 200 Prozent mehr Niederschlag als heute. (red/APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 246
1 2 3 4 5 6
Zhdophanti
00
23.7.2011, 12:02

In der Sahelzone sind sie sicher froh wenn dieser Niederschlagstrend weiter anhält:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia... ies_de.svg

Eine interessante Oszillation, die Frage wäre jetzt ob die steigenden Regenfälle seit 1980 irgendetwas mit dem Klimawandel zu tun haben.

peak all
10
16.7.2011, 09:39
Billige Kohle bald am Ende!

auch Kohle ist endlich! Nach der Verknappung der Ressourcen kommen die Wetterextreme. Denn mehr wohlhabende Menschen brauchen mehr daher geht es schneller zur Neige:http://www.postcarbon.org/article/4... cheap-coal
sind gerade auf brac so fühlt sich klimawandel an: http://www.focus.de/reisen/re... 46237.html

Mostbluzza
13
14.7.2011, 14:20
ja klar,

leider wird dann keiner mehr leben, um sich den spott und hohn der echten wissenschaftler anzuhören.

deren lebenswerk ist dann sicher im lokus, so wiese schauermärchen. apropo:

wer bietet mehr, spielt grad die uno und auftragsschreiber:

http://www.spiegel.de/wissensch... 12,00.html

Searles
 
20
14.7.2011, 23:04

Du vertraust einem Spiegel-Artikel von einem - nett ausgedrueckt - umstrittenen Journalisten mehr als der gesamten Wissenschaft? Wow, man fragt sich, wie du noch guten Gewissens zum Arzt gehen kannst, immerhin deckt irgendein dahergelaufener Journalist sicher grad auch auf, wie uns jeder Arzt versch***sert.

fliegendes Bettgestell
33
13.7.2011, 08:22
Solche Prognosen hätten wir schon gehabt

Wir erinnern uns: "Schnee in Großbritannien wird der Vergangenheit angehören"

Es folgten strenge Winter mit Schneechaos, Schneechaos auch in Griechenland usw.

Im Nachhinein wird uns dann eingeredet, dass die Prognosen eh gestimmt haben, man muss ja nur auf die angegebenen Fehlergrenzen achten und bla, bla, bla.

Al Borland
21
13.7.2011, 08:26

Heavy snow will return occasionally, says Dr Viner, but when it does we will be unprepared. "We're really going to get caught out. Snow will probably cause chaos in 20 years time," he said.

http://www.independent.co.uk/environme... 24017.html

Er sagt sogar ganz explizit, daß es weiterhin Schneechaos geben wird.

fliegendes Bettgestell
41
13.7.2011, 08:33
Der Hr. Viner sollte sich einmal mit der Klimageschichte von GB befassen

Vor ein paar hundert Jahren fror die Themse zu, und zwar so, dass man drübergehen konnte. Dann wurde es wärmer, und die Themse fror nicht mehr zu. Schuld daran waren natürlich die CO2-Emissionen im ausgehenden 17. Jahrhundert :-))

Ach ja, dass die Themse damals zufror, das war sicher nur das Wetter, nicht das Klima, gell?

Mostbluzza
10
14.7.2011, 14:33
ja klar, es gabe viele sommer ohne winter

mal im wiki nachschauen.

schuld dran waren immense vulkanausbrüche,
sehr interessant samt sozialen folgen.

es dauerte jahre bis es wieder so warm war wie vorher.
zu dem thema ist das vollkommen egal, so oder so.

fakt ist, dass es keine anzeichen von erhöhten (!) meerespegeln gibt. ein langsam steigendes meeresniveau wird seit jahrhunderten gemessen, das ist normal und hat wohl kaum mit co2 (direkt) oder dem menschen zu tun.

dass seit 1993 mehr steigerung gemessen wird, liegt wohl zufällig an der tatsache, dass sämtliche daten ab da mit satelliten gemessen wurden und danach wieder konstant (normal) leicht steigend sind, wie vor 150 jahren.

1000undeine8
02
13.7.2011, 18:39

wieder einmal ein historische anekdote, aus der unseren werten klimawandel-leugner das globale klima rekonstruieren.

das gschichterl bezieht sich auf den umstand, dass die themse in london nur bis ~1830 zugefroren ist. danach wurde die alte london bridge durch eine neue ersetzt. die neue brücke ließ die flut weiter stromaufwärts und verhinderte so das zufrieren (in london).

es gab auch noch später genauso strenge winter.

http://www.metoffice.gov.uk/hadobs/hadcet/
http://www.nabohome.org/meetings/... tology.pdf

Al Borland
20
13.7.2011, 08:40

Rechtfertigen Sie erst einmal, daß Sie hier wissentlich falsche Behauptungen verbreiten, bevor Sie wieder auf ein anderes Thema ausweichen.

Und dann fragen Sie sich warum das Verhalten eines bestimmten, willkürlich ausgewählten Flusses das globale Klima wiedergeben sollte.

fliegendes Bettgestell
22
13.7.2011, 08:47
Übrigens:

ein globales Klima gibt es nicht.

Es gibt ein maritimes Klima, ein polares Klima, ein tropisches Klima, ein Wüstenklima usw, ein globales Klima ist eine Kopfgeburt von Klimafanatikern, weiter nichts.

Unter Klima versteht man die mittleren Wetterereignisse über einen Zeitraum von 30 Jahren AN EINEM BESTIMMTEN ORT.

Diese Definition alleine schließt ein globales Klima aus.

1000undeine8
22
13.7.2011, 18:46

sie dürfen gerne versuchen, auf der venus oder dem merkur ein geeignetes plätzchen mit angenehm-maritimem klima für ihr fliegendes bettgestell zu finden.

wenn sie dort keine entsprechende klimazone vorfinden, wird wohl auf diesen planeten global etwas anders sein...

Al Borland
11
13.7.2011, 12:02

Und wenn sich das maritime Klima, das polare Klima, das tropische Klima und das Wüstenklima gleichzeitig verändern, unter welchem Oberbegriff läuft das dann? :-)

Mostbluzza
00
14.7.2011, 15:36
das miritime klima (spric temps) erhöht sich aber nicht

ihre zahlenklauber suchen heute noch die "fehlende energiemenge" die ja irgendwo sein muss (im ozean).

sie können sich eine von 4 varianten aussuchen (spiegel).

aber vielleicht finden wir sie ja mal, diese riesige energie die da sein müsste in den meeren und wenn dann raten wir, was passiert mit ihr.
achso na, das wissen wir ja. alaaarm.

Walter Kaiser.
11
13.7.2011, 09:08
Natürlich gibt es auch "globales Klima" - warum sollte es das auch nicht geben?

Wenn Sie als "Ort" die Tropen oder die Pole zulassen, dann ist ebenso die gesamte Erde zulässig. Und schon haben Sie das globale Klima.

http://de.wikipedia.org/wiki/Klim... imabegriff
In keiner der hier erwähnten üblichen Definitionen wird die Erde als Raum ausgeschlossen, im Gegenteil: Nur in der geografischen Klimatologie wird "der Raum" überhaupt erwähnt.

Ihre Anmerkung zum "globalen Klima" ist somit einfach falsch!

aleph null
21
13.7.2011, 09:51
Dann sehen Sie sich an, wie Klima definiert ist.

Außerdem: wenn Sie nach Italien auf Sommerurlaub fahren, werden Sie sich vermutlich auf mediterranes Klima einstellen und keine Polarausrüstung mitnehmen. Der Begriff mediterranes Klima hat somit einen praktischen Nutzen.

Wenn Sie andererseits im Vertrauen auf die Durschnittstemperatur von 15 Grad eine Antarktisexpedition unternehmen und sie nehmen der Temperatur entsprechend nur eine Wolljacke mit, werden Sie in gröbere Schwierigkeiten kommen.

Klima ist immer eine lokale Erscheinung. Es gibt zwar eine globale Mitteltemperatur, ein globales Klima exisitiert per definitionem schon nicht.

Walter Kaiser.
02
14.7.2011, 00:34
Dann sehen Sie sich an, wie Klima definiert ist.

Stellns Ihner vor, das hab ich getan, ich hab sogar den Link in dem Posting angeführt, auf das sie antworten - und ja, auch hier wird der Begriff des globalen Klimas verwendet und nein, die Definitionen schliessen die Erdkugel nicht aus.

Und warum sollen Ihre Beispiele ein Beleg für irgendwas sein? Niemand bestreitet, dass es auch Mikroklima oder Makroklima und eben auch polares oder mediterranes Klima gibt. Aber eben auch globales.

aleph null
00
22.7.2011, 16:39
Geben tut es alles mögliche

Es ist nur die Frage, ob solche Begriffe einen Sinn haben.

Die mittlere Telefonnummer aller Anschlussteilnehmer in Ö. gibt es auch, ob diese Zahl irgendeine Bedeutung hat, steht auf einem anderen Blatt.

Elvis Lives
 
01
13.7.2011, 10:05

Als ich das letzte Mal in Italien Bergsteigen war, war's dort kälter als die Durchschnittstemperatur im Sommer in der Antarktis.

Im übrigen: Haben Sie etwa noch nie die Temperaturen der letzten Jahrtausende mit den heutigen verglichen? Welche Temperaturen haben Sie denn da benutzt? Doch nicht etwa globale Durchschnittstemperaturen?

aleph null
11
13.7.2011, 11:05
Aber natürlich habe ich das verglichen

Hier haben Sie die Daten mit Quellverweisen:

http://www.climate4you.com/GlobalTem... erspective

Etwas nach unten scrollen

1000undeine8
12
13.7.2011, 21:39

in abb. 3 von climate4you ist an die temperatur-rekonstruktion des GISP-eisbohrkerns (einen proxy für *lokale* verhältnisse in grönland) in rot die *globale* temperatur-kurve (HadCRUT) angefügt. dafür lässt climate4you die *globale* CO2-kurve bis zur gegenwart aus (die bohrkern-rekonstruktion endet 1777).

datenmanipulation par excellence.

aleph null
00
22.7.2011, 19:57
Was wollen Sie eigentlich?

Dass die Bohrkern-Rekonstruktion vielleicht bis 2012 geht?

Man kann sich nur an den Kopf greifen!

1000undeine8
00
23.7.2011, 06:16

ich verlange nicht, dass climate4you die GISP-rekonstruktion verlängern soll. ich verlange, dass korrekterweise an den verlauf einer grönländischen temperatur-rekonstruktion die grönländischen temperatur-aufzeichnungen anzufügen sind.

dort sind die jahresmittelwerte nämlich seit dem ende des GISP-kerns um beinahe 2°C gestiegen, womit die rote kurve schon jetzt an oder über den höchsten punkten des holozäns liegen würde.

das würde climate4you aber gar nicht gefallen. deswegen wird an die arktischen temperaturen mit "arctic amplification" eine globale kurve ohne "arctic amplification" angehängt. hide the increase.

aleph null
00
23.7.2011, 07:40
Was SIe verlangen, hat Humlum eh angedeutet,

und zwar mit der roten gepunkteten Linie in Abb. 3.

Man kann darüber diskutieren, ob diese gepunktete Linie nicht etwas weiter nach oben gehen soll oder nicht. Auch wenn man einen Grad Celsius hinzufügt, ändert sich am Gesamtbild nicht allzu viel.

"Unprecedented" ist nur der Alarmismus, die Daten sind es nicht.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 246
1 2 3 4 5 6

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.