Verhangene Sonne

Drei Faktoren bremsen derzeit die Erderwärmung

5. Juli 2011, 23:20
  • Artikelbild
    vergrößern 566x435
    grafik: pnas

    Die schwarze Linie gibt die beobachteten Oberflächen-Temperaturveränderungen zwischen 1998 und 2008 an. Die rote Line gibt die Prognose für die anthropogene Temperaturentwicklung wider, die grüne Linie zeichnet die prognostizierten Temperaturveränderungen durch natürliche Ursachen nach.

  • Artikelbild
    vergrößern 670x490
    grafik: nasa

    Zum Vergleich: das Gesamtausmaß des Temperaturanstiegs der letzten 130 Jahre.

US-Klimaforscher machen Chinas Schwefelemissionen, geringe Sonnenaktivität und "La Niña" dafür verantwortlich

Washington - Bei all den Klima-Hiobsbotschaften der vergangenen Zeit klingt das Ergebnis einer Studie von US-Wissenschaftern geradezu paradox: Trotz steigender Kohlendioxid-Mengen in der Atmosphäre haben sich die Oberflächentemperaturen der Erde in den vergangenen zehn Jahren kaum erhöht, zwischen 2005 und 2008 sind sie sogar geringfügig gesunken.

Tatsächlich ist der Befund kein Grund zur Entwarnung: Nach ihren Modellrechnungen könnte der anthropogene Treibhauseffekt durch verschiedene kühlende Effekte ausgeglichen worden sein - ein Phänomen, das sich aber nur vorübergehend auswirken wird, meinen die Wissenschafter. Darüber hinaus ist die Stagnation minimal in Relation zum Temperaturanstieg der vergangenen Jahrzehnte.

Drei Einflüsse

Einer dieser Einflüsse ist der natürliche elfjährige Sonnenzyklus, meint Robert Kaufmann von der Universität Boston in den Proceedings der US-Akademie der Wissenschaften. Dieser führte im vergangenen Jahrzehnt zu einer geringeren Sonneneinstrahlung. Dazu kommt ein Wechsel der südpazifischen Wetter- und Strömungsverhältnisse, die indirekt die ganze Erde beeinflussen. Das sogenannte "El Niño"-Phänomen ist übergegangen in "La Niña", ein Wettermuster, das mit kalten Oberflächenströmungen im Südpazifik verbunden ist und allgemein zu einer Abkühlung des Klimas führt.

Schwefeloxide führen zu höherer Reflexion

Aber auch der Mensch habe stark zur Abkühlung der Erde beigetragen, schreiben die Forscher. So hat China allein von 2003 bis 2007 seinen Kohleverbrauch verdoppelt. Für die vorherige Verdoppelung hatte das Land 22 Jahre gebraucht. Mit diesem Anstieg der Kohleverbrennung gelangten riesige Mengen Schwefeloxide in die Luft. Diese führen zu Aerosolpartikeln, die das Sonnenlicht in den Weltraum zurückwerfen.

Alle drei Erklärungen reichten nach den statistischen Modellen aus, die fehlende Erwärmung der Erde im den vergangenen Jahren zu erklären, schreibt Kaufmann. Dies bedeute aber gleichzeitig, dass mit einem besonders schnellen Temperaturanstieg zu rechnen ist, sobald die natürlichen Zyklen von Sonne und Wetter sich umkehren und mehr Filteranlagen die Schwefelmengen aus chinesischen Kohlekraftwerken reduzieren. Außerdem beziehen sich die Beobachtungen auf einen im Verhältnis minimalen Zeitraum. In der Gesamtansicht der vergangenen über 100 Jahre zeigt sich, in welche Richtung die Temperaturkurve  im Durchschnitt weist  - und das ist aufwärts. (red/APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 576
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13
F S 3
16
Der letzte Vortrag von Prof.Murry Salby auf der IUGG Konferenz in Melbourne war für viele Mitläufer des CO2-KULTs ein Schock!-Wie ein in Kürze veröffentlichtes Paper genauer darlegen wird, folgt das globale CO2 der Temperatur -und nicht umgekehrt,…

…wie das FS3 hier des öfteren bereits erklärt hatte.

Überdies sind es hauptsächlich NATÜRLICHE GRÜNDE, wieso das CO2 - auch in vergangenen Zeiten - stieg, und hat nur periphär mit menschlichen Aktivitäten zu tun.

http://weeklyintercept.blogspot.com/2011/08/b... ature.html

Aber das FS3 ist auch durchaus überzeugt, daß die CO2-Karbonatsis genug Pfründe von der "Finanziellen Internationalen" erhalten werden, um wiederum irgendeine statistische Untersuchung vom Stapel lassen zu können, die genau das Gegenteil beweist - oder auch Prof.Salby als Kinderverzahrer oder - noch schlimmer - in bedenkliche Nähe irgendeiner Ölindustrie rückt.

Oder siegt doch der Realitätssinn?

Zombieland
00
10.7.2011, 09:50

Mich läufts auf eine einfache Schlussfolgerung hinaus: Früher oder später wird der Mensch GEZIELT ins Klima eingreifen, spätestens dann wenns richtig heiß oder kalt wird, daran wird ja auch schon geforscht.

Luigi DaMario
13
10.7.2011, 09:24
warum...müssen alle, sobald es um Klimaangelegenheiten geht zu hobbywissenschaftler werden?

...
fast jeder schreibt als hätte er gerade seine dissertation in Globalem Klimawandel geschrieben und gestern seine Habilitation gefeiert. Um den Klimawandel zu verstehen, muss man sich erst mal mit der Komplexität des Klimasystems vertraut machen? Und das verstehen nur wenige (mich eingeschlossen). Wann versteht ihr endlich, dass man zwischen natürlichem und anthropogen Klimawandel unterscheiden muss! Klima ändert sich ständig, Milancovic, Sonnenaktivität, Vulkanismus, Förderband der Ozeane...! Und Argumente wie "früher wars auch schon viel wärmer"! ich kanns nicht mehr hören, sitmmt zwar, aber net legitim! Interessant letzten 250 jahre, seit der Mensch aktiv ins Klima eingreift! IPCC 2007! Natürlich alles Szenarien! Berechtigte? Sprakk!

radioactif
43
10.7.2011, 22:03

wieso genau ist es nicht legitim darauf hinzuweisen, dass es auf der erde schon VIEL wärmer war als jetzt ?

und was genau legitimiert es, die kleine eiszeit vor 300 jahren als norm herzunehmen ?

DirtyHarry
43
23.7.2011, 20:44
Die CO2-Theorie ist reine Abzocke

Passen Sie auf! - Sie werden noch am Scheiterhaufen der CO2-Erderwärmungsreligionsfanatiker landen.
http://www.welt.de/debatte/k... ganda.html
"Die CO2-Theorie ist nur geniale Propaganda"
"Die Behauptungen der Klimamodellierer sind mit Vorsicht zu genießen"

1000undeine8
13
23.7.2011, 23:26

"Die Ergebnisse der Forscher, die wissenschaftliche Arbeiten über die Auswirkungen der Sonne und der Strahlungen aus dem Weltall auf unser Klima beinhalten, aber werden weitgehend totgeschwiegen."

die "strahlen aus dem weltall" seit 1958:
http://helios.izmiran.rssi.ru/cosray/months.htm

sollten sie ähnlichkeiten mit der temperatur-kurve der erde finden, lassen sie es mich bitte wissen.

Al Borland
23
10.7.2011, 22:34

Weil man dann dazusagen müßte, warum genau höhere Temperaturen vor Hunderttausenden von Jahren katastrophale Konsequenzen in den nächsten Jahrhunderten ausschließen.

Stattdessen wird aber völlig unreflektiert angenommen, daß vergangene hohe Temperaturen belegen, daß der Klimawandel keine nennenswerten Auswirkungen auf uns haben wird - daß der Klimawandel prinzipiell ungefährlich für alle auf der Erde lebenden Arten ist.

Warum sollte das so sein?

Peacefaktor
1012
Klimawissenschaft ???? Oder eher Klimaunwissenschaft???

merke: es ist ein Beweis dafür, wenn mehr CO2 in der Luft ist, und die Temeraturen kurzfristig höher werden, dass eine Klimaerwärmung stattfindet.

es ist aber genauso ein Beweis dafür, wenn die Temperaturen abnehmen, obwohl noch mehr CO2 in der Luft ist, dass eine Klimaerwärmung stattfindet.

Selbst eine einkehrende Eiszeit wäre demnach der Beweis dafür, dass eine Klimaerwärmung stattfindet.

Man weiß nicht genau, wie in 3 Wochen das Wetter sein wird, man weiß heute nicht, ob es ein strenger Winter wird oder nicht, aber in 50 Jahren....
Für die Jahrtausendwende wurde weitgehend Schneelosigkeit angekündigt. Dass immer noch Schnee im Winter liegt ist wahrscheinlich auch ein Beweis für die Klimaerwärmung.

Langsam wirds lächerlich;)

R.U.GAY
33
11.7.2011, 18:03
Den Unterschied zwischen Wetter und Klima ist Ihnen aber schon geläufig, oder?

1000undeine8
15
10.7.2011, 21:00

natürliche klimafaktoren (sonne, vulkanismus etc.) verschwinden nicht, weil es anthropogene treibhausgase gibt. über kurze zeiträume ändert sich der treibhausgas-gehalt nicht dramatisch. deshalb können in diesen kurzen zeiträumen die natürlichen (allen voran der el-nino-zyklus) logischerweise auch einmal für eine abkühlung sorgen.

und so wie man die jahreszeiten prognostizieren kann (weil man die sonneneinstrahlung in abhängig des erd-orbits und der bewegungen der erdachse kennt) kann man natürlich auch den einfluss höherer treibhausgas-konzentrationen prognostizieren. das chaotische wettergeschehen verhindert nicht, dass man definitv sagen kann, dass es in 6 monaten hier wieder kälter sein wird.

Peacefaktor
510
11.7.2011, 17:12
Ich habe gelesen,

dass Sonnenaktivität, Meeresströmungen, die Stellung der Erde zur Sonne ( da wir "eiern ändert sich auch immer wieder der Winkel zur Sonne ein wenig, was in höheren oder niedereren Temperaturen zu messen ist), Wasserdampf (der ungleich mehr als CO2) sowie Vulkanausbrüche wesentlich mehr Einfluss auf das Klima haben als 0,039% Gesamtanteil CO2.
CO2 ist eine nette Methode den Menschen auf freiwilliger Basis das Geld aus der Tasche zu ziehen und in ihren Freiheiten zu beschränken.
Ich bin für ein verantwortungsbewußtes Handeln, allem und jedem gegenüber, also auch mit Menschen und Ressourzen und vor allem mit der Natur. Solange das nicht passiert wird sich auch mit CO2-Zertifikaten nichts ändern.
Schon gar nicht das Klima;)

Mostbluzza
10
14.7.2011, 14:35
so schauts aus,

vielleicht werde ich noch ein "folger" von ihnen.

1000undeine8
45
11.7.2011, 18:47

der einfluss der vulkane ist um häuser kleiner als anthropogenes CO2:130-230 mio. t CO2/jahr vgl. mit 30 mrd. t (!) anthropogenen emissionen.

die aktivitätsschwankungen der sonne sind sehr bescheiden. die umlaufbahn der erde um die sonne, die eiszeiten auslösen kann, ändert sich nur über jahrtausende.

dem wasserdampf sind durch die temperatur enge grenzen gesetzt: der sättigungsgehalt der luft steigt exponentiell mit der temperatur. schwankungen des wasserdampfes sind ein "feedback", keine ursache für einen klimawandel.

ihre steuer-paranoia ist grotesk. als ob politiker auf einen klimawandel angewiesen wären, um steuern zu erfinden.

aleph null
43
11.7.2011, 21:25
Die Wasserdampfrückkoppelungen sind eben sehr strittig,

das wissen sie ganz genau!

Sogar das IPCC räumt ein, dass es hier erhebliche Unsicherheiten gibt. Der Wasserdampfgehalt hängt auch mit der Wolkenbildung zusammen und diese wurde bis jetzt nicht erfolgreich modelliert.

Und selbstverständlich errechnen die Modelle immer positive Rückkoppelungen, weil eben vorrangig positive Rückkoppelungen einprogrammiert sind. Darauf auf die Realität zu schließen ist ein klassischer Zirkelschluss.

1000undeine8
24
11.7.2011, 21:58

ich habe schon mehrfach darauf hingewiesen, dass zwischen den unsicherheiten im "wasserdampf-feedback" (wasser im gasförmigen aggregatzustand) und allfälligen "wolken-feedbacks" (wasser im flüssigen oder gefrorenen zustand) ein erheblicher unterschied besteht.

wenn sie keine neuen argumente bezüglich des einen oder anderen haben, sehe ich keine veranlassung, wieder mit ihnen darüber zu diskutieren.

Al Borland
13
11.7.2011, 17:20

Und ich habe gelesen, daß die Anzahl von Piraten auf der Welt einen viel größeren Einfluß auf die Temperatur hat als alle diese Effekte zusammen

Peacefaktor
43
11.7.2011, 17:26
Den Preis für das dümmste Posting des Tages

haben Sie sich hiermit gesichert.
Gratuliere

Al Borland
23
11.7.2011, 17:30

Solange es Ihnen hilft zu begreifen, warum der Hinweis auf irgendwelche Dinge, die Sie gelesen haben kein Argument ist... :-)

Peacefaktor
55
11.7.2011, 17:42
Ich habe nur gelernt, dass man Ihnen mit wissenschaftlichen Berichten

kommen kann, bzw den Aussagen daraus, und es für SIE kein Argument ist. Ergo habe ich gelernt, wenn es nicht in IHREN Kram passt, dann gilt es FÜR SIE NICHT als Argument.
Ich übertrage diese Erkenntnis aber nicht auf die Allgemeinheit.
Ich habe außerdem gelernt, wenn Sie keine Argumente gelten lassen, sich Diskussionen mit Ihnen erübrigen und ad absurdum führen.
Ich werde beobachten, ob dies auch bei anderen Themen der Fall ist und die Sache dann neu bewerten.

Al Borland
24
11.7.2011, 17:44

Welche wissenschaftliche Aussage meinen Sie getätigt zu haben?

Sie machen den grundsätzlichen Fehler, Ihre unbelegten und unbegründeten (und vermutlich auch frei erfundenen) Behauptungen mit echten Argumenten zu verwechseln.

Alex79
23
10.7.2011, 05:26

Tja, wenn der Zusammenhang mal ein bisschen komplizierter wird als A=B, dann schaltet sich das Koepfchen schon aus und es muss alles erlogen und betrogen sein, gell?

Versuchen Sie doch mal den Artikel oben zu lesen und sagen Sie uns dann was daran Ihrer Meinung nach falsch ist.

Was Sie weiter unten sagen geht allerhoechstens als Bauernregel durch, aber leider ist es so, dass eine Reihe von Anekdoten trotzdem keine Daten darstellen. Aber lassen sie mich zum Ausgleich noch ein paar hinzufuegen. Sie sind doch sicher so einer der seinen Kindern versichert, dass "frueher" die Winter viel kaelter und schneereicher waren, oder? Laut Ihrer Darstellung ist das doch der beste Beweis fuer Klimaerwaermung, oder?

Peacefaktor
02
11.7.2011, 17:16
na ja, die letzten Winter waren Rekordwinter

aber scheinbar ist ihr Kurzzeitgedächtnis wenn es gerade ins Konzept passt ausgeschaltet.
Rekord bedeutet: im Winter die niedrigsten Temperaturen besonders lange und besonders viel Schnee.
Dächer stürzten ein, Meterhoch lag der Schnee und auf der Autobahn erfrohren die Menschen. Und das war alles in den letzten Jahren.

Und früher gab es ebenso mal wärmere Winter und dann wieder eiskalte. Kein Winter war gleich, und in Wien war noch nie besonders viel Schnee, selten schon, und Weihnachten war meistens auch ohne Schnee.
Und nun?

Al Borland
10
11.7.2011, 17:23

Und nun ist das der tausendste Aufguß vom kältesten Winter in Hintertupfing. Der hat mit globalem Klima soviel zu tun wie das Tiefkühlfach mit der Durchschnittstemperatur in Ihrer Wohnung.

Peacefaktor
02
11.7.2011, 17:32
erstens habe ich auf den Vorposter geantwortet,

der von kälteren Wintern früher sprach, aber, ich kann auch Ihnen antworten:
Gerade die letzten Winter waren europaweit Rekordwinter, Europa gänzlich unter Schnee und Eis, mit Rekordniedrigsttemperaturen, von Deutschland bis nach Spanien, Italien und Portugal.
In den USA waren die letzten Winter Rekordwinter, auch in Australien, dort fiel sogar noch im Juni Schnee.

Die Sommer dagegen, naja, eher müde mit Tagesausreißern.
Das Klima ist so ein komplexes System, dass man mit CO2 nicht weit kommt. Sagen viele Wissenschaftler, nicht von Politikern gekaufte.
Aber Sie glauben wahrscheinlich alles, was die Obrigkeit sagt. Das die sich dauernd selbst widerlegen fällt Ihnen gar nicht auf.

Al Borland
10
11.7.2011, 17:53

Ich finde es amüsant, daß Sie soviel Spaß daran haben, die Länder Europas aufzuzählen.

Wenn es in so vielen Ländern so ist, dann kann man ja kaum daran zweifeln.

Das Dumme ist nur, daß Europa flächenmäßig gerade einmal so groß ist wie die USA. Da bleibt vom Rest der Welt noch eine ganze Menge übrig.

Und Schnee in Australien? Sogar noch im Juni? Unglaublich!! Wissen Sie, was am 21. Juni dieses Jahres war? Winteranfang - auf der ganzen Südhalbkugel.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 576
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.