Geschlechterunterschied

Mädchen erinnern sich eher an Träume als Burschen

5. Juli 2011, 16:32
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    foto: apa/driessen

    Die Träume von Jugendlichen kreisen, unabhängig vom Geschlecht, meist um fünf Themengebiete: Verfolgtwerden, Fallen, sexuelle Erfahrungen, Zuspätkommen sowie Schule, Studium und Lehrer.

Mädchen schlafen weniger gut als Burschen und wachen häufiger auf - Dadurch erhöhen sich die Chancen, sich an Träume zu erinnern

Basel - Mädchen erinnern sich am Morgen öfter daran, was sie geträumt haben als Burschen. Das zeigt eine Studie der Universität Basel.

Die Forscher ließen rund 5.600 Jugendliche aus verschiedenen Schulformen schriftlich Fragen beantworten, die sich um die Themengebiete Träume, Schlaf, Stress und Kreativität drehten. Rund 20 Prozent gaben an, sich oft oder üblicherweise am nächsten Tag an ihre Träume zu erinnern. Etwa 30 Prozent wissen dagegen am Morgen nur sehr selten oder praktisch nie, was sie geträumt haben. Die andere Hälfte der Jugendlichen erinnert sich selten bis manchmal an ihre Träume.

Klarer Geschlechterunterschied

Wie die Forscher im Journal of Adolescent Health schrieben, gibt es einen klaren Geschlechterunterschied: Mädchen erinnern sich wesentlich häufiger (4,9 auf einer Skala von 1 bis 6) an ihre Träume als Burschen (4,2). Bei Erwachsenen sei dieser Unterschied bereits bekannt gewesen, sagte Serge Brand von den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPKBS). Doch für Jugendliche existierten bisher kaum Daten.

Wie Brand ergänzend mitteilte, gibt es Erfahrungswerte, nach denen Mädchen weniger gut schlafen als Burschen und häufiger aufwachen. "Dadurch wechselt ihr Wach- und Bewusstseinszustand schneller, und die Chancen erhöhen sich, sich an Träume zu erinnern", sagte Brand. "Mädchen geben ihrem Innenleben grundsätzlich eine höhere Bedeutung als Buben."

Fünf Themengebiete

Frühere Studien hätten sich meist auf den Inhalt der Träume konzentriert, sagte Brand. So fand eine kanadische Untersuchung, dass die Träume von Jugendlichen, unabhängig vom Geschlecht, meist um fünf Themengebiete kreisen: Verfolgt Werden, Fallen, sexuelle Erfahrungen, Zuspätkommen sowie Schule, Studium und Lehrer. 63 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Träume manchmal bis immer etwas mit ihnen selbst zu tun hätten. Nur bei 23 Prozent ist dies selten bis nie der Fall.

Bei vielen Jugendlichen haben die Träume Auswirkungen: 39 Prozent kreuzten an, dass ihre Träume manchmal bis immer ihre Laune am Tag darauf beeinflussen. 48 Prozent gaben an, das komme bei ihnen selten bis gar nie vor. Im Gegensatz zu Alpträumen steht das Erinnern von normalen Träumen im Zusammenhang mit Gesundheit und Wohlbefinden, schreiben die Forscher. Dazu passt, dass Jugendliche, die gute Laune hatten und sich selber als gute Schläfer bezeichneten, sich auch eher an ihre Träume erinnern können.

Schließlich könnte auch die Kreativität eine Rolle spielen: Jugendliche, die sich selbst als kreativ einschätzten, gaben auch eher an, sich an Träume zu erinnern. Allerdings können die Forscher nicht sagen, ob Kreativität zu besserer Traum-Erinnerung führt, oder ob das Abrufen der lebhaften, zum Teil bizarren Erfahrungen die Kreativität beflügelt. (APA)

roy Lueftner
01
Unterschiede?

Ei, darf denn das sein? Ich glaub, da sollte gscheiter gleich eine Quote ran. Unterschiede dürfen einfach nicht sein!

Spartacus der Sklavenbefreier
 
02

Ich erinnere mich fast jeden Tag an einen Traum. So geht das seit der Teenagerzeit, also seit ca. 20 Jahren. Es ist oft sehr anstrengend, da ich viele Aufgaben in Träumen zu lösen und erledigen habe, da fühle ich mich auch nach über 8 Stunden Schlaf manchmal total "fertig".

Triticum
02

jede nacht sklaven zu befreien ist zwar nobel, aber eben auch anstrengend.

nebenerwerbsposter
11
ey wie hübsch!

forschet weiter, so werdet ihr bald wissen, dass männer ausserirdische sein. und so seyed ihro bestätigt in yhrem glauben!

Moin
 
01
das ist interessant...

Mädchen erinnern sich eher an Träume, weil sie einen schlechteren Schlaf als Burschen haben. Andererseits können sich Jugendliche, die gute Laune haben und sich als gute Schläfer bezeichnen, gut an ihre Träume erinnern. Wie jetzt? Erinnert man sich eher an Träume, wenn man gut oder schlecht schläft?

God_of_the_Wind
12

jetzt probierns mir hier nicht wirklich logische schlüsse zu ziehen, es ging ja in erster linie um eine plakative schlagzeile

Moin
 
00

So wahnsinnig plakativ ist die aber auch wieder nicht. Und wenn schon ein wissenschaftliches Ergebnis präsentiert wird, dann sollte man es doch schaffen, in den paar verbleibenden Sätzen nicht noch einen völligen Widerspruch einzubauen.

A.Spect
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Der schlimmste Alptraum

Zur sexuellen Erfahrung zuspätkommen... und dann aufwachen!

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