Dinkhauser: "Das ist für junge Menschen nicht mehr machbar"
Die "Liste Fritz" hat am Dienstag im Tiroler Landtag eine Initiative gestartet, um Wohnen in Tirol günstiger zu machen. Als Grundlage für eine Reform dient dabei das Wohnbaufördermodell des Landes Salzburg. Hier sei es gelungen, das Bauvolumen innerhalb von fünf Jahren um rund ein Drittel zu steigern, erklärte Fritz Dinkhauser.
"Die Wohnkosten in Tirol sind unsozial, unfinanzierbar und familienfeindlich. Auch nach 70 Jahren ÖVP-Regierung ist Wohnen teuer und wird noch teurer. Innsbruck ist die teuerste Landeshauptstadt Österreichs, Kitzbühel die teuerste Region", kritisierte er in einer Aussendung. In Salzburg gebe es eine begünstigte Darlehensrückzahlung, konstante Zinssätze und längere Darlehenslaufzeiten.
"Wer sich die Wohnkosten bei geförderten Projekten in Tirol heute anschaut, braucht nicht mehr von sozialem Wohnbau zu reden. Das ist für junge Menschen nicht mehr machbar", so Dinkhauser. Er brachte auch mehrere Rechenbeispiele, die die Tiroler mit der Salzburger Wohnbauförderung vergleichen.
"Wir bitten die Tiroler ÖVP und SPÖ, die Reißleine zu ziehen und etwas zu tun. In Salzburg ist es möglich", so Dinkhauser.
Gschwentner: "Bestens aufgestellt"
Wohnbaureferent und Landeshauptmann-Stellvertreter Hannes Gschwentner (SPÖ) wies die Äußerungen Dinkhausers scharf zurück. "Während Salzburg lediglich über 1,5 Millionen Euro an ausständigen Darlehen verfügt, kann sich Tirol sicher sein, Rückflüsse in einer Höhe von insgesamt 3,2 Millionen Euro zu erhalten", sagte Gschwentner laut orf.at. Die kontinuierlichen Rückflüsse sicherten eine "gut aufgestellte" Wohnbauförderung in Tirol. (red)