Tools schlagen Brücke zwischen Facebook und Google+

5. Juli 2011, 12:22
93 Postings

"Circle Hack" organisiert Freunde in Kreisen – Facebook wehrt sich gegen "Friends-Export"

Obwohl Google+ in den ersten Tagen nur auf Einladung zugänglich war, haben sich bereits zahlreiche Nutzer dem neuen sozialen Netzwerk angeschlossen. Nun dürften viele vor dem Dilemma stehen, wie sie ihre verschiedenen Netzwerke managen. Ob eine Abwanderung von Facebook und Twitter zu Googles Angebot stattfindet, wird die Zeit zeigen. Inzwischen sollen Add-Ons und Tools eine Brücke zwischen Facebook und Google+ schlagen.

"Kreise" für Facebook

Einige Entwickler haben bereits die Google+-Funktion für Facebook umgesetzt, bei der man Kontakte in Kreise wie "Freunde", "Bekannte" oder "Familie" einordnet. Über die Web-App "Circle Hack" können Facebook-Friends ebenfalls in Circles aufgeteilt werden, die dann als Freundeslisten in Facebook aufscheinen. Um Circle Hack zu nutzen, muss man sich auf der Website mit seinem Facebook-Konto anmelden und den Zugriffsanforderungen auf das eigene Profil und die Profilinfos der Freunde zustimmen.

Danach können per Drag-and-Drop alle Kontakte in Kreise (bzw. Listen) am unteren Bildschirmrand gezogen werden. Für die Listen lassen sich über Facebook separate Privatsphäre-Einstellungen vornehmen. Grundsätzlich bietet die App keine neue Funktion für Facebook, wo man Freundeslisten schon lange erstellen kann, allerdings wird die "Sortierung" nach Google+-Vorbild dadurch vereinfacht.

Facebook-Freunde "exportieren"

Mit dem Add-On "Facebook Friend Exporter" für Googles Browser Chrome können Nutzer ihre Facebook-Kontakte aus Mark Zuckerbergs Plattform absaugen. Die Daten können direkt in die Google Kontakte oder als lokal am Rechner gespeicherte CVS-Datei übernommen werden. Laut den Nutzungsbedingungen von Facebook ist das allerdings nicht erlaubt, dann das Unternehmen verbietet es, Profilinformationen automatisiert abzugreifen. Der Entwickler des Add-Ons weist darauf hin, dass Facebook den Export mit einem Update bereits erschwert habe. Er will die Kontaktdaten daher in einer neuen Version des Add-ons mit einer anderen Methode auslesen.

In den nächsten Wochen und Monaten werden wohl noch weitere Extensions und Tricks auftauchen, die populäre Funktionen in anderen Diensten zur Verfügung stellen und eine Plattform-übergreifende Nutzung ermöglichen  - auch wenn sich vor allem Facebook heftig dagegen verwehren dürfte. (br/derStandard.at, 5. Juli 2011)

  • Die Entscheidung zwischen Google+ und Facebook wird für User wohl schwer, Tools sollen eine Brücke schlagen.
    foto: standard/spudich

    Die Entscheidung zwischen Google+ und Facebook wird für User wohl schwer, Tools sollen eine Brücke schlagen.

Share if you care.