Sommerferien

Heinisch-Hosek: Kindergärten nur zwei Wochen schließen

5. Juli 2011, 11:52

Frauenministerin drängt auf Gespräche mit Ländern - Wirtschaftsminister Mitterlehner: "Durchaus sinnvoll"

Wien - Die Schließzeiten von Kindergärten lassen sich nur schwer mit den für gewöhnlich fünf Urlaubswochen der Eltern vereinbaren. Geht es nach Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) sollen Kindergärten deshalb für maximal zwei Wochen schließen können. Dass die Einrichtungen über den Sommer geöffnet halten, bezeichnete auch Familienminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) am Dienstag vor dem Ministerrat als "durchaus sinnvoll". Dies müsste jedoch mit den Kindergartenträgern sowie jenen, die sie finanzieren, in Einklang gebracht werden, so der Minister.

Vorarlberg: Zehn Wochen pro Jahr

Österreichweit - "vom Bodensee bis zum Neusiedler See" - sollen die Kinder die gleichen Bedingungen vorfinden, forderte Heinisch-Hosek. Mit maximal zwei Wochen Schließzeit könnten sich Eltern ihre Zeit einteilen, mit zehn Wochen pro Jahr wie es etwa in Vorarlberg der Fall sei, "geht sich das nicht aus".

"Gespräche mit den Ländern sind überfällig", drängt die Ressortchefin auf rasche Verhandlungen. Wenn seitens des Bundes weiterhin Geld für den Ausbau der Kinderbetreuung fließt, sollte man auch dafür sorgen, dass überall die gleichen Bedingungen vorherrschen, so Heinisch-Hosek. "Vielleicht schaut es nächsten Sommer schon besser aus", meinte sie. (APA)

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supersheriff
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14.7.2011, 11:50
In Tirol gibts es zuständige Politiker wie Fr. Palfrader,

die entrüstet stunden- und tageweises Sommerunterhaltungsprogramm als Ersatz für die wochenlang fehlende Kinderbetreuung reklamieren. Und die Partei dieser Politikerin wird seit Jahrzehnten mit großer Mehrheit gewählt. Aber der Krug geht solange zum Brunnen ... Irgendwann werden im Westen auch andere Zeiten anbrechen. Zumindest im Inntal.

eva surma1
00
12.7.2011, 09:11
supermärkte im sommer 2 wochen schließen

auch das personal in supermärkten braucht ferien. wir können doch zwischenzeitlich unsere lebensmittel auch bei anderen filialen in anderen bezirken einkaufen. und unsere omas haben so schöne gemüsegärten, da könnten wir uns leicht zwei wochen verpflegen. so flexibel wie mit unseren kindern werden wir mit unseren lebensmitteleinkäufen wohl hoffentlich auch sein, oder?

supersheriff
00
14.7.2011, 11:56
Kleine Korrektur:

10 Wochen lang schließen. Und als Ersatz lassen wir den Lebensmittelbus durch die Gegend fahren, der alle paar Tage vorbei kommt. Zumindest in die Nähe. So 10-20 km Anreise zum Bus sind schon mal drinnen. Und wenn jemand vorschlägt, nur mehr 2 Wochen zu zu sperren, dann sind wir entrüstet wie Fr. Palfrader.

La Balance
00
14.7.2011, 06:34

Finde es schon erbärmlich Kinder mit Lebensmittel zu vergleichen!

La Balance
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Dann müssens mehr Personal einstellen, denn das zz Personal hat auch Anspruch auf Urlaub und will vielleicht Zeit mit der eigenen Familie verbringen!

Michael B
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In Vorarlberg (und manchen anderen Bundesländern) basiert das Modell der Kinderbetreuung

noch auf dem bäuerlichen Haushalt, wo die Hausfrau ohnehin jeden Tag für Mann und Gesinde kocht, denn dort gibt es in den Kindergärten nicht einmal ein Mittagessen!
Und in den Ferien arbeiten die Kinder ohnehin auf dem Feld mit.
(Für 3-5% der Bevölkerung stimmt das ja auch)
So stellt sich die ÖVP halt das Leben im 21. Jahrhundert vor...

biggi729
01

donnerwetter, kommt da auch schon jemand drauf ... ?

Aracni Santini
02
Ferienbetreuung heißt nicht, dass Schulkinder lernen müssen

Kinder können auch mit anderen Personen etwas unternehmen, die nicht Eltern heißen...

3dGeist
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Das erste sinnvolle was man von dieser Frau hört, ich hätte nicht gedacht das ich das noch erleben darf.
Trotzdem bleibt den Eltern das Problem was sie mit den Schulkindern machen sollen, auch hier muss eine Lösung gefunden werden. 9 Wochen Ferien sind einfach zu viel. Entweder ein ansprechendes Betreuungsangebot schaffen oder über Ferienverkürzung nachdenken.

Heavyweather
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Einfach auch mehr Urlaub.
warum nur 5 Wochen?

10 Wochen Urlaub für alle.

Denker9
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Das mit der Ferienverkürzung würde die Wirtschaft unterbinden, weil ihr dann das Geld der gerne und viel reisenden Lehrer fehlt, die nur in der teuren Hauptsaison als zahlende Gäste geschröpft werden können!

pitt stehler
02
hier geht es zwar um kindergärtnerinnen

driftet aber in eine ferienverkürzungsforderung ab. bei dem sich abzeichnenden lehrermangel wird ein zusätzlich freier monat, juni, zu einzufordern sein.

Carla Sociale
03
So stelle ich mir sozielen Fortschritt vor.

Vor ein paar Jahrzehnten haben Handwerker in der Bevölkerung als gierig gegolten, wenn sie mehr als drei Tage pro Woche gearbeitet haben. Mehr war nicht nötig, um eine achtköpfige Familie zu ernähren, zu kleiden und mit Wohnraum zu versorgen.
Heute sind anscheinend 60-80 Arbeitsstunden pro Woche und Familie nötig, um eine dreiköpfige Familie zu versorgen.
Vernünftigerweise sollten die Kinder auch mitarbeiten, damit das Familieneinkommen hoch genug wird, um intensiv "Konsumtrottel" spielen können.

geikler
51
ja, genau

Kinderbetreuung darf nicht länger Aufgabe der Eltern bleiben!!! Wir fordern 24-Stunden-Betreuungseinrichtungen, damit alle Eltern ihrer Arbeit nachgehen können!!

Denker9
01

Ich fordere: weniger Arbeit in den heißen Monaten Juli und August! Da sollte generell mehr Zeit für Familienleben sein! Betriebe müssten früher schließen- nur die wichtigsten Einrichtungen wie z.B. Spitäler sollten einen Notbetrieb aufrecht erhalten. Das wäre alles machbar in einem so reichen Land wie Österreich!

pitt stehler
01
aber das haben wir noch nie gemacht.

auch bei der phantasie, dem humor und allem, was mit kreativität zu tun hat, tüfteln die experten schon an standards.

WunzelPunzel
41
toll!

kaum sind dann die g'schrappen in der schule, dann haben wir 9 wochen lang das problem. kinderbetreuung muss auch in den schulen, zumindest in der unterstufe bis 17:00 uhr und natürlich auch in den ferien möglich sein!
das darf auch was kosten, kein probelm damit. das problem ist eher, dass es sie einfach vielerorts gar nicht gibt!
es ist ja niemand verpflichtet, diese auch zu nutzen.

aber, da müsste man sich halt mit der lehrergewerkschaft anlegen....

Heavyweather
00

Ich bleibe einfach zuhause bei den Kindern.

Im Sommer ist es sowieso zu heiß zum arbeiten.

dr. satanas
00
kinderbetreuung muss auch in den schulen, zumindest in der unterstufe bis 17:00 uhr und natürlich auch in den ferien möglich sein!

scheint so, dass ich glück habe.
mein kleiner geht in eine öffentl. vs (wien) mit angeschlossenem hort.
der hat von 6:30 - 17:30 offen, auch in den sommerferein.
nur zu ostern und weihnachten ist zu, aber das lässt sich leicht managen.

Daisy Lord
02

Das sind aber dann arme Kinder, die in Wien die Ferien in einer alten Schule aus der Lueger-Zeit verbringen müssen....keine Freiräume, wieder nur den ganzen Tag in den muffigen Klassenräumen sitzen...Kinderbetreuung in den Ferien wäre wichtig, aber sie muss qualitativ hochwertig sein, und das kostet einiges (was sicher niemand zahlen will).

Nee-Chee
00
ich würds gern

bezahlen.
Nirgends seh ich meine Steuern lieber ausgegeben als für die Bildung der nächsten Generationen.

Aracni Santini
00
Haben Sie das erhoben, dass niemand zahlen will?

dr. satanas
00
Das sind aber dann arme Kinder

hängt von der betreuung ab!
mein kleiner ist im sommer mind. 4 wo. im hort (öffentl., wien) und dort spielen, basteln und malen sie, auch werden reichlich ausflüge gemacht.
dem gefällt es so gut dort, dass er schon öfter gemotzt hat, wenn ich ihn abgeholt habe (und auch zuhause kümmern sich meine ex bzw. ich und meine lebensgefährtin um ihn, er wird nicht nur vorm tv abgelegt).

Daisy Lord
02

Horte sind (räumlich) meistens besser ausgestattet als Schulen, vor allem die alten Schulgebäude aus der Lueger-Zeit. Gerade im Sommer brauchen Kinder Freiräume, einen Garten, einen Sportplatz....nicht ein Schulgebäude mit langen Gängen und Klassenräumen.
Horterzieher sind auch anders ausgebildet als Lehrer, kennen jede Menge Spiele, Bastelarbeiten und sonstige kreative Beschäftigungsmöglichkeiten.
Man müsste viele gute, leistbare Horte einrichten, für Kinder von ca. 6 - 10/12 Jahren.

Denker9
01

Bravo! Die Einrichtung von Horten gehört gefördert. Ich frage mich bei der ganzen Diskussion um Kinderbetreuung, warum die Politiker diese in den Schulen haben will- die meisten Schulen eignen sich überhaupt nicht dafür!

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