Männer im Zeugungsstreik

Kinderwunsch der Männer nimmt in Österreich signifikant ab

Interview | Katrin Burgstaller, 5. Juli 2011, 10:40
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    Wolfgang Mazal: "Wer sich mit dem Kinderthema konfrontiert, muss auch bereit sein, sich dem Unplanbaren zu stellen."

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    Warum sich immer weniger Männer fortpflanzen wollen, kann nicht abschließend geklärt werden. Weil: "Das Geld für komplexe Männerforschung fehlt", sagt Mazal.

Warum immer mehr Männer den "Spagat" zwischen Familienernäher und Vaterschaft "ablehnen" erklärt Familienforscher Wolfgang Mazal

Zur niedrigen Geburtenrate hierzulande tragen nicht nur die Frauen bei - auch immer mehr Männer begeben sich in den "Zeugungsstreik". Im Gespräch mit derStandard.at analysiert Familienforscher Wolfgang Mazal die Gründe für diese Entwicklung. Viele Unternehmer würden nur in Sonntagsreden Familienfreundlichkeit signalisieren. An der konkreten Umsetzung hapert es jedoch. Zudem würden immer mehr junge Männer dem Spagat zwischen Familienernährer und der Vaterschaft ablehnen. Über das "perfekte Projekt Kind", die Frage, ob die Politik der ÖVP Teil des Problems ist und darüber, was Männer eigentlich wollen, sprach er mit Katrin Burgstaller.

***

derStandard.at: Sie haben einmal gesagt, die Einstellung der Gesellschaft zu Kindern muss sich verändern. Wie ist die Gesellschaft denn zu Kindern eingestellt?

Mazal: In vielen öffentlichen Kommunikationen, insbesondere auch in der Arbeitswelt, wird das Kind heute als eine Einschränkung empfunden und dargestellt. Kinder gelten als Hindernis in der beruflichen und persönlichen Entfaltung von Frauen und Männern. Kinder werden oft als Karrierehemmnis kommuniziert und erfahren. Das ist ein klares Indiz dafür, dass wir Kinder nicht als positiv und bereichernd, sowohl für die Individulabiografie als auch für die Gesellschaft empfinden.

derStandard.at: Man hört öfters von Bürgern, die gegen Lärm aus benachbarten Kindergärten mobil machen. Glauben Sie, dass Kinder auch im persönlichen Erfahrungsbereich als Problem gelten?

Mazal: Für mich ist es sehr fragwürdig aus Einzelphänomenen einen Gesamtrückschluss zu ziehen. Ich sehe im Privatbereich sehr viel positives Engagement für Kinder. Ich hoffe, dass das Einzelfälle sind. Wenngleich die breite öffentliche Kommunikation dieses Einzelfalles die Wahrnehmung bestimmt. Das viel größere Problem ist das Kind- und Karrierethema.

derStandard.at: Früher galten Kinder als Inbegriff des Soliden. Würden Sie dem zustimmen?

Mazal: Ich würde das nicht mit Solidität verwechseln. Ich würde sagen, das ist ein Mensch, der sich auch der Unplanbarkeit und der Offenheit des Lebens stellt. Jeder, der Kinder hat und mit Kindern lebt, weiß, dass das Planbare und Solide für diese Lebenssituation nicht zutrifft. Wer sich mit dem Kinderthema konfrontiert, muss auch bereit sein, sich dem Unplanbaren zu stellen.

derStandard.at: Werden Kinder heute stärker als früher als Risikofaktor wahrgenommen?

Mazal: Kinder werden mit Sicherheit unter zwei Gesichtspunkten anders wahrgenommen als früher. Auf der einen Seite gibt es einen enorm hohen Anspruch an das Individuum. Man möchte mit dem Kind ein perfektes Projekt hinlegen. Das war früher nicht der Fall. Das Kind wurde früher mit einer größeren Selbstverständlichkeit erlebt und nicht als Zwang zu einem perfekten Projekt. Kind wird in Zusammenhang mit der Überforderung, die aus dem Idealbild entsteht, als Einschränkung wahrgenommen. Junge Menschen sagen zum Beispiel oft, "zuerst möchte ich noch viel reisen, zuerst muss ich noch viel erleben, dann kriegen wir Kinder". Das sind für mich auch bedrückende Zugänge. Damit zeigen diese Menschen, dass sie Kinder als vorläufiges Ende vom guten Leben assoziieren. Das ist eine verkürzte Wahrnehmung, die die Gesellschaft, die Werbung, die Arbeitswelt, kommuniziert.

derStandard.at: Auch Männer tragen zur geringen Geburtenrate bei. Neben dem Geburtenstreik spricht man von der Zeugungsverweigerung. Was ist das Problem der Männer?

Mazal: Dazu gibt es unterschiedliche Theorien und das Thema ist noch nicht sehr gut beforscht. Zum Teil führen das Forscherkollegen darauf zurück, dass jetzt Männer in die Familienphase treten, die selbst in Kleinstfamilien aufgewachsen sind, dementsprechend gestalten sie ihre eigene Familiengründung. Allerdings ist dieser Effekt in anderen Ländern, wo Männer ebenfalls aus Kleinstfamilien kommen nicht beobachtbar. Das ist ein statistisches Sonderphänomen in Österreich. In Österreich nimmt der Kinderwunsch der Männer signifikant ab, während das in anderen Ländern nicht der Fall ist.

derStandard.at: Warum wollen immer weniger Männer in Österreich Kinder bekommen?

Mazal: Das ist auf viele Faktoren zurückzuführen. Das mag zusammenhängen mit dem als stark männerfeindlich empfunden Scheidungsfolgenrecht. Viele Männer mögen sich denken, wenn es zu einer Scheidung kommt, sehen sie ihr Kind nicht mehr und dürfen nur mehr dafür bezahlen. Valide erforscht ist die Ursache noch nicht. Wir haben zu wenig Geld für komplexe Männerforschung in Österreich.

derStandard.at: Sie haben bei einer Podiumsdiskussion gesagt, von Männer wird einerseits erwartet, dass sie die Familie ernähren und andererseits auch ein aktives Familienleben führen. Sind sie damit überfordert?

Mazal: Die Erwartungshaltung an die Männer ist nach wie vor sehr traditionell und ist gleichzeitig angereichert mit der Erwartung, er muss sich auch um die Familie mehr kümmern. Das ist ein Spagat, den junge Männer mit Sicherheit auch ablehnen.

derStandard.at: Und was wollen die Männer eigentlich? Wollen sie arbeiten oder sich mehr um die Kinder kümmern?

Mazal: Junge Männer wollen die Erwerbsarbeit nicht aufgeben, möchten sich aber auch stark an die Familie orientieren.

derStandard.at: Was ist die Lösung?

Mazal: Männer sollten weniger in der Erwerbsarbeit tätig sein, sich dafür mehr der Familie widmen. Und umgekehrt. Frauen sollten sich mehr der Erwerbsarbeit zuwenden, dafür weniger Familienarbeit leisten. Das wünschen sich die jungen Menschen. Aber die Arbeitswelt muss ihnen das auch ermöglichen. Wenn ich im Hörsaal frage, "was erwarten Sie sich?" Sagen alle: "Wir wollen arbeiten und eine Familie gründen." Wenige Jahre später dreht sich das Bild. Der Mann ist am Überstundentrip und sagt, er muss Karriere machen, man erwartet ja von mir, dass ich viel Kohle bringe. Die Partnerin ist oft frustriert, weil sie merkt, sie wird nicht auf den Karrieretrip gelassen, weil die Familienfrage nicht gelöst ist.

derStandard.at: Sie hat keine Kinder und macht trotzdem keine Karriere?

Mazal: Sie macht trotzdem keine Karriere, weil ihr vom Arbeitgeber unterstellt wird, sie wird womöglich schwanger. Die Frage, ob die Familienplanung abgeschlossen ist, sollte kein Arbeitgeber mehr stellen. Sie ist letztlich rechtswidrig. In der Sonntagsrede geben sich Unternehmen familienfreundlich in der konkreten Handlung wird bei einer Schwangerenmeldung Panik signalisiert. Nach dem Motto: Wie stellen sie sich das vor, wie soll es weiter gehen.

derStandard.at: Egal ob eine Frau Kinder hat oder nicht, sie ist jemand, der potenziell schwanger wird oder durch Krankheit des Kindes ausfällt? So werden Frauen in der Arbeitswelt wahrgenommen?

Mazal: Ja. Und genau deshalb sollte man den Männern ermöglichen, dass sie sich um ihre Kinder kümmern. Dann reduziert sich die Problemlage für die Frauen.

derStandard.at: Wenn Familien ihre Kleinkinder extern betreuen lassen, werden die Mütter nach wie vor in unserer Gesellschaft als Rabenmütter wahrgenommen. Versagen hier nicht gerade auch konservative Politiker?

Mazal: Ich bin mir nicht sicher, ob Konservative wirklich an diesem Meinungsbild in der Gesellschaft so stark beteiligt sind. Vor zwei Jahren hat der katholische Familienband eine Veranstaltung gemacht unter dem Titel "das Ende der Rabenmütter". Manchmal sind diese angeblich so konservativen Kreise weiter, als sie in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.

derStandard.at: Gerade die "Familienpartei" ÖVP strapaziert den Leistungsbegriff vielfach. Erzeugt man so ein gedeihliches Klima, in dem viele Kinder zur Welt kommen sollen?

Mazal: Ich sehe da kein Problem, wenn man - dies betrifft vor allem die Wahrnehmung - auch jene Leistung anerkennen würde, die in der Betreuung und Erziehung von Kindern steckt. Die Frage "arbeitest du oder bleibst du bei den Kindern" ist da sehr verräterisch, weil sie signalisiert, dass Kindererziehung keine Arbeit sei. Der Leistungsbegriff wird nur dann ein Problem für die Familie, wenn als Leistung ausschließlich die Leistung im Erwerbsprozess anerkannt wird. Das ist aber, soweit mir bekannt, gerade nicht die Linie der ÖVP.

derStandard.at: Die Wirtschaft verlangt von den Jungen Flexibilität und globale Verfügbarkeit. Auch die ÖVP gilt als wirtschaftsfreundliche Partei. Ist sie mit diesem Programm vielleicht auch ein Teil des Problems?

Mazal: Ich glaube, dass Wirtschaft und Familie nicht als gegensätzliche und nur schwer zu vereinbarende Lebensbereiche gesehen werden dürfen. Im Gegenteil: Wirtschaft braucht Familie und umgekehrt. Unternehmen müssen endlich einsehen, dass sie gute Arbeitskräfte finden, wenn sie ermöglichen, das Familienthema zu lösen. Insofern sollten Unternehmen in puncto Flexibilität mit gutem Beispiel vorangehen und jene Flexibilität, die sie von Mitarbeitern fordern, selbst unter Beweis stellen, wenn Mitarbeiter ein Familienproblem haben. Ich kenne etliche Unternehmen, denen das sehr gut gelingt, und sehe, dass sich dieser Zugang auch wirtschaftlich lohnt. In Zukunft wird es übrigens im Kampf um knapper werdende qualifizierte Mitarbeiter wichtig sein, wenn man den Arbeitnehmern ein Angebot auch unter dem Blickwinkel der Vereinbarkeit von Familie und Erwerb machen kann. So gesehen ist es wirtschaftsfreundlich, wenn man die Wichtigkeit des Familienthemas betont.

Und schließlich ist noch zu bedenken, dass "Flexibilität" zwar ein hoher Wert ist, dass es aber auch andere Werte - etwa „Stabilität" - gibt. Letztlich geht es darum, eine ausgewogene Balance zwischen diesen Werten zu finden, was auch im Interesse der Unternehmen ist: Für mich ist Wirtschaftspolitik nur dann gut, wenn sie auch für Familien gut ist. Insofern freue ich mich auch darüber, dass Bundesminister Mitterlehner derzeit wirklich versucht, Wirtschaftspolitik und Familienpolitik zu verbinden.

derStandard.at: Die Großeltern von heute sind vielfach mobiler als frühere Generationen. Sie stehen für die Betreuung ihrer Enkel nicht mehr in dem Ausmaß wie früher zur Verfügung. Welche Konsequenzen hat das?

Mazal: Tatsächlich müssen sich junge Eltern die Kinderbetreuung heute in stärkerem Maß unabhängig von ihren Eltern organisieren als früher. Dies geschieht auch insbesondere durch neue soziale Netze, etwa im Freundeskreis. Und außerdem kann man - trotz mancher Schwächen - heute doch ein viel breiteres außerfamiliales Angebot an Kinderbetreuung als früher zurückgreifen, das im Übrigen auch weiterhin mit vielen öffentlichen Geldern ausgebaut wird. (Katrin Burgstaller, derStandard.at, 5. Juli 2011)

WOLFGANG MAZAL, geboren 1959 in Wien, ist Professor für Arbeits- und Sozialrecht an der Universität Wien und Leiter des Österreichischen Instituts für Familienforschung.

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wurm83
 
01
23.12.2011, 16:29
kidnererziehung ist keine arbeit oder besser nicht vergleichbar!

man stelle sich vor man würde die kidnererziehung wie einen durchschnittlichen job bezahlen...sagen wir mal 1600€ netto....

und dann stelle man sich vor wie viele leute noch arbeiten gehen würden und wieviele sich nur der erziehung widmen würden...

also mal alle mindelstohnkandidaten und AMSler
+ca. 50% aller erwerbstätigen...

also mal ganz ehrlich wenn ich fürs wer würde nciht fürs gleiche geld leiber bei seinen kidner zu hause sen?

für mcih wäre das keine arbeit sondern eines der schönsten dinge der welt...aber ok

Politiker sind Gauner!!
00
19.11.2011, 16:02
der staat hat dafür gesorgt

das familie keinen sinn mehr hat, das kinder zu teuer sind... unfähige aber geldgieriege politiker haben es unattraktiv gemacht, weil man für alles zahlen soll, außer die firmenbosse müssen der arbeitskraft nichts zahlen

ich stimme stronach zu, aber es wird noch jahrhunderte dauern bis die jugend überhaupt kapiert worum es geht

Walther von der Vogelweide, der 1.
05
31.10.2011, 17:50
Familie ade

Eine Gesellschaft in der die wichtigste Prämisse die Anhäufung von Kapital und Vermögen ist und in der es unterlassen wurde das Familien-/Scheidungsrecht zu emanzipieren (der Mann ist nicht der Finanzierungs-dodel) anzupassen, kann nur scheitern.

Franz Stefan
00
10.10.2011, 23:46
Nicht, dass ich die Emanzipation in Österreich in Frage stellen wollte

Jedoch finde ich es schon recht interessant, dass in dem Interview mehrfach nach einer Verantwortung der VP gefragt wurde, während der Name der aktuellen Frauenministerin kein einziges Mal vorkommt.

Als Vater von drei Kindern, der auch so gut wie möglich an der Familienarbeit mitträgt, ist es nicht immer so einfach wie als Single oder Dink-Hälfte.
Aber ich habe mir das selbst ausgesucht, und es war die richtige Entscheidung.

grazistanders
10
13.10.2011, 13:05
Kinderlos

Ich geb mal meine Meinung dazu ab. Hört auf es zu treiben wie Karnickel! Schuld sind immer die Eltern. Wenn sie zuwenig Geld haben oder keine Zeit haben dann sollte man verdammt nochmal keine Kinder in die Welt setzen.
Die Welt ist überbevölkert. Es gibt massenhaft Scheidungen. Der Vater hat kaum eine Chance danach sein Kind zu sehen und verliert fast alles. Gibt aber nicht auf und kämpft weiter. Jobs sind nicht mehr sicher. Einkommen ist nicht mehr sicher.
Für verheiratete gibts noch einen makaberen Spruch der wohl oft vergessen wird.
Auf bis das der TOD uns scheidet... nur wenige haben diesen Spruch vergessen. Machtgier in Beziehungen. Ich kann euch jetzt zu hunder Prozent sagen was ein man braucht. SPAß und FREIHEIT. Dann hält die Ehe.

Schmutzteufel
03
7.10.2011, 07:03
Ich, weiblich Jg 1959, vier Kinder...

...habe die Emanzipation folgendermaßen erlebt:
EMANZIPATION IST, WENN DIE FRAU AUCH DIE MÄNNERARBEIT MACHT! :-(((

Wo bleibt die Emanzipation der Männer? Von denen ich dann auch selbstverständlicherweise erwarten kann, dass sie alle Befähigungen für die Hausarbeit (inklusive heimwerken) und Kindererziehung mit der Muttermilch aufsaugen. (dies beinhaltet eine Unzahl an Lehrberufen und teils akademische Kenntnisse)

Ich werde mich dann 18 Stunden täglich dem Gelderwerb widmen, (mit einem einzigen ERLERNTEN Beruf) mich zu Hause nur bedienen lassen (bin ja müde von der Arbeit), meinem (nicht) angetrauten erzählen, dieser müsse ebenfalls nebenher Geld verdienen, denn das meine brauche ich ja großteils zum Sparen für schlechte Zeiten!

Christina Messner
01
12.9.2011, 11:30
Meiner Meinung nach ...

Die Männer brauchen dann nichts mehr beitragen, oder was, die Frauen bekommen die Kinder, gehen arbeiten, machen den Haushalt, und was haben dann die Männer überhaupt noch für Aufgaben und für eine Verantwortung zu tragen,
dann bin ich für Samenbanken, denn wenn ein Mann überhaupt nichts mehr beitragen braucht, dann brauche ich ihn auch nicht mehr zu versorgen, Essen kochen, Wäsche waschen etc.

Elisa B
13
Rechtslage ändern

ein modernes Familienrecht das Männer und Frauen gleich behandelt und eine Ende der Unterhatspflicht nach der Ehe und es geht wieder aufwärts!

Alwis
 
01
11.9.2011, 23:07
Und die richtige Einstellung

Eine gesunde und an natürlichen Gegebenheiten orientierte Rechtslage ist die eine,
die richtige Einstellung ist das andere Säule, auf der sich gesunde Familien entwickeln können.

An beiden mangelt es bei uns.

Siehe auch "Wege zu einer gerechten Familienpolitik":
http://schreibfreiheit.eu/2011/06/1... enpolitik/

Carlos Clementin
03
22.8.2011, 14:37
Männer sollten weniger in der Erwerbsarbeit tätig sein, sich dafür mehr der Familie widmen. Und umgekehrt. Frauen sollten sich mehr der Erwerbsarbeit zuwenden,

Prima Idee: Beide mit "hochbezahltem" Halbtagsjob von je 700€, dadurch doppelte Mobilitätskosten. Ei stattliche 45m² Wohnung für 3 Leute und die Andere Einkomenshälfte für alle 3 zum Leben.
Besser : beide leben getrennt und beziehen 1100€ (Frau mit Kind) und 750€ (Mann) alleinstehend Mindestsicherung. 100% Zeit für das Kind und weniger Mobiliäts/Jobkosten ...
Gute Aussischten für Familien (nicht nur für Väter). :-(

Quer denker1
03
14.8.2011, 10:56
Verliebt - verlobt - verheiratet - Existenz gründen - Kinder - obdachlos.

Die Aussage von Herr Prof. Mazal ist nur spekulative. Die wahre Gründe sind die Männer-Politik von Republik Österreich.

Es gibt aber genug SPÖ Männer und Braut des Staates. Die sollen diese Aufgabe übernehmen.

schöne grüne welt
01
es darf nicht vergessen werden

daß auch frauen - insbesondere die höher gebildeten - zunehmend den kinderwunsch ablegen.
was thilo sarrazin bekanntermaßen zum schluß geführt hat, daß die genetisch "blöden" türkinnen dafür umsomehr kinder werfen und so die gute deutsche leitkultur zum verschwinden bringen.

armin delmenhorst
 
48
Finde es ohnehin ein Verbrechen,

wenn Personen, die unter dem Medianeinkommen -das ohnehin nicht berauschend ist - Kinder in die Welt setzen. Vom Verbrechen am Kind ganz zu schweigen, ruinieren sie sich auch ihr Leben. Kommt es zur Trennung ist das Chaos dann perfekt: Jugendwohlfahrt, Sozialamt und Schuldnerberatung können da wohl ein Lied davon singen.

Und was sollt ein Frau mit einem Nettoeinkommen um die die € 1000.- , sofern sie überhaupt ne Arbeit bekommt dann machen. In der Regel haben solche Frauen auch einen Partner in etwa der gleichen Einkommensklasse gehabt. Von dort gibt es verständlicher Weise auch nichts zu holen. Fazit: Alle drei sind Verlierer.

Alwis
 
04
11.9.2011, 23:03
da muss ich widersprechen

Nicht wenige missratene Jugendliche kommen aus Elternhäusern mit guter bis sehr guter finanzieller Ausstattung, aber zuwenig Zeit für die Kinder.
Fast schon die Regel ist das bei Amokläufern.

Anderseits kenne ich nicht wenige Familien mit geringem Einkommen und gleichzeitig sehr gut geratenen Kindern.

Es kommt eben auf die finanzielle Ausstattung erst zuletzt an. Wichtig ist die Einstellung der Eltern, ihr Einsatz für die Kinder, vor allem die Zeit, die sie für Kinder aufzuwenden bereit sind.

http://www.wolfmayr.org/familie/v... 59333a7331

graeslein
 
23
14.9.2011, 17:41

So sehe ich das nicht: Ich sehe im Gegenteil, dass die Kinder aus der Bildungsschicht ebenfalls besser gebildet sind, beruflich mehr Erfolg haben, als eben die Kinder aus bildungsfernen Schichten.

Beobachtet man die Kriminalstatistik, so sind ebenfalls die Kinder aus bildungsfernen Schichten überrepräsentiert.

Die Theorie, dass eben gerade sozial weit unten stehende Schichten die besseren Kinder hervorbringen ist ist durch nichts begründet, wenngleich es natürlich in allen Schichten statistische Ausreißer geben mag.

guggi102
13
22.9.2011, 06:35

Korrekt. Kinder, die ihre Eltern immer erwerbstätig erlebt haben, vor allem ihre Mutter, werden lernen, daß man sich im Leben selbst versorgt und seinen Teil für die beiträgt, die es selbst aus gravierenden Gründen nicht schaffen.

Die anderen lernen die Versorgungsmentalität von klein auf. Entweder der Staat oder der Papa werden mich schon ernähren.

Der Kluge
12
30.8.2011, 00:16

Geld macht nicht glücklich.
Abwarten bis die ganzen Kinderlosen in die Pension kommen...da wird es eine richtige gesellschaftliche Krise geben!

Hums
00
10.1.2012, 19:15

Jeder darf bitte selbst entschieden, was ihn glücklich macht.

Alwis
 
01
11.9.2011, 22:58
- dann spielt es Granada

Wir reden heute über Pflegenotstand. Dabei haben die jetzt pflegebedürftigen alten Menschen noch viele Kinder aufgezogen, z.B. die geburtenstarken Jahrgänge Ende der 50-er und in den 60-er Jahren.

Wie groß wird der Pflegenotstand erst werden, wenn einmal eben diese geburtenstarken Jahrgänge zu pflegen sein werden? Die 1960 und später Geborenen haben ja viel weniger Kinder aufgezogen.

http://www.wolfmayr.org/familie/v... c579d8c269

Alexander Patjomkin
32
Über Kindrwunsch der Männer zu sprechen ist ziemlich sinnlos..

entscheidend ist der Kinderwunsch der Frauen..

Alwis
 
10
11.9.2011, 22:56
Es braucht 2, damit Kinder kommen

Ich kenne viele Paare, bei denen der Mann gegen ein Kind war - manchmal schon gegen das 1. Kind, öfter gegen das 2. und fast immer gegen das 3. Kind.
Kaum eine Frau wagt sich an ein weiteres Kind, wenn der Mann dagegen ist.

Gustav Gans der Wahre
010
Wenn der Mann sich aus Liebe zu seinen Kindern zum Blödmann macht,

der Frau zahlt, aufdass sie soviel Geld hat, dass sie ihren Mann frägt, wie sie das Geld anlegen soll, dann klappt es so halbwegs mit dem Besuchsrecht. Er selber geht halt finanziell am Zahnfleisch in seinen guten Jahren bis so fünfzig +.l Solche Geschichten sind im Mittelstand nicht so selten, dass nicht fast jeder Mann im zeugungsfähigen Alter darauf stößt. Na, was wird wohl die Folge sein?

xruxl
19

Ich würde mir das auch sehr gut überlegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass man das ganze Leben lang oder zumindest bis die Kinder erwachsen sind, zusammen bleibt ist nicht allzu hoch. Das Sorgerecht bekommt dann zu 90 % die Frau, außer sie will es nicht und man kann dann für die Kinder zahlen, sieht sie aber kaum.

Vintageologist
 
21

"Sie macht trotzdem keine Karriere, weil ihr vom Arbeitgeber unterstellt wird, sie wird womöglich schwanger. Die Frage, ob die Familienplanung abgeschlossen ist, sollte kein Arbeitgeber mehr stellen. Sie ist letztlich rechtswidrig."

Und genau da haben wir das Problem. Diese "klassische Familie um jeden Preis ablehnen"-Haltung ist einfach mit der Realität nicht kompatibel.

Es können nicht beide Eltern ein Bisschen arbeiten und ein Bisschen auf die Kinder achten, das funktioniert in der echten Welt da draußen nicht. In der Wirtschaft nimmt man immer mehr eine Spezialisierung auf Kernbereiche zur Steigerung der Effizienz wahr, anderes wird outgesourced, während uns Gender-Narren für die Familie genau das Gegenteil aufzwingen.

Ivan Siptak
219
12.7.2011, 16:44
Einfache Antwort

ScheidungsUNrecht
UnterhaltsUNrecht
ObsorgeUNrecht
BesuchsUNrecht

Zuviele Anforderungen aber keine gesellschaftliche-, politische-, familiäre-, arbeitsrechtliche-, familienrechtliche- Rahmenbedingungen...

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