Bundesbahnen

Wer die Fahrgäste in überfüllten Zügen zählt

4. Juli 2011, 18:24
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    foto: reuters/herwig prammer

    Zu viele Fahrgäste können zu Stoßzeiten zu überfüllten Zügen führen. Wie viele in einen Wagon einsteigen dürfen, ist eine Schlüsselfrage. Wer das überprüft, eine andere.

Fahrgastvertreter zürnen über Zwangsräumungen überfüllter Züge - Mit der Ausweitung des Schaffnerlos-Betriebs ist damit auch in Regionalzügen zu rechnen

Wien - Zwangsräumungen überfüllter Züge durch die Polizei wie am Wochenende im Railjet-Schnellzug 60 am Wiener Westbahnhof könnten ÖBB-Fahrgästen künftig auch bei Regionalzügen blühen. Der Grund ist nicht nur Überfüllung in Stoß- und Ferienzeiten, sondern der Null-Null-Betrieb, bei dem im Regionalverkehr sukzessive die Zugbegleiter abgeschafft werden.

Wie berichtet, sollen bis 2014 bis zu 380 Zugbegleiter-Stellen wegfallen - wohl ohne Kündigungen, aber durch Nicht-Nachbesetzung des natürlichen Abgangs. Den Freibrief für "schaffnerlos" bekam die ÖBB im Oktober 2009 vom Verkehrsministerium. Null-Null-Fahrten, wie "schaffnerlos" im Fachjargon heißt, sind seither nur mit jenen Zügen untersagt, bei denen es technisch nicht möglich ist, etwa weil die Türsteuerung nicht modern genug ist.

Freier Zugang zu Abteilen muss möglich sein

Fahrgastvertreter fragen sich allerdings nach dem Railjet-Vorfall am Samstag, woran erkennbar ist, wann ein Zug überfüllt ist. "Wenn Wagenübergänge, Ein- und Ausgänge oder Fluchtwege verstellt oder Sprechstellen, Fluchtwege, Schaltschränke und Feuerlöscher nicht mehr zugänglich sind" , klärt ÖBB-Sprecher Hannes Gferer auf. Generell müsse der freie Zugang zu den Fahrgasträumen möglich sein, sonst hätten Rettungskräfte im Fall der Erkrankung eines Fahrgast keinen Zugang.

Das zu überprüfen wird insbesondere im Nahverkehr spannend. Denn in älteren Dieseltriebzügen, den so genannten Schienenbussen, ist schon jetzt nur mehr der Lokführer an Bord. Er kann den Führerstand nur durch den Fahrgastraum erreichen, hat sonst aber keine Verbindung zu den Insassen. Ist der Zug überfüllt, kommt auch der Triebfahrzeugführer aus seiner Kabine nicht heraus. In der ÖBB beruhigt man: Noch sei "P-Züge ohne Zub" nicht flächendeckend eingeführt. Eine genau definierte Zahl von Stehplätzen hat laut ÖBB übrigens nur der Nahverkehrszug des Typs "Talent" . Wer die Fahrgäste dort zählt und gegebenenfalls eingreift, ist freilich offen.

Behinderte müssten draußen bleiben

Spüren werden diese Entwicklung insbesondere Menschen mit Behinderung. Sie können in Niederflur-Züge wohl theoretisch ohne Hilfspersonal einsteigen, "bei Überfüllung sind Behinderte und Alte aber gewöhnlich die ersten, die draußen bleiben müssen" , sagt mit der Materie vertrautes Zugpersonal zum Standard. Hilfsdienste, üblicherweise von Zugbegleitern erbracht, fallen im Schaffnerlos-Betrieb weg. Kurzfristige Mobilität wird auf diese Weise empfindlich eingeschränkt. Denn die ÖBB ist nur verpflichtet, Hilfspersonal bereit zu stellen, wenn dies vom betroffenen Fahrgast drei Tage vorher offiziell angefordert wurde. (Luise Ungerboeck, DER STANDARD-Printausgabe, 5.7.2011)

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Pete Freedom
00
16.7.2011, 08:58
Westbahn neu

Im Dezember kommt das Privatunternehmen "Westbahn":
http://www.westbahn.at/
Da wird sich die ÖBB aber was einfallen lassen müssen.

Einige Schmankerl:
"Bei uns steigen Sie ganz einfach ein, mit oder ohne Ticket. Unsere Kundenbegleiter kümmern sich um alle Ihre Wünsche, ob Fahrschein, Essen oder sonstige Anliegen."

"Modernste Doppelstock-Triebzüge mit 500 komfortabel gestalteten Sitzplätzen bringen Reisende ohne Sitzplatzprobleme ans Ziel. Im Zug wird ausschließlich Erste Klasse Qualität geboten, die Preise orientieren sich am halben Preis der zweiten Klasse des Mitbewerbers."

Nur zur Info: Ich arbeite NICHT für die Westbahn!"

internetlady
10
Hinausgeworfen gehören die Oberbonzen

die die ÖBB zu dem gemacht haben, was sie jetzt sind!

Peter Hammer 06
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Den Herr vorm Walde, zuerst von Schwarz -Blau .....

...geholt und dann wieder gefeuert.
Oder Herrn Huber, das Liebkind von Schüssel?

sir osis of liver
 
00

der herr verm walde war doch "bestqualifiziert" hat es geschafft, die berliner verkehrsbetriebe zu ruinieren.

Peter Hammer 06
00
Was alles für Schüssel so "bestqualifiziert" war....

...Huber, vorm Walde, GRASSER,GEHRER u.u.u.
Ein Sittendrama .....

Sch.
11
jaja, die öbb *g*

...und jährlich grüßt das murmeltier bei der öbb! :-)
ich "genoss" 6 jahre öbb-langstreckenfahrten und muss sagen: danke, nie mehr wieder! bei den fahrten handelte es sich um einen regelmäßig wiederkehrenden wahnsinn!

der letzte leser
01
spacedakini
52

Nervensparen -> Mitfahrzentrale

Dilbert
22

und dann im Stau stehen

nosferatus3
41
ich lach mich schief

bei jedem beitrag von mir finde ich ein rotes stricherl.

Dilbert
17

Ihre Beiträge sind auch selten dämlich.

nosferatus3
32
da haben sie recht

selten schreibe ich was dämliches!

nosferatus3
52
finde ich unerhört

dass die p.t. fahrgäste sowenig rücksicht auf die unfähigkeit der oebb nehmen.

focus
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fängt ja damit an...

... daß viele pendler unbedingt in dem zug sitzen müssen, der ein paar min vorm ic fährt, nur weil sie damit wenige min schneller am ziel sind.
normalerweise fahren unmittelbar nach dem übergeordneten fv-zug weitere züge, die für pendler gedacht sind. es müßte endlich usus sein, pendler mit zeitkarten aus dem fv zu verbannen.

bzgl regionalverkehr: auch hier, z.b. meidling - liesing/mödling: die regionalzüge sind voll, die nachfolgende schnellbahn hätte genug kapazitäten.

waggons anhägen geht vielleicht halbwegs unkompliziert in meidling - an einem kopfbahnhof wie wien west wirds da schon schwerer. aber wenn man nichtmal fähig ist, 120 schüler nach vorangehender versuchter reservierung in einem zug zu transportieren, ...

gawi
 
03
Schon möglich,

nur sind die Anschlußzüge nicht mit der S-Bahn getaktet sondern mit IC oder REX.
Weiters ist nicht einzusehen, warum ich fürs gleiche Geld in der gefühlten 3. Klasse einer S-Bahn oder dieses unsäglichen Talents sitzen soll, wenn ich im bequemen Abteil eines IC oder den halbwegs erträglichen Sitzen des Wiesels sitzen kann.
Die Zeitersparnis ist ein weiteres, wobei die Fahrtzeiten von REX oder ähnlichen zwischen Meidling und Payerbach auch immer länger werden (10-15 Minuten Standzeit in Wr. Neustadt).

daBrandSatz
52
metternich lebt . . .

staatsgewalt --- gegen Bürger / Innen . . .

polizeieinsatz ! ... gegen bei den ÖBB`unErwünschte fahrgäste . . . die sooo gewerkschaftlich zwangsbeglückten mi(e)tArbeiter / Innen --- werden jetzt in indien eingeschult / überfüllte züge sind dort normalität ;-(((...

denn 6oo`dert millionen €uro verspekuliertes steuerzahlergeld... und bald 3`sig !!! m i l l i a d e n €uros schulden . . . lassen keinen -spiel`raum- für neuanschaffungen . . .

mit vorzüglicher verachtung ... an -diese- . . .

ps... bahn`chef berät regierung in wirtschaftlichen D I N G E N / LOL

Der kleine Lord
10
Semantisch und orthographisch ein Alptraum

aber im Kern sehr richtig!

Karl Bockerer
00
Auch der Alptraum ist ein Albtraum!

der letzte leser
20

Meine Damen und Herren,

Sie sehen das traurige Beispiel eines Effen, der seinen Kopfhelm und die Warnweste nicht getragen hat.

the hag o'hags (aka Esme Weatherwax)
01

...a sure sign of a diseased mind...

Dissident
 
68
Es gibt kein Naturrecht auf Disziplinlosigkeit.

Dieses aggressiv bis weinerliche Gesäusel von Leuten, die nicht einsehen wollen, dass auch in der Eisenbahn Regeln einzuhalten sind, ist anödend. Abgesehen davon, dass es vielen dieser Raunzer nur darum geht, den ÖBB eine "aufzulegen", sind ein erheblicher Teil dieser Poster unter Garantie keine regelmäßigen Eisenbahn-Fahrgäste. Irgendwann hatten sie vielleicht ein (hier unüberprüfbares) Negativ-Erlebnis, von dem sie glauben, es berechtigte sie, die gesamten ÖBB nieder zu machen. Ich habe auf der von mir vielbefahrenen Strecke Bischofshofen-Salzburg-Wien sehr gute Erfahrungen mit dem "fahrenden" Personal gemacht. Außerdem kommt ja eh bald der Herr Haselsteiner mit seiner "'Westbahn", dann können die Unzufriedenen ja wechseln.

Der kleine Lord
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Als täglicher ÖBB-Benutzer

weiß ich, dass die ÖBB egal ob innerhalb Wiens oder regional oder im Fernverkehr ein absoluter Zustand sind, der sich minütlich verschlechtert.

Einzelerlebnisse?? Die Bahn wird jedes Jahr von den "starken Reisetagen" überrascht und muss dann die Züge polizeilich räumen lassen und zahlende Fahrgäste versäumen dadurch ihren Anschluss.

Es wäre an der Zeit, endlich die Chefetagen polizeilich räumen zu lassen und dort endlich Leute hinzusetzen, die ein Hirn im Schädel anstatt eines Parteibuches in der Tasche haben!

grandia
06
öbb-personal ...

an denen liegt es nicht unbedingt, dass einige reisende unzufrieden sind!

es liegt vielmehr an den reisenden selbst!

ein beispiel für ihre strecke auch wenn die linie falsch ist:

bischofshofen-salzburg-wien ...

ich bin oft beim bruder in wr.neustadt und fahre gerne mit der bahn. auf dem rückweg steige ich mit 2 kindern in den zug der eigentlich nicht vollbesetzt ist - wo es aber keine sitzmöglichkeit mehr gibt!!?

wieso? nur weil irgendwelche wahnsinnigen touristen sich einbilden ihre 27 koffer und rücksäcke auf den sitzplätzen aufzustellen? da kommt es schon öfters vor das in einem 4er platz nur 1 oder 2 sitzen und rundherum lauter gepäck. ich habe auch für die bahnkarte bezahlt und möchte mich hinsetzen!

derchad
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Dieses Erlebnis hatte ich auch schon öfters ... nach kurzer Nachfrage war aber bisher noch jeder bereit seinen Koffer, Tasche oder was auch immer hinauf in die dafür vorgesehen Ablage zu legen ... man muss halt nur den Mund aufmachen und mit den Mitreisenden reden ...

grandia
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mund aufmachen?

wie wärs mit gehirn einschalten und an andere reisende denken?

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