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Der Park in Dornbach wurde nach Josef "Pepi" Kaderka (1910 bis 1993) benannt. Er war Musiker und Textdichter zahlreicher Wienerlieder. Wo jetzt die Jugendlichen kicken, wird ab 2011 gegärtnert.
Für Angelika Neuner, Projektkoordinatorin des Gemeinschaftsgartens Hernals, ist es wichtig, dass die Fußballer miteinbezogen werden - Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer habe ihnen schon als Ersatz ein Fußballtor versprochen.
Der Rest des 5.300 Quadratmeter-Parks wird in seinem ursprünglichen Zustand bleiben. Das kupierte Gelände dient als BMX-Bahn und ganz hinter der letzten Baumreihe befindet sich noch ein Spielplatz.
Der Josef-Kaderka-Park im 17. Wiener Gemeindebezirk ist ein Kleinod, so klein, dass man meint, man müsse gar nicht hinein, auch wenn man schon zweieinhalb Jahre am anderen Ende der Alszeile wohnt. Beim Spazierengehen in Richtung des wohl städtischesten Weinbergs in Neuwaldegg hat man wohl schon den einen oder anderen Blick hineingeworfen, ist aber dann weiter zum Himmelmutterweg und manchmal sogar auf den Schafberg - aber der Kaderka-Park?
5.300 Quadratmeter misst der Grünbereich, der sich länglich dahin zieht und so etwas wie eine überdimensionale Verkehrsinsel zwischen Alszeile und Vollbadgasse bildet. Zum Glück ist das Einbahnsystem dort so gestaltet, dass sich praktisch nur Anrainer, Verirrte und Radfahrer am Verkehr beteiligen. Von außen wirkt der Kaderka-Park, der erst am 24. September 1999 eröffnet wurde, recht unspektakulär, aber im Inneren entpuppt er sich als angenehme Grünoase.
Gemeinschaftsgarten auf 1.000 Quadratmeter
Die Attraktivität des Parks soll nun durch ein Naturraumprojekt zusätzlich gesteigert werden. Im obersten Zipfel ist auf einer Fläche von etwa 1.000 Quadratmetern der Gemeinschaftsgarten Hernals im Entstehen. Wo jetzt Jugendliche aus der Nachbarschaft kicken und dabei Parkbänke als Tore verwenden, sollen ab nächstem Jahr Gemüse, Kräuter und Blumen sprießen. Rund 25 private Beete werden zur Verfügung gestellt, dazu gibt es Gemeinschaftsflächen, die kollektiv gehegt und gepflegt werden müssen.
Die Umsetzung des Projekts beginnt im September mit dem Anlegen der Beete. Bereits jetzt liegen Bewerbungslisten für die Beete aus, die dann per Losentscheid verteilt werden. Die offizielle Eröffnung soll im nächsten Frühjahr stattfinden. Wobei gerade bei der Vergabe einiger Beete auch "positiv diskriminiert" würde, wie es Projektkoordinatorin Angelika Neuner vom Verein Gartenpolylog ausdrückt: "Die GärtnerInnen sollten der Zusammensetzung der Wohnbevölkerung von Hernals entsprechen - zusätzlich werden Beete an Organisationen für therapeutische und pädagogische Zwecke angeboten, etwa dem Nachbarschaftszentrum Hernals."
Kein Wettzüchten wie im Schrebergarten
"Der Gemeinschaftsgarten soll eben kein Schrebergartenprojekt sein", betont Neuner, "sondern ein Anreiz dafür, dass sich Menschen in der Gesellschaft engagieren - wir wollen sozusagen Sozialkapital aufbauen." Der Grund, warum sich die Projektleiterin so sicher ist, dass diese Ansprüche im Kaderka-Park erfüllt werden, liegt rund zwei Kilometer entfernt und heißt Nachbarschaftsgarten Heigerlein. Vor vier Jahren wurde auf einem ehemaligen Grünstreifen entlang der Vorortelinie S 45 in Ottakring (am Ende der Steigung zur Seeböckgasse) ein Gemeinschaftsgarten angelegt, der bis heute als Vorzeigeprojekt gilt (siehe Bericht).
Daher können sich die Verantwortlichen auf Erfahrungswerte verlassen, z.B. welche Grundbedürfnisse unbedingt erfüllt werden müssen: "Ein wesentliches Anliegen ist, dass Kinder Grünraum und im weiteren Sinne Natur kennen lernen. Ein weiteres dass wir Bewohnergruppen eine Chance für soziale Kontakt ermöglichen." Und natürlich komme es in einem Gemeinschaftsgarten auch manchmal zu Konflikten. Daher bietet der Verein Gartenpolylog am Anfang in solchen Situationen Kompromissvorschläge an oder vermittelt zwischen den Parteien. "Aber langfristig sollen die Menschen die Fähigkeit erwerben, ihre Konflikte auch wieder selber anzugehen, ohne unbedingt einen Mittler zu brauchen", so Neuner.
Stadt wünscht sich Feste für die Öffentlichkeit
Neben Neuner arbeiten am Projekt Gemeinschaftsgarten Hernals noch ihre Gartenpolylog-Kollegin Agnes Kläring sowie der Verein wohnpartner 17_18_19 (Christoph Krepl bzw. Andrea Rosenberg). Von den wohnpartnern (Nachbarschafts-Service im Wiener Gemeindebau) stammt die ursprüngliche Idee für den Grünraum. Die Stadt Wien unterstützt Projekte wie jenes im Kaderka-Park mit einer Förderung von 3.600 Euro. Allerdings muss die Bezirksverwaltung zuerst ihre Zustimmung geben. Außerdem wünscht sich die Stadt, dass Feste für die Öffentlichkeit im Gemeinschaftsgarten veranstaltet werden. Die Umbauarbeiten werden vom Bezirk und von der MA 42 (Stadtgartenamt) finanziert.
Neben der Finanzierung sind auch viele Gespräche mit den Anwohnern nötig, wie Projektkoordinatorin Neuner bestätigt: "Etwa mit den Burschen, die genau auf dem Platz des zukünftigen Gartens Fußball spielen." Aber bei der ersten Info-Veranstaltung Ende Juni habe sich Ilse Pfeffer, Bezirksvorsteherin von Hernals, spontan bereit erklärt, für die Jugendlichen ein Tor aufstellen zu lassen. Seither finden es die Möchtegern-Messis gar nicht so schlecht, dass sie weiter in die Parkmitte rücken müssen - beim derStandard.at-Lokalaugenschein haben sie gleich noch einen Wunsch zu deponieren: "Einen höheren Zaun, damit der Ball nicht ständig hinausfliegt."
Zäune für die Versicherung
Auch rund um den Gemeinschaftsgarten Hernals wird ein eigener Zaun aufgestellt werden - hüfthoch, mit Eingangstor zum Zusperren. Was weniger ausgrenzlerische als versicherungstechnische Gründe habe, wie Neuner erläutert: "Die Stadt Wien als Eigentümer übernimmt nur die Haftung für die großen Bäume. Daher müssen wir eine Versicherung abschließen und das Gelände abgrenzen." Beim "Versperren" verlasse man sich auf die Erfahrungen aus dem Heigerlein-Park. "Zugesperrt ist prinzipiell nur in der Nacht. Untertags ist sehr oft offen, weil meistens eh jemand im Garten ist", berichtet Neuner.
Auch dem Thema Vandalismus kann die Projektkoordinatorin mit einem Schmunzeln begegnen. "Im Heigerlein-Garten hatten wir noch keinen einzigen Fall. Lediglich einmal hatten Kinder die Steine von einer Kräuterspirale genommen und damit etwas Anderes gebaut. Wir haben die Steine dann einfach ersetzt." Übrigens: Die nächste Info-Veranstaltung zum Gemeinschaftsgarten Hernals, bei der auch Listen zum Eintragen aufliegen, findet am 15. Juli von 15 bis 19 Uhr im Josef-Kaderka-Park statt. (Martin Obermayr, derStandard.at, 5.7.2011)
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ver******* Vol***** ist für solche Dummheiten verantwortlich?
Der Park ist in der ganzen Gegend der einzige, in welchem man noch etwas kicken kann, Federball spielen kann oder sonst wie herumblödeln.
Und gerade der Platz oben am Eck war dafür sehr gut, weil der Rasen wg. der Bäume eh immer hin is un ddie herrlich Schatten spenden...
Meine Güte, manche Städter sollte man entmündigen.
die Privatisierung der öffentlichen Flächen, bzw die Aufteilung unter Freunderln hat eine schlechte Optik! Wiedermal muss eine öffentliche Grünfläche weichen! Aber Achtung, dort stand eine stinkende Chemie- oder Lackbude bis in die 70er- Jahre!
seit 2 Jahren müssen die Kinder fürs Kicken auf der Marswiese zahlen. Jetzt kommt auch noch diese freinutzbare Fläche weg. Und das in einer Gegend , die vor Grünflächen und Schrebergärten wimmelt. Aber dort in den Schrebergärten sind die Kinder auch nicht erwünscht, weil zu laut! Besser wir sperren sie zu Hause ein und lassen sie Computer spielen, die gibts ja auch schon mit animierter Bewegung!
MEHR PLATZ FÜR KINDER UND JUGENDLICHE!
Ich war als Kind schon dort, der Kinderspielplatz und die Flächen zum Fussballspielen und rumtollen waren herrlich. Mein Großvater hatte daneben einen Schrebergarten in der angrenzenden Siedlung. Vielleicht sollte man diese Kleingartenparzellen dazu nutzen, Beete zur Verfügung zu stellen und nicht an die Pächter zu verkaufen, damit die dort ihre Minivilla hinstellen.
...die man mit Zäunen und Blumenbeeten verbauen kann?
Es gibt nämlich noch eindeutig zu viele Kinder, die auf Wiesen spielen. Wird Zeit, dass sie dort von grantigen Omas zusammengeputzt werden, die ihre Geranien verteidigen, wenn sie ihnen beim Unkraut jäten nicht artig zuschauen.
<Zynismus aus>
Soweit ich weiß, gings beim Urban Gardening eigentlich nicht darum, Parks in Parzellen aufzuteilen, sondern um ungenutzte Flächen zu nutzen.
Aber was solls. Wir verschenken ja auch Flächen in Erholungsgebieten an Schnorrer, die ihren Wohnwagen lieber gratis außerhalb von Campingplätzen parken.
hatte ich auch eine kleine, 18m²-Parzelle.
Es war echt lustig, noch heute treffe ich Leute, die ich damals kennengelernt haben. Es gab übrigens dort 60 Parzellen.
Es war übrigens erstaunlich, wie viel man von so einer kleinen Parzelle ernten konnte.
hey, auch ich hatte dort meine parzelle - kultig war der altehrwürdige "graf" mit seinen über 50 unterschiedlichen paradeisersorten - ich liebte meine parzelle mit radieschen, erbsen, salate, kürbise, etc. mitten in der stadt zwischen touristen aus aller welt
.. was das für eine Chemiefabrik war am Spitz zwischen Alszeile und Vollbadgasse? Was da noch alles vergraben sein mag? Die Ruine war bist in die 70/80er-Jahre des vorigen Jahrtausends noch als waldreben-überwuchertes Gemäuer zu sehen. Irgendwann wars dann weg. Planiert.
--> dort nachsehen
http://tinyurl.com/6jd4dn3
...dass eine echte unverpflanzte, fußball-geeignete Wiese für Omas verpflanzt wird, nur damit die sich dann ihre Geranien ziehen können.
Oder glaubt ernsthaft wer, dass sich die Kinder aus der Umgebung an jedem schönen Nachmittag kommen, um die Kräuterbeete zu bewundern?
Kinder brauchen FREIRAUM, und keine hyperorganisierten Pflanzbeete. Wurscht, ob das ein Barockgarten a la Schönbrunn ist, oder ein Schrebergartenprojekt.
Und nebenbei für Ortsunkundige:
Hier wird NICHT eine ungenutzte Abbruch-Fläche genutzt! Hier wird ein offener belebter Park, in dem täglich zig Kinder spielen, mit Zäunen und Privat-Beeten VERBAUT!
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