Verkehr

Intelligente Software zur Stauvermeidung

4. Juli 2011, 15:34

Linzer Prototyp derzeit testweise im Einsatz

Linz - Wissenschafter der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz haben eine Software für Einsatz- und Leitzentralen entwickelt, die helfen soll, Staus zu verhindern. Sie sagt eigenständig potenziell kritische Situationen im Straßenverkehr vorher und liefert Vorschläge, diese zu vermeiden. Das Projekt "BeAware!" wird von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FIT-IT Semantic Systems) mit insgesamt 430.000 Euro gefördert, berichtete die JKU in einer Presseaussendung am Montag.

Der Computer verknüpft Verkehrsinformationen aus unterschiedlichen Quellen wie Stausensoren, Nachrichten, Baustellen- und Veranstaltungsinformationssystemen zu einem Verkehrslagebild und errechnet mögliche kritische Situationen. Damit würden die Verkehrsleitzentralen entlastet, denn aufgrund der steigenden Informationsflut sei es immer schwieriger, den Überblick zu bewahren, hieß es in der Aussendung.

Kooperation

Zurzeit werde der Prototyp mit Originaldaten des Unterstützers Asfinag betrieben und sei testweise im Einsatz, so Wieland Schwinger vom Institut für Telekooperation der JKU. Schwinger hat "BeAware!" mit Werner Retschitzegger vom Institut für Bioinformatik und Norbert Baumgartner von der kooperierenden team Communication Technology Management GmbH sowie den jeweiligen Teams entwickelt. In etwas mehr als zwei Jahren sei der jetzige Stand erreicht worden. Die team GmbH will das Projekt bis Herbst 2012 zum operativen Einsatz bringen, so Baumgartner. Auch mögliche Einsätze im Schienenverkehr und für Blaulichtorganisationen würden geprüft.

Ein Beispiel

Die Brocken "Tunnel", "Tagesbaustelle" und "Fußballspiel" in zeitlich-räumlicher Relevanz lassen das System zum Beispiel vor einem "Stau innerhalb eines Tunnels" warnen. Es schlägt auch Handlungsalternativen vor. Dazu würden die Maßnahmen benutzt, die bei der Asfinag zur Verfügung stehen, so Schwinger. Im konkreten Beispiel wären das etwa die Aufhebung der Tagesbaustelle oder die Umleitung durch Wechselverkehrszeichen, um den Stau von vornherein zu vermeiden.

Ein Folgeprojekt mit dem Ziel, Lagebilder für den urbanen Raum verkehrsträgerübergreifend zu unterstützen, sei auf Schiene. Kooperationspartner seien die Stadt Linz (Stadtentwicklung), die Linz Linien AG, das Verkehrsreferat des Stadtpolizeikommandos sowie die Asfinag, hieß es in der Aussendung. (APA)

stolmich
00
20.7.2011, 12:14
Ganz einfach: WENIGER BAUSTELLEN!

vor allem im Sommerurlaub. Ich bin zwar Öffifahrer, aber es nervt trotzdem, wenn baustellenbedigt Bushaltestellen ohne Ankündigung verlegt werden, so gesehen in Villach Rannerweg. Es wird zu oft der Asphalt aufgerissen, zugeschüttet und von der nächsten Firma, egal ob Strom-, Gas-, oder Telefonleitungen verlegt werden. Die erste Firma soll den Aspahlt aufreißen, die letzte, die an dieser Baustelle zu tun hat, soll alles zumachen. DAS ist ein echtes Unding.

Franz Stefan
00
14.7.2011, 22:50
Das funktioniert vermutlich überall

... nur in Österreich nicht.
Gegen die Dummheit vieler Österreicher im Verkehr ist kein Kraut gewachsen, und wird auch keine Software helfen.

Es sei denn, wir haben überall Section Control, Abstandsauswertung, Kameras zum Erkennen von fahrenden Telefonierern und bei Dunkelgelb in die Kreuzung Einfahrenden, etc.
Dann braucht es nur noch eine SW, die automatisch die Strafen vom Konto abbucht.

sleepyc
00
Nicht schlecht, der Ansatz, wenn auch nicht

wirklich umwerfend revolutionär.
Wenn man das jetzt mit kommunizierenden Navi's (o.ä.) kombiniert - und den Menschen die Lenkräder aus der Hand nimmt - könnte etwas wirklich Gescheites dabei rauskommen...

Ruth Schlabbeeritzka-Pangl
00
Intelligent

Solange in einem Gutteil der Autos unkonzentrierte Hiasl'n sitzen, die alles andere mehr interessiert als das Verkehrsgeschehen auf ihrer Fahrspur (der Klassiker: "Stau auf der Gegenfahrbahn durch Schaulustige"), solange wird kein System intelligent genug sein, dieses Manko wettzumachen.

Allmächtiger Satan
11

Was hilft Intelligenz in Ampeln, wenn die Dummheit an den Lenkrädern klammert? Der Mensch muss weg vom Lenkrad.

Michael B
00
Wozu dann noch eine einzige Straße bauen,

wenn man so die Staus vermeiden kann?
Warum hat man das nicht ausprobiert, BEVOR man die zweite Tauernröhre gegraben hat??

Keyser
00

Kommt alles noch. Es gibt ja schon einige Entwicklung hin in diese Richtung. Vllt. fahren also schon bald die Autos von alleine von A nach B, und die Fahrer sitzen gemütlich drin, in den Karossen, um die Aussicht zu genießen. ;)

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