Veröffentlichung soll Transparenz schaffen und aufzeigen, wie und welche Daten erfasst werden
Microsoft hat Teile des Quellcodes seines WLAN-Scanners veröffentlicht. Mit der Software sammelt der Konzern Informationen über WLAN-Hotspots. Die von Microsoft losgeschickten Fahrzeuge sammeln Daten über Handymasten und WLAN-Hotspost, um lokale Dienste wie die von Windows Phone 7 oder der Suchmaschine Bing zu verbessern. Angetrieben durch die Kritik von Datenschützern hat Microsoft beschlossen, den Sourcecode seines WLAN-Scanners freizulegen.
Transparenz
Reid Kuhn, Partner Group Manager des Windows Phone Engineering Team, erklärt in einem Blogeintrag: "Es gibt weiterhin ein großes öffentliches Interesse dafür, wie und warum Unternehmen Informationen über WLAN Hotspots sammelt." Mit der Offenlegung des Quellcodes auf der MSDN-Website will man mehr Transparenz schaffen und aufzeigen, wie und welche Daten gesammelt werden. Gleichzeitig soll widerlegt werden, dass personenbezogene Informationen erfasst werden.
"Managed driving"
Das Prozedere des Datensammelns selbst bezeichnet Microsoft als "managed driving". Eine bis Mai eingesetzte Methode, neben der Standort-Speicherung auch "unique device identifiers" für Windows Phone-Geräte zu speichern, wurde inzwischen eingestellt.
Auch die Konkurrenten Apple und Google standen wegen Standort-Datensammlung im Visier der Datenschützer. Android-Nutzern steht nun die Option zur Verfügung, die GPS-Funktion und Speicherung von Informationen zu deaktivieren. Apple räumte ein, dass die von ihnen eingeholten Daten verschlüsselt und
anonym seien.
Google Street View Aufruhr
Google Street View Autos sorgten 2010 für Aufsehen, als bekannt wurde, dass sie erheblich mehr Informationen mitgeschnitten haben als ursprünglich angegeben. Unter den Daten befanden sich auch Passwörter und E-Mail-Auszüge. (ez, derStandard.at, 04. Juli 2011)