Halbjahresbericht

Bereits elf getötete Kinder im Straßenverkehr

5. Juli 2011, 15:13
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    foto: dpa/führer

    245 Menschen sind im ersten Halbjahr 2011 bei Verkehrsunfällen auf Österreichs Straßen getötet worden, darunter elf Kinder.

Im Vergleich waren 2010 bis Ende Juni fünf Kinder gestorben - In der EU ist die Zahl der Verkehrstoten um elf Prozent zurückgegangen

Wien - 245 Menschen sind im ersten Halbjahr 2011 bei Verkehrsunfällen auf Österreichs Straßen getötet worden, so die am Montag veröffentlichte vorläufige Unfallstatistik des Innenministeriums. Das entspricht einem leichten Rückgang von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr (250 Tote). Mehr als die Hälfte der Getöteten (55 Prozent) sind Pkw-Lenker oder -Insassen (134 von 245). Die zweitgrößte Gruppe sind Fußgänger (42 Tote, 17 Prozent), gefolgt von Motorradfahrern (35 bzw. 14 Prozent), Radfahrern (14 oder sechs Prozent), Mopedfahrern (zehn oder vier Prozent) und Lkw-Lenker oder -Insassen (acht oder 3,5 Prozent).

Anstiege gab es hauptsächlich bei den motorisierten Zweiradfahrern. Zu den am meisten gefährdeten Personengruppen zählen Jugendliche zwischen 15 und 26 Jahren mit 50 Getöteten (die Zahl ging allerdings im Vergleich zum Vorjahr zurück) und ältere Personen über 60 Jahre mit 74 Getöteten (2010: 76). "Diese Zahl stagniert auf hohem Niveau", sagte Otmar Bruckner vom Verkehrsdienst im Innenministerium.

In den ersten sechs Monaten des heurigen Jahres sind elf Kinder im Alter von null bis 14 Jahren getötet worden (2010: fünf). Sechs davon starben im Pkw, vier als Fußgänger und eines davon beim Radfahren. Sechs Personen kamen bisher auf einem Schutzweg (2010: acht) ums Leben, acht an Eisenbahnkreuzungen bei Kollisionen mit Zügen (2010: fünf), fünf Menschen verunglückten in Tunnelbereichen (2010: vier) tödlich.

Bundesstraßen am gefährlichsten

Die meisten tödlichen Unfälle ereigneten sich auf ehemaligen Bundesstraßen (105 Todesopfer) und Landesstraßen (71 Tote) - dort gab es laut Innenministerium auch deutliche Steigerungen. Auf Autobahnen und Schnellstraßen starben im ersten Halbjahr 33 Menschen.

Mehr Todesopfer als im Vorjahr gab es in den Bundesländern Niederösterreich, Vorarlberg, Tirol und Burgenland. In den anderen Ländern sind die Zahlen 2011 gesunken. Deutlich zurückgegangen sind Geschwindigkeitsunfälle, ihr Anteil am Unfallgeschehen lag bei 25,5 Prozent (in den Jahren davor lag dieser Wert immer bei mehr als 30 Prozent), alle anderen Ursachen (Alkohol, Überholen, Unachtsamkeit etc.) haben zugenommen. Die Unfallverursacher verfügen laut Analysen über gute Ortskenntnisse (84 Prozent), was bedeutet, dass die Unfallstellen im regionalen Nahbereich (bis zu 50 Kilometer) der Verursacher liegen.

Die Unfälle sind von Jänner bis April dieses Jahres um 3,2 Prozent gesunken, die Zahl der dabei Verletzten um 4,3 Prozent. Die unfallträchtigste Jahreszeit hat aber erst begonnen: In den Sommermonaten ereignen sich laut Innenministerium aufgrund des starken Reiseaufkommens die meisten Unfälle im Jahr. Auch die Zahl der Todesoper erreicht im Sommer den Höchststand.

EU-weit elf Prozent weniger Verkehrstote

Die Zahl der Verkehrstoten in der EU ist im Jahr 2010 um elf Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Wie die EU-Kommission am Dienstag mitteilte, verzeichneten Luxemburg (minus 33 Prozent), Malta (minus 29 Prozent), Schweden und die Slowakei (jeweils minus 26 Prozent) die stärksten Rückgänge. In Österreich reduzierte sich die Zahl der Verkehrstoten 2010 um 13 Prozent, gegenüber dem Jahr 2001 sogar um 42 Prozent.

In absoluten Zahlen gibt es die meisten Verkehrstoten in Griechenland und Rumänien, wo auf eine Million Einwohner 116 bzw. 111 Verkehrstote kommen. Dagegen verzeichnet Großbritannien mit 31 Verkehrstoten bezogen auf eine Million Einwohner den niedrigsten Wert. In Österreich kommen auf eine Million Einwohner 66 Verkehrstote, im Jahr 2001 waren es noch 119. In der gesamten EU ging die Zahl der Todesopfer auf den Straßen seit 2001 um 43 Prozent zurück.

Grenzüberschreitende Verfolgung von Verkehrsstrafen

EU-Verkehrskommissar Siim Kallas äußerte die Erwartung, dass das Europaparlament am morgigen Mittwoch einem Vorschlag zur grenzüberschreitenden Verfolgung von Verkehrsstrafen zustimmt. Damit sollen erstmals in der gesamten EU die vier großen "Killer" - Geschwindigkeitsüberschreitungen, Fahren trotz roter Ampel, Fahren ohne Sicherheitsgurt und Trunkenheit am Steuer - europaweit geahndet werden können. "Ein Fahrer im Ausland begeht dreimal eher ein Verkehrsdelikt als ein Fahrer zu Hause", sagte Kallas. Nach Angaben der EU-Kommission gehen 15 Prozent von Geschwindigkeitsüberschreitungen auf das Konto ausländischer Raser. (APA)

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Ravenspower
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26.8.2011, 06:12
Die Bilanz ist nicht so übel

so lange der motorbetriebene verkehr von menschen gesteuert wird - wird es immer tote geben. unfälle sind unvermeidbar. die bilanz also hier ist nicht so schlecht, wenn man bedenkt wieviele autos tagtäglich auf der strasse sind.

null tote im strassenverkehr wird es eventuell in hundert jahren geben. dann werden die autos selbst fahren und via sensoren/gps gesteuert werden.

vallis rosarum
 
23
Aber wehe ich fahre auf einer Landesstraße nur 80-90

(statt erlaubter 100 km/h) oder im Ortsgebiet nur (!) 40-45 km/h (statt 50): Da wird gedrängelt und gehupt, von Leuten, die ansonsten umgängliche Mitbürger sind.

Fazit:
Autofahren kann temporär Intelligenz und soziales Verhalten ernsthaft beeinträchtigen.

Wittgenstein
02
Bereits elf Kinder im Straßenverkehr getötet

sollte es wohl heißen.
Oder sind die elf getöteten Kinder weiterhin im Straßenverkehr?

atomkraft neindanke
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die Schutzbestimmungen für die schwachen VerkehrsteilnehmerInnen sind verbesserungswürdig!

ja,schon traurig, wenn einem da nur einfällt, dass die Syntax im Titel nicht stimmt!
245 Menschen sind in nur 6 Monaten gestorben, weil sie von A nach B wollten, das ist doch sehr viel! u es passiert sozusagen vor der Haustüre!

Abgesehen vom Alkohol, 1 Baum da u. dort + der überhöhten Geschwindigkeit, Glatteis u Wildwechsel, ist mit großer Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass Autolenker andere Autolenker u Insassen, zu Fußgehende u Radfahrer durch Fehlverhalten getötet haben. daher die Ursache für das Ableben dieser 245 Menschen liegt einerseits im Fehlverhalten von Menschen anderseits aber auch im Gewicht des Gefährts!
es ist nicht mehr zeitgemäß sich mit Tonnen fortzubewegen! Radler können zwar nerven, aber niemanden überrollen

Der Spinner gibt das Multistriken nicht auf
03
"vier großen "Killer"

"Fahren ohne Sicherheitsgurt " gehört zu den vier großen Killern?

Nichtraucherschutz
42

Fahren vielleicht nicht, aber der unmittelbare Stopp, wenn es kracht und Sie sind nicht angegurtet.
Aber Sie denken wahrscheinlich das wäre eines der letzten großen Abenteuer, genauso wie das Rauchen.
Sie dürfen natürlich beides!

Der Spinner gibt das Multistriken nicht auf
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Verzichte dankend auf Ihre Erlaubnis.

Auch bei diesem Thema bekommen Sie nicht mit, wie versucht wird die Menschen zu manipulieren und bevormunden.

Der Staat hat kein recht mündige Bürger vor sich selbst zu schützen. Ob ich angegurtet bin oder nicht geht nur mich etwas an.

Mathias
 
02
Ob ich angegurtet bin oder nicht geht nur mich etwas an.

Gehen Sie mal nach Bad Häring ins Rehabilitationszentrum, das ist eine Reha-Klinik, wo viele Unfallopfer sind. Da sind einige, die werden ihr Leben lang gelähmt bleiben, weil sie nicht angegurten waren ... aber vielleicht haben Sie ja Glück ...

Zitronenbaum
03

Nur, was ist bei unmündigen?
Ich weiß ja nicht, ob du Kinder hast, aber vermutlich hast du keine Lust darauf, dass selbige durchs Fenster fliegen - das passiert nämlich schonmal, wenn ein Kind am Rücksitz nicht angeschnallt ist. /:
Klar, bevormunded wird man schon, aber ganz ehrlich: Bevor du dir am Lenkrad bei einem Unfall die Rippen in die Lunge jagst, schnallst du dich doch schon lieber an, oder? (Und jetzt kein Wort von wegen "ich hab schon keinen Unfall", denn reinfahren kann einem immer einer)

Erstversuch
00
Ich sehe der Unterschied eigene entscheidung<-> Entscheidung des Staates

ist für den gestandene Österreicher gar nicht mehr denkbar

Chocoholic
22
es ist Deine Entscheidung, wenn Du dann auch fuer die Folgen aufkommst.

nachdem jedoch Deine Nachbehandlung und moegliche lebenslange finanzielle Unterstuetzung von der Allgemeinheit zu tragen ist und es sich gezeigt hat, dass Gurt tragen die Verletzungen reduziert, hat die Allgemeinheit sehr wohl das Recht, von Dir im Sinne der Gemeinschaftsgerechtigkeit zu verlangen, dass Du einen Gurt traegst. Wenn Du unverarbeitete Probleme mit Autoritaeten hast, dann solltest Du im Sinne eines fairen Zusammenlebens moeglicherweise schon daran arbeiten und nicht alle anderne dafuer verantwortlich machen.

Erstversuch
00
D.h. dadurch daß der Staat meine Gesundheitskosten übernimmt hat er automatisch meine Recht auf freie Entscheidungen bekommen

Wer zahlt schafft an?. Wenn Sie wollen daß Leute die keine Gurt beim Autofahren tragen und dann in einem Unfall verletzt werden die Kosten selber tragen ok.
Wenn Sie Selbstbehalte bei ALLEN Gesundheitsleistungen wollen auch ok ( allerdings werde ich mir dann auch von meinem Geld daß monatlich abgezwackt wird ein Gutteil behalten).
Ich habe kein Problem mit Autorität nur mit angemasster, der Staat hat nicht alle Dinge zu regeln, das fordern nur
a) Leute die Angst vor Verantwortung haben
b) Leut die sich in dem bestehenden Verwaltungssumpf bereichern wollen.

Chocoholic
00
Das heisst: wenn Du ein Problem damit hast, dass Gesetze wie z.B. Anschallen in einem Parlament beschlossen werden,

zu einem hier gezeigten Ansatz, wuerd ich Mal das Autoritaetsproblem, unter dem Du leidest, naeher untersuchen lassen. Nicht mehr und nicht weniger. Und bitte bei Unfall so gering wie 30 kmh das Hirn vom Lenkrad selbst runterkratzen.

Erstversuch
00
11.7.2011, 09:57
Ich tippe auf b)

Tethys
33
Der Staat hat kein recht mündige Bürger vor sich selbst zu schützen.

Bei so Geistesgrößen wie Ihnen MUSS der Staat Sie vor sich selbst schützen. Sie sind ja offensichtlich nicht dazu in der Lage.

Der Spinner gibt das Multistriken nicht auf
01

Im Gegensatz zu Ihnen benötige ich keinen Sachwalter.

der_kleine_pariser
 
12

Nur, wenn Sie den evtl. nötigen Spitalsaufenthalt selber zahlen würden.

Ansonsten ist sehrwohl die Gemeinschaft daran interessiert, dass Sie einen Unfall unbeschadet überleben.

Der Spinner gibt das Multistriken nicht auf
00

Bei Verletzungen wegen Nichtanlegen des Gurtes bekommen Sie durch das Gericht in der Regel ein Mitverschulden.

Das Mitverschulden führt zu einer Regressforderung der Krankenversicherung.

Machen Sie sich doch vor dem Posten schlau.

Ensprechenden Link mit diesbezüglicher Auskunft von derZüricher Versicherung habe ich etwas unterhalb gepostet.

Nullzeiger
10
12.7.2011, 08:52
ja genau

kein gurt - arbeitsunfähig - und dann soll die krankenkasse was holen ... ganz genau. hab' ich weiter oben was von mündig aus ihrer "feder" gelesen?

der_kleine_pariser
 
00

Die private Zusatzversicherung zahlt nicht.

Die öffentliche Krankenversicherung zahlt sehrwohl.

Hamstray
01

wer den Unfall nicht überlebt verursacht sowiso weniger Spitalskosten.

Der Spinner gibt das Multistriken nicht auf
40

Sie sind ahnungslos.

Wenn ich verletzt würde, weil ich nicht angegurtet war, kann die Versicherung bei mir regressieren --> ich müßte den ev. nötigen Spitalsaufenthalt selber zahlen.

Sonst noch Fragen?

der_kleine_pariser
 
10

Unsinn. Die GKK oder was auch immer ihre Krankenversicherung ist, bezahlt selbstverständlich Ihren Aufenthalt.

Der Spinner gibt das Multistriken nicht auf
00

Und fordert bei Mitverschulden zurück.

Informieren vor dem Posten und nicht mit Halbwisssen blamieren.

Nichtraucherschutz
32

Spätestens wenn Sie nach einem schweren Unfall und Querschnittslähmung mittellos dastehen zahlt wieder das Sozialsystem, aber normalerweise zahlen die Versicherungen auch alle Heilbehandlungen.

Es ist wie beim Rauchen, Ihren Lungenkrebs oder Herzinfarkt zahlt die Allgemeinheit

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