Beisetzung in Wiener Kapuzinergruft

4. Juli 2011, 11:48

Am 16. Juli - Auch verstorbene Frau Habsburgs findet in Kaisergruft letzte Ruhe - Vier Requien geplant - Herzbestattung in Ungarn

Wien - Der verstorbene Sohn des letzten regierenden Kaisers von Österreich, Otto von Habsburg, soll nach seinem Tod nach Wien zurückkehren. Nach einem Requiem im Wiener Stephansdom am 16. Juli werde der Verstorbene in der Kapuzinergruft, der Kaisergruft der Habsburger, beigesetzt, bestätigte Kardinal Christoph Schönborn am Montag in der "Kathpress". Auch die im Februar 2010 verstorbene Frau Habsburgs, Regina, soll ihre letzte Ruhe in der Kapuzinergruft finden.

Das Requiem und Beisetzung seien "für Österreich ein historischer Moment" und es tue dem Land gut, so Schönborn, "im Gebet und in Dankbarkeit an diesen großen Habsburger zu denken".

Es seien für den Kaisersohn insgesamt vier Requien geplant, zitierte die deutsche Nachrichtenagentur dpa eine Sprecherin des Hauses Habsburg: Am Samstag in Pöcking, am kommenden Montag in München, am Mittwoch darauf im österreichischen Wallfahrtsort Mariazell und schließlich am Samstag in Wien. Im Anschluss daran würden dann beide Särge in der Kapuzinergruft beigesetzt.

Herzbestattung in Ungarn

Der Leichnam und das Herz sollen getrennt bestattet werden. Das Herz des Sohnes des letzten österreichischen Kaisers werde im ungarischen Kloster Pannonhalma beerdigt, sagte der Biograf von Habsburgs, Stephan Baier, der dpa in Wien. Dies entspreche der Tradition der Familie, in der es stets eine eigene Herzbestattung gegeben habe. Habsburgs Sprecherin Eva Demmerle sagte, dass die Herzbestattung am 17. Juli stattfinden werde, einen Tag nach der Beisetzung Habsburgs in der Wiener Kapuzinergruft.

Pannonhalma liegt südlich der westungarischen Stadt Györ. In der Nähe des Benediktinerklosters, das seit dem Jahr 1996 eine UNESCO-Weltkulturerbestätte ist, befindet sich ein Knabeninternat, in dem auch Otto Habsburg einige Jahre lang unterrichtet wurde. (APA/dpa/red, derStandard.at, 4.7.2011)

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Leichen befeiern!

Das kann vor allem die katholische Kirche besonders gut!

4 Requien? Aus Angst, er könnte wieder auferstehen?

Hat der wirklich geglaubt, er hätte irgendetwas bewegt?

Oder hat ihm das sein glorreicher Sohn immer eingeredet?

G'tt erhalte
und beschütze
vor dem Kaiser
unser Land

Wem der Habsburgerweihrauch stinkt, nehme Die Letzten Tage der Menschheit zur Hand & schmökere ein bisschen. Das reinigt die Luft!

und wer übernimmt die Kosten für dieses Begräbnis?

Ich hoffe nicht die Wiener Steuerzahler.

Na, wer sonst?!

Aber das machen wir doch gerne und zwar "im Gebet und in Dankbarkeit an diesen großen Habsburger"!!! :-O

Vier Requien ?

und wann wird er seelig gesprochen?

Ganz einfach: Sobald genügend Geld in der Kasse der Habsburger wird's angegangen mit der Seligsprechung.

Mir kommt das Kotzen über so viel Aufwand für einen Toten. Meine Ahnen mussten für den seine Ahnen Jahrhundertelang in den Krieg ziehen, in Armut leben, hungern und dürsten und frieren in elenden Hütten und arbeiten bis zum Umfallen. Und deswegen bekommt der fast ein Staatsbegräbnis? Ich verlange ein Denkmal für meine Ahnen, die sämtliche Kaiser von Hartarbeitien und Dennochhungrien und Könige von Armutien waren.

Wie rührend ihr Mitleid mit und Ihre Ehrfurcht vor Ihren Ahnen,

Herr Kaiser von Hartarbeitien Scharfnachdenkien und trotzdem geistig Armutsien!
Meine untertänigste Bewunderung und Verehrung vor Ihrer glorreichen, tiefschürfenden und rasend originellen Gesellschaftskritik!!
Empfehle einmal (nur zum Ausprobieren) eine Woche hartarbeitien - vielleicht hilft's?

Das wird ja wieder was werden

Kann sich noch wer an das Zita-Begräbnis (1990 glaub ich) erinnern? Da hat die Polizei am Rande des Leichenzugs ein Transparent wegen "unangemeldeter Demonstration" oder so entfernen lassen, auf dem oben stand: "Es lebe die Republik!" Kein Witz!

Republik, nein danke!

Da hat die Wiener Polizei richtig gehandelt. Am besten hätte sie den Repsen noch eins aufs Maul gekloppt!

das ist genau ist auch

meine Erinnerung....

und der Vorfall ist tatsächlich ein Schlag ins Gesicht eines demokratischen Staates

Ist es natürlich nicht

Ein Leichenzug genießt besonderen Schutz. Den kann man nicht so leicht in eine Demo umfunktionieren.

Ich danke Gott jeden Tag, dass er mir die Kraft gab

aus der Kirche auszutreten.

Die Kirche adelt und heiligt genau jene, die auf ewig Otto Normalverbraucher zu einem verächtlichen, knechtbaren Wesen degradieren wollen.

Ob Verherrlicher der Franco-Diktatur, Sympathisanten der Austrofaschisten, Unterdrücker der "Befreiungstheologie" - die Kirche ehrt sie und stellt sie als übermenschliche Menschen dar.

Die Kirche steht auf der falschen Seite und feiert dies wieder mit großem Pomp.

.. die Kirche dankt auch dafür -

wir nehmen es allerdings nicht so wichtig - ein Würstel wie Sie schadet weder noch nützt es ..
Ihr B.R.

Welchem Gott danken Sie ?

Was hat eine Kirche mit Gott zu tun ?

Was hat Gott mit der Kirche zu tun?

Gute Frage.
Ich habe versucht, "systemimmanent" zu argumentieren.

Zensi

Hallo wo ist mein Posting?

warum kann das requiem und die bestattung nicht an einem sonntag stattfinden? schon bei ottos mutter zitha waren sämtliche monarchisten auf den beinen und haben mir den einkauf in der innenstadt unmöglich gemacht, da alles gesperrt.

Also verstehen muss man das aber nicht - oder ?

Der Kaiser sammt Adel wurde vor fast einem Jahrhundert in Österreich abgeschaffen und jetzt dieser Pomp.
Wofür dieser Irrsinn ?
Tourismus ankurbeln ?
Der Zentralfriedhof wäre für ein Mitglied dieser Familie ausreichend gewesen.

Sehen Sie es von einer anderen Seite: diese Requiems, das Begräbnis, pardon die Beisetzung, der Trauerzug mit Polizeiabsperrung, etc. macht Werbung für Wien. Diese "Werbung" bringt Touristen nach Wien, Touristen lassen etwas Geld da, damit werden Arbeitsplätzte gehalten, usw. Und ich hoffe die Wiener Steuerzahlen nicht diesen ganzen Pomp.

Schmerzen saMt Verzweiflung wurdeN mit Rechtschreibung abgeschaffT.

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