Beisetzung in Wiener Kapuzinergruft

Am 16. Juli - Auch verstorbene Frau Habsburgs findet in Kaisergruft letzte Ruhe - Vier Requien geplant - Herzbestattung in Ungarn

Wien - Der verstorbene Sohn des letzten regierenden Kaisers von Österreich, Otto von Habsburg, soll nach seinem Tod nach Wien zurückkehren. Nach einem Requiem im Wiener Stephansdom am 16. Juli werde der Verstorbene in der Kapuzinergruft, der Kaisergruft der Habsburger, beigesetzt, bestätigte Kardinal Christoph Schönborn am Montag in der "Kathpress". Auch die im Februar 2010 verstorbene Frau Habsburgs, Regina, soll ihre letzte Ruhe in der Kapuzinergruft finden.

Das Requiem und Beisetzung seien "für Österreich ein historischer Moment" und es tue dem Land gut, so Schönborn, "im Gebet und in Dankbarkeit an diesen großen Habsburger zu denken".

Es seien für den Kaisersohn insgesamt vier Requien geplant, zitierte die deutsche Nachrichtenagentur dpa eine Sprecherin des Hauses Habsburg: Am Samstag in Pöcking, am kommenden Montag in München, am Mittwoch darauf im österreichischen Wallfahrtsort Mariazell und schließlich am Samstag in Wien. Im Anschluss daran würden dann beide Särge in der Kapuzinergruft beigesetzt.

Herzbestattung in Ungarn

Der Leichnam und das Herz sollen getrennt bestattet werden. Das Herz des Sohnes des letzten österreichischen Kaisers werde im ungarischen Kloster Pannonhalma beerdigt, sagte der Biograf von Habsburgs, Stephan Baier, der dpa in Wien. Dies entspreche der Tradition der Familie, in der es stets eine eigene Herzbestattung gegeben habe. Habsburgs Sprecherin Eva Demmerle sagte, dass die Herzbestattung am 17. Juli stattfinden werde, einen Tag nach der Beisetzung Habsburgs in der Wiener Kapuzinergruft.

Pannonhalma liegt südlich der westungarischen Stadt Györ. In der Nähe des Benediktinerklosters, das seit dem Jahr 1996 eine UNESCO-Weltkulturerbestätte ist, befindet sich ein Knabeninternat, in dem auch Otto Habsburg einige Jahre lang unterrichtet wurde. (APA/dpa/red, derStandard.at, 4.7.2011)

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