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Prag - Die Stellen des eigenen Körpers, die man selbst nicht - oder nur mittels Spiegel - sehen kann, ließ Ján Mancuska schwarz bemalen: The Other. Diese Kennzeichnung der öffentlichen Territorien des Ichs ließ er filmisch dokumentieren; präsentiert wurden allerdings nur die 35mm-Streifen als Installation im Raum.
Diese Arbeit des tschechischen Konzeptkünstlers vereint Wesentliches: In seinen Installationen aus Film, Fotografie, Text und Sprache behandelte er Fragen der Wahrnehmung des Körpers und der Variation von Erzählung. Besonders wichtig war ihm das räumliche Arrangement, das spezifische Betrachtungssituationen schuf. Eine Badewanne aus Seife oder Gläser und Geschirr, auf denen Paar-Dialoge abgedruckt waren, unterstreichen die sinnliche Seite seines Werks.
Mancuska, 1972 in Bratislava geboren, lebte in Prag und Berlin. 2004 gewann er den wichtigsten Kunstpreis seiner Heimat, den Jindrich-Chalupecky-Preis. 2005 bespielte er mit Boris Ondreicka und Stano Filko den tschechisch-slowakischen Pavillon der Biennale Venedig. Vor wenigen Tagen starb der 39-Jährige nach langer Krankheit in Prag. (kafe/DER STANDARD, Printausgabe, 6. 7. 2011)
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