Anschläge

Mindestens 20 Tote bei Gewalt im Norden Nigerias

4. Juli 2011, 06:56

Islamisten sollen Bombe in Biergarten gezündet haben

Kano - Im Norden Nigerias sind bei möglicherweise islamistisch motivierten Gewalttaten am Sonntag mindestens 20 Menschen getötet worden. In einem überwiegend von Polizisten besuchten Biergarten in der Stadt Maiduguri wurden bei einem Bombenanschlag mindestens zehn Menschen getötet und mehrere weitere verletzt, wie ein Vertreter der Sicherheitskräfte sagte. Der Sprengsatz sei mitten im Biergarten platziert gewesen. Solche "Mammy Markets" genannten Biergärten sind Orte im Freien, wo es Bier- und Essensstände gibt. Sie sind traditionell ihn der Nähe von Polizei- und Militärkasernen angesiedelt, sind aber auch für Zivilisten zugänglich.

Anwohner Umar Kaulaha sprach von einem lauten Knall, gefolgt von dichten Rauchschwaden über der Freiluft-Gaststätte. Der Biergarten sei ein beliebter Treffpunkt, vor allem sonntags, sagte er. Erst eine Woche zuvor hatte es in Maiduguri einen Bombenanschlag auf einen zivilen Biergarten gegeben, bei dem 25 Menschen starben und 30 verletzt wurden.

Gezielte Ermordungen

Wenige Stunden vor dem Bombenanschlag wurde in Maiduguri ein Politiker der Regierungspartei ANPP in der Nähe seines Hauses gezielt erschossen. Zwei bewaffnete Motorradfahrer, mutmaßliche Islamisten, hätten Mustapha Ba'le in den Kopf geschossen und seien weggerast, sagte ein ranghoher Polizist. Zudem seien in der Stadt in der Nacht zum Sonntag Angreifer zu verschiedenen Häusern gegangen und hätten gezielt neun weitere Menschen getötet, darunter drei Polizisten. Der Polizist bezeichnete es als "offensichtlich", dass die Täter der islamistischen Gruppe Boko Haram angehörten.

Boko Haram hat in der Vergangenheit mehrere Anschläge im Norden Nigerias verübt. Am 29. Mai, dem Tag der Vereidigung des nigerianischen Präsidenten Goodluck Jonathan, bekannte sich die Gruppe zu einem Anschlag auf einen Biergarten in der nördlichen Stadt Bauchi, bei dem 13 Menschen getötet wurden. Boko Haram, was übersetzt "westliche Erziehung ist Sünde" bedeutet, strebt die Errichtung eines islamischen Staates im Norden Nigerias an. Dort leben überwiegend Muslime, während der Süden des Landes von Christen dominiert wird. Präsident Jonathan ist ein Christ aus dem Süden. (APA)

Gockel Hahn
 
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Nigeria wird nicht

der neue Sudan, die ganze Region hängt zusammen, laut wikipedia zB sind Teile der Gruppe Boko Haram rein arabophone Einwanderer aus dem Chad, die generelle Unsicherheit im Sudangürtel wirkt sich in alle Richtungen aus. Die Region ist ein Pulverfaß, wohl auch deshalb, weil es nach Zentralafrika eine der ärmsten Regionen der Welt ist.

Martin Müller10
 
05
Nigeria wird der nächste Sudan, das geht ja dort auch schon

seit 20 Jahren so und der afrikanische Islam wird zusehends radikaler.

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