Jugendliche Flüchtlinge

Mit dem "Edelweiß" auf Jobsuche

3. Juli 2011, 17:05
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    foto: caritas

    Nationalparkranger führen die jungen Burschen durch die Bergwelt. Das Ziel: Persönlichkeitsentwicklung durch Naturvermittlung.

Die Jacobs Foundation finanziert Berufsvorbereitung für unbegleitete, jugendliche Flüchtlinge

Salzburg - Dem 20-jährigen Aman muss kein Politiker mitteilen, was wichtig ist: "Zuerst muss man die Sprache lernen, weil eine Kultur geht durch die Sprache", sagt er. Der Afghane ist einer jener 20 Flüchtlinge, die derzeit im Osttiroler Matrei am Berufsvorbereitungsprojekt "Edelweiß" teilnehmen.

Wie seine Kollegen aus Afghanistan, Tschetschenien oder Nigeria ist er als Jugendlicher völlig allein und auf sich gestellt nach Österreich gekommen. Sie haben Asyl oder subsidiären Schutz erhalten und leben in - von Caritas oder Rotem Kreuz betreuten - Wohngemeinschaften in Wien, Tirol oder im Burgenland. In insgesamt fünf Modulen mit insgesamt acht Wochen sollen die Jugendlichen jetzt auf den Einstieg ins Berufsleben vorbereitet werden.

Ziel des Projekts "Edelweiß" sei, für die Teilnehmer einen möglichst "individuellen Bildungsplan" zu erstellen, sagt Projektleiter Marcus Windbichler, der für die Caritas die pädagogische Leitung übernommen hat. Dazu gibt es neben praxisbezogenen Deutschkursen, Betriebsbesichtigungen und einer Teilnahme an Nationalparkprogrammen mit Rangern auch Arbeitspraktika, Bewerbungstrainings und Hilfe bei der aktiven Jobsuche.

Als Projektpartner konnte neben dem Land Tirol auch der Nationalpark Hohe Tauern gewonnen werden. Nicht zuletzt aufgrund der Kooperation mit dem Nationalpark ist die Akzeptanz bei den Osttirolern hoch. Abgesehen von lokalen FPÖ-Politikern habe es nach der ersten Kurswoche im April durchwegs "ganz tolle" Reaktionen gegeben, erzählt Monika Lengauer. Sie hat für die Wiener Sigmund-Freud-Universität die wissenschaftliche Begleitung des Jobcoachings für die Flüchtlinge übernommen. Ihre Erkenntnisse sollen dann für Folgeprojekte genutzt werden.

Die öffentliche Hand hält sich bei der Finanzierung der Aktion weitgehend zurück. Die Kosten von rund 200.000 Euro kommen von der Schweizer Jacobs Foundation. Die 1988 gegründete Schweizer Stiftung engagiert sich weltweit für Kinder- und Jugendprojekte. (Thomas Neuhold/DER STANDARD, Printausgabe, 4. Juli 2011)

Kommentar posten
21 Postings
Johannes Benn
12
.

sowas ist unsinn und lenkt von globalen mit der weltweiten bevoelkerungsstroemen ab

Timagoras
 
11
erfreulich! sehr gute idee!

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und dass reaktionäre, xenophobe gestalten (Johannes Benn & co.) gegen solche projekte sind, wundert nicht wirklich.

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11
Wieso nur Männer??

Hat das was mit der Religion zu tun?

flowolf
01

Nein, das hat damit zu tun, dass weibliche Flüchtlinge kaum unbegleitet ins Land kommen...

mstislav raskachlovitsch
00
18.8.2011, 09:14
sehr wohl gäbe es auch weibliche...

unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, diese werden jedoch durch die organisierte Prostitution abgefischt und werden als U-Boot-Sexarbeiterinnen ausgebeutet (die meisten schaffens nicht mal bis Österreich).

van.der.stiege
01
und warum eigentlich nicht?

sind sie weniger verzeifelt? weniger traumatisiert? finden sie sich eher mit ihrer situation ab?

Carlos Clementin
02

"Zuerst muss man die Sprache lernen, weil eine Kultur geht durch die Sprache", sagt er...
Alle Achtung!, Aber leider zu selten von Zuwanderern zu hören ...

van.der.stiege
01
na das wird man ihm im kurs schon beibringen.

dass dies ein blödsinn ist. sprachelernen ist böse. die kultur verstehen wollen oder sich sogar "anpassen" zu wollen klingt ja schon nach "freiwillige" assimilation. und die ist doch mindestens genauso böse wie die "aufgezwungene" assimilation. und ausserdem ist die kultur seines heimatlandes ohnehin besser und bewahrenswerter. österreich hat ja keine kultur. da gibts ja nix was österreichisch ist. blöd, dass er glaubt, dass er da was "lernen" muss. eigentlich sind ja wir die, die von ihm zu lernen haben. denn wir sterben aus mit unserer homogenität. wir brauchen bereicherung, vielfalt und andere einfluesse.

Radio Eriwan
01
Versteh ich nicht ganz.

Wer Asyl erhalten hat, ist österreichischen Staatsbürgern gleichgestellt. Welche Probleme stehen denn hier im Hintergrund?

Zinnmo
 
00

Wer Asyl bekommt muss trotzdem von was leben. Wer sich da nicht selbst versorgen kann, liegt auf der Tasche des Sozialstaates. Das ist gut investiertes Geld.

Elder Statesman
128
....1300 Euro pro jugendlichen pro woche fuer die Vorbereitung für den berufseinstieg

Coole Sache - mit dem geld müssen österreichische alleinerzieherinnen 1 Monat lang auskommen - hc strache dankt fuer wieder 1543 stimmen mehr

tiggerle
00
na bitte edler statesmann, hat doch ein "ordentlicher österreicher" somit ein einkommen durch das abhalten der ausbildung, was passt ihnen denn daran nicht? :D

van.der.stiege
01
wohl dass, dieser "ordentliche österreicher"...

... nun auch teil der asylindustrie ist und davon lebt, dass die nachfrage an diesem kurs ja nie versiegt.

und je mehr antragsteller und je grosszuegiger die positiven bescheide desto grösser sein klientel und letztendlich sein monatslohn.

so schafft man sich die "kein mensch ist illegal / aufenthaltsrecht fuer alle" lobby und nutzniesser eines "liberaleren fremdenrechts" von selbst :-))

anyuser
 
01
mindestsicherungsbezieher und mindestpensionisten

müssen mit nur 750 auskommen !
und das bei völlig überzogenen mieten und lebenskosten.

MV7
24

Irgendwie muss Dummheit bei Euch Blauen ansteckend sein! :-(

solodiver
13
Fuck - Geld ist niemals das Problem!

Geld ist vorhanden in Massen, für jeden und alles, es wird sogar in EU-Hochöfen verbrannt.
Falsch ist bloss die Ansicht, es gäbe nur einen einzigen Topf, und solcherartige Unterstützungen würden GENAU zu Lasten von AlleinerzieherInnen gehen...

Igor Gassner
32
Kredite sind vorhanden in Massen

bitte Blick nach Griechenland, Geld ist rar.

Keyser
32

Zufällig stammt das Geld aus der Schweiz? Und S. die Flachpfeife können sie stecken lassen. Das die rechten Deppen sogar dagegen sind, wenn das Geld nicht von ihren "eiganen Leitn" kommt - sprich Steuergelder, und Zugunsten von "den Ausländern" ausgegeben wird, wundert mich nicht.

Also noch einmal: Das Geld kommt aus der SCHWEIZ, aus einer SCHWEIZER Stiftung. Der Rechtsaußen Ösi-Depp muss nicht dafür zahlen, und kann von mir aus S. wählen, der auf geistigem Niveau seiner Kammeraden steht.

[i:on]Sie könnten ja auch eine Stiftung gründen, für rein Österreichische Hausfrauen, und ihnen dann Geld geben. Aber vorher genau prüfen, ob da nicht ein Einschlag aus dem Ausland drin ist, wie beim HC etc. ... [i:off]

Thank God I'm A Country Boy
24

und was meinst, wieviel Steuern die bezahlen, wenn sie motiviert sind und einen vernünftigen Job bekommen? Anstatt weiter von Staatshilfe leben zu müssen?

Jumper
410
und wieder ein beweis, dass blauwähler potentielle pfeifen sind...

Wunder Wuzzi
34
warum "potentiell" ?

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