TV zeigt Regierungssitzung in Havanna

2. Juli 2011, 00:05

Einen Tag nach der Enthüllung der Krebserkrankung von Präsident Chavez

Caracas - Einen Tag nach der Enthüllung einer Krebserkrankung hat das venezolanische Staatsfernsehen am Freitag wieder Bilder von Staatschef Hugo Chavez gesendet. Sie zeigen den Präsidenten bei einem Treffen mit Außenminister Nicolas Maduro, seinem Bruder Adan Chavez sowie einem Militärvertreter. Aufgezeichnet wurde der 45-minütige Beitrag den Angaben zufolge bereits am Mittwoch. Chavez, der bei der Sitzung einen Trainingsanzug trug, wirkte gut gelaunt und redselig, während er mit seinen Mitarbeitern über verschiedene innenpolitische Fragen und den Konflikt in Libyen beriet.

Chavez hatte am Donnerstag in einer emotionalen Fernsehansprache eingeräumt, in Kuba wegen eines Krebstumors behandelt worden zu sein. Weil er sich wochenlang nicht zu Wort gemeldet hatte, hatte es zuvor zahlreiche Spekulationen über den Gesundheitszustand des 56-jährigen Präsidenten gegeben, der sonst für seine langen und improvisierten Ansprachen bekannt ist. Die Opposition hatte den Aufenthalt in Kuba heftig kritisiert, weil sie es für verfassungswidrig hielt, dass der Präsident das Land vom Ausland aus regierte. (APA)

Kommentar posten
20 Postings
nAK
28
Die "Opposition", die das Land jahrzehntelang aus Washington regieren liess

und das umbedingt wieder einführen will (sonst fühlt sie und Washington sich in ihren Menschenrechten verletzt), beklagt, dass der Präsident im Ausland behandelt wird, weil das Land damit vom Ausland regiert werden würde.

hansito
00
9.10.2011, 17:49

Die venez. Verfassung sagt, dass der Vizepräsi bei Krankheit des Präsi die regentschaft übernehmen muss. Geht das in deinen gehirngewaschenen kubanischen Schädel?

DuesselDoofer
91
gerade wieder eine köstliche Reportage auf Phoenix....

über das Venezuela unter Chávez: Politische Unterdrückung, enteignete und stillstehende Ländereien/ Fabriken, lange Schlagen vor den leeren Geschäften, statt dessen viel revolutionäres Blabla.

Schön, wenn dann selbst dem Oberschávista mitten in einem seiner Endlosgeschwafel einfach der Strom abgedreht wird.

kaputtes Regime.

*space
03

Man muss auch bedenken, dass jetzt viel mehr Menschen Zugang zu den sozialen Systemen und zum Konsum haben, da kann es schon zu Engpässen kommen. War ja früher sicher nicht so, da gab es alles zu kaufen ohne lange Schlangen, aber dafür viel mehr Hunger und menschenverachtendes Elend.

Man muss eben nur ein Hund sein, um lange Schlangen in Venezuela zu kritisieren, um hier die alten Umweltbelange zu fordern...

Der Neue Mensch
52

Dummerweise sind solche Engpässe in sozialistischen Ländern Dauerzustand.

"Warum ist die Banane krumm?" - "Weil sie immer einen großen Bogen um die DDR gemacht hat."

karim massoul1
00

warum?weil du dort gewohnt hast?

Apocalypse
13

Dank COMECON hatten die aber schon Südfrüchte bevor in den weniger entwickelten Städten des Kapitalismus diese überhaupt bekannt waren. Glaubst wohl die DDR war weniger weit entwickelt als das Mühl-, Wald-, usw. Viertel. Den Leuten hier gings bis in die 80er dreckig, nur wussten sie es nicht weils keine Propaganda gab die ihnen erzählte im Westen ist alles besser.

Joseph EU
00
23.10.2011, 14:26
Oh ja.......

war sicher super im Osten, dank Comecon hatten die nicht mal Keilriemen für ihre Mähdrescher oder Zylinderkopfdichtungen für die LKW W50 ...und was es sonst an Obst und Gemüse gab, das hab ich selber in einer Obst- und Gemüseverkaufstelle in Rostock bewundern dürfen - Weisskraut - "so gesund" und verschrumpelte Äpfel aus Werder - die hättens bei uns grad noch zum mosten genommen....war eh alles Super, tolle Versorgung, freies Wort, Reisemöglichkeiten, keine Bespitzelung und die besten Autos der welt...

Thomas Mohr
 
20

Apocalypse, 1988 haben meine Verwanten aus der DDR 2kg Orangen mitgenommen weil es die nur zu Weihnachten und mit viel Glück gab. Kiwis waren denen völlig unbekannt.Im Mühlviertel im Billa hatten die so viel davon, daß sie die sogar verkauft haben.

Der Neue Mensch
30

Apocalypse, ich bin dort geboren und aufgewachsen. ;-)

Apocalypse
03

ich weiss das du aus dem Osten bist, darum glaubst bis heute allen anderen gings so super im Westen. Nur aufgrund deiner Unwissenheit ist dein Denkschema noch nicht zusammengebrochen. Einfach alles ausblenden und zu recht rücken. Glaubst das in den 70-80ern mehr Kubaner nach Deutschland gereist sind, oder Österreicher an karibische Strände? In gewissen Bereichen waren sie halt vorraus, es war nicht alles schlecht, nur jetzt ohne Gegenwehr zeigt das Kapital seine grausliche Fratze mit sinkenden Reallöhnen der Arbeiter und steigenden Renditen für Kapitalisten.

Joseph EU
00
23.10.2011, 14:30
Es war nicht alles schlecht...

hört man so auch von andrer Seite....die Sicherheit, die Autobahnen - und ja Sonnenschein gab es auch....
pfui teufel diese Apologeten, wie man dort Existenzen ruiniert hat, Menschen bis in den Westen verfolgt hat und umgebracht, wie es Prämien gab für Denunzianten und Mauerschützen...ja, ja , war nicht alles schlecht im Osten...

Thomas Mohr
 
20

Apokalypse, wenn das was Du sagst so stimmt, dann erjläre mal wieso wir Ende der 70er unsere Verwandten aus dem Osten unterstützen mussten ? Weißt, ich habe BEIDES erlebt, und was Du da so daherredest ist ziemlicher Blödsinn.

*space
00

Mussten? Das ich nicht lache...

Ich war ca. 13, unsere Westverwandtschaft (Vertriebene aus Siebenbürgen) kam zu Besuch, in ein kleines Dorf. Die Söhne blieben länger bei uns, wir haben uns normal unterhalten, aber gegessen haben die immer 2mal. Immer. Als Kind habe ich mich gefragt ob die da drüben nichts zu essen haben.

In meinem Dorf gab es Orangen und Bananen mindestens zu Weihnachten, manchmal im Jahr, Fleisch gab es reichlich, an lange Schlangen und leere Regale kann ich mich 0,0 erinnern. Vorm Privatbäcker gab es Sonnabend eine kleine Schlange, weil der sehr klein war, als nervig habe ich das nicht empfunden.

Später nervte dann aber der Mangel an Ersatzteilen für die Mopeds, z. B. Tachonadel, Crosslenker. Oder Heimelektronik...

Thomas Mohr
 
00

Spacie, Dorf an der slowakischen Grenze, die tschechischen Verwandten. Fleisch gabs schon, nur das war meistens vom *eigenen* Garten/Hof etc. und damit hast dann auch die Verwandtschaft in der Stadt versorgt. Was das wundern ob die nix zu essen haben angeht. Meine Großtante hat bis zu ihrem Tod felsenfest geglaubt daß der Eiserne Vorghang vor den bösen Westflüchtlingen schützt.

Ich empfehle Dir einmal in die Dörfer an der March zu fahren und die Gräber der toten Flüchtlinge zu zählen. Dann mach das auf der tschechischen Seite. Österreicher findest Du dort keinen. Jetzt denk mal nach warum.

*space
00

Von die bekommt man nur krudes Zeug, liegt in der Familie.

Apocalypse
00

wie gesagt in Österreich war es nicht so besonders, schau dir Wien an mit den Gemeindebauten, oder die anderen Städte, da wurde schon viel von den Arbeiterbaracken abgerissen. Und am Land arbeitete der Großteil in der Landwirtschaft und wohnte nicht besonders. Kann schon sein das du in besseren Verhältnissen aufgewachsen bist, hier gab es diese nicht und bis heute leben viele Schlecht.

Thomas Mohr
 
00

Wie geasagt, tschechisches Dorf Nähe Slowakei. Ich habe noch nie so leere Läden gesehen.

*space
01

Legen Sie mal eine Banane drauf...

Kondratjew -Zyklus
 
00
Fast schon ein Sender wie PHOENIX.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.