Opposition brachte keine Veränderungsvorschläge ein, die eigene Abstimmung erfordert hätten
Lissabon - Knapp drei Monate nach seiner Flucht
unter den Euro-Rettungsschirm hat Portugal ein verschärftes
Sparprogramm verabschiedet. Das Parlament stimmte dem Paket am
Freitag nach einer zweitägigen Debatte zu. "Die parlamentarische
Zustimmung schafft nun alle Voraussetzungen dafür, dass die Regierung
mit intensiven Arbeit beginnt", sagte der konservative
Ministerpräsident Pedro Passos Coelho, der seit zwei Wochen im Amt
ist.
Die Regierungskoalition lobte den "Geist der
Kompromissbereitschaft und Offenheit", der die Debatte im Parlament
geprägt habe. Die Opposition brachte keine Veränderungsvorschläge
ein, die eine eigene Abstimmung erfordert hätten.
Anders als die griechische Regierung wird die Koalition in
Lissabon in ihrem Sparkurs von den kürzlich abgewählten
Sozialdemokraten unterstützt. Portugal erhält von EU und
Internationalem Währungsfonds (IWF) 78 Milliarden Euro an Krediten,
um seine Finanzen in Ordnung zu bringen. (APA/Reuters)