Abrechnung mit Gbagbo-Gefolgsleuten

1. Juli 2011, 18:28

Haftbefehle gegen frühere Minister

Abidjan - Ungeachtet seines Versöhnungsversprechens geht der Präsident der westafrikanischen Republik Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste), Alassane Ouattara, rigoros gegen frühere Vertraute seines abgewählten und erst nach einem monatelangen verlustreichen Machtkampf niedergerungenen Amtsvorgängers Laurent Gbagbo vor. Auf einer Pressekonferenz der Generalstaatsanwaltschaft wurden am Freitag in Abidjan Haftbefehle gegen eine Reihe ehemaliger Regierungsmitglieder bekanntgegeben.

Davon betroffen sind unter anderen Ex-Jugendminister Charles Blé Goudé, der Führer der Gbagbo-Miliz "Junge Patrioten", dessen Aufenthaltsort nicht bekannt ist, Ex-Industrieminister Philippe Attey, der ehemalige Regierungssprecher Ahoua Don Mello und der aus Israel abberufene Botschafter Raymond Koudou Kessié. Zuvor waren bereits 15 Ex-Funktionäre wegen "Rebellion" in Untersuchungshaft genommen worden. Umfangreiche Säuberungen waren angelaufen, nachdem der Staatschef angekündigt hatte, eine "Wahrheits- und Versöhnungskommission" nach südafrikanischem Vorbild einzusetzen.

Bürgerkrieg

Ouattara hatte die Präsidenten-Stichwahl im November nach Feststellung der unabhängigen Wahlkommission mit über 54 Prozent der Stimmen gewonnen. Der von Gbagbo-Gefolgsleuten dominierte Verfassungsrat rief jedoch den bisherigen Amtsinhaber zum Sieger aus, nachdem rund eine halbe Million Stimmen mit der Begründung annulliert worden war, dass in den Hochburgen Ouattaras im überwiegend muslimischen Norden Anhänger Gbagbos an der Stimmabgabe gehindert worden seien.

Ein Bürgerkrieg mit annähernd tausend Toten, in den UNO-Blauhelm-Soldaten und französische Truppen eingriffen, endete mit der Niederlage von Gbagbo, der im April nach zehn Jahren an der Staatsspitze festgenommen wurde. Ende April hatten Ouattaras Männer ihren Ex-Verbündeten Ibrahim Coulibaly, genannt "IB", umgebracht, nachdem dieser sich geweigert hatte, seine Miliz aufzulösen. Der 47-jährige Coulibaly hatte von Ouattara verlangt, für seine Rolle im Kampf gegen den abgewählten Präsidenten belohnt zu werden, doch Ouattara ließ sich auf keinen Handel mit ihm ein. (APA)

HrHuber
 
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"Ungeachtet seines Versöhnungsversprechens geht der Präsident der westafrikanischen Republik Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste), Alassane Ouattara, rigoros gegen frühere Vertraute seines abgewählten und erst nach einem monatelangen verlustreichen Machtkampf niedergerungenen Amtsvorgängers Laurent Gbagbo vor."

Dieser Bericht (ohne Autor) ist nicht objektiv. Es ist völlig richtig, dass Verbrecher vor Gericht kommen und schließt eine Versöhnung auch nicht aus.

Unschuldsvermutung0
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Schwarzafrika = politische Hölle auf Erden!

Eigentlich ein hoffungsloses Warten, ob dieser Teil der Welt jemals einen Anschluss finden wird.

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