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vergrößern 600x332Blick vom Fernsehturm auf die Stadt.
vergrößern 819x480Die Kathedrale von Brasília mit Rundumblick bis unter die Kuppel.
Informationen: Museu Virtual de Brasília
Vor 51 Jahren wurde die Hauptstadt Brasilien, Brasília, eingeweiht. In nur 41 Monaten wurde die „geplante Stadt" auf der zentralen Hochebene Brasiliens quasi aus dem Nichts erbaut. Seit 1987 ist sie die einzige Stadt, die von der UNESCO ganzheitlich als Weltkulturerbe anerkannt wurde. Nun kann die Stadt im Internet zumindest in Teilen besucht werden. Ein interaktives Museum bietet dazu die Möglichkeit.
Blick in die Kuppel der Kathedrale
Die bedeutendsten touristischen Sehenswürdigkeiten können nun besucht werden, via Navigation ist ein Rundumblick möglich. Beispielsweise kann man auf diese Weise der Kathedrale Nossa Senhora Aparecida von Oscar Niemeyer einen Besuch abstatten. Als virtueller Gast steht man im Zentrum des Gebäudes, das am 31. Mai 1970 eingeweiht wurde, und hat sowohl einen 360° Rundumblick, als auch die Möglichkeit zur Decke und zum Boden zu navigieren.
Virtuelle Schalen
Auch das erste Bauwerk Brasílias, der Catetinho, kann auf diese Art besucht werden. Der Catetinho war der provisorische Präsidentensitz und ist heute ein Museum. Der Congresso Nacional (Nationalkongress) mit dem Bundessenat, der durch den Parto Côncavo (eine konkave Schale) repräsentiert wird und der Câmara dos Deputados (Abgeordnetenhaus), die durch eine konvexe Schale (Prato Convexo) dargestellt ist, ist ebenfalls Teil der virtuellen Tour durch die Stadt.
Rundumblick vom Fernsehturm
Eine weitere Station ist der Torre da Televisão (Fernsehturm) mit einer Höhe von 224 Metern, von dessen Besucherplattform aus sich ein einmaliger Blick über die Stadt bietet. Von hier aus erkennt man auch, wie dünn die Stadt eigentlich besiedelt ist. Der Stadtkern hat bei einer Fläche von 472 Quadratkilometern rund 205.000 Einwohner.
Geschichte der Stadt
Neben dem Spaziergang durch die Stadt gibt es auch umfangreiche Informationen über die Stadtgeschichte. Filme, Dokumente und historische Urkunden schildern das Projekt einer Renaissance-Utopie einer perfekten Stadt. Informationen gibt es auch zu den "Candangos". So werden die Arbeiter genannt, die aus allen Teilen des Landes herbeiströmten, um den Entwurf in die Wirklichkeit umzusetzen. Infos gibt es auch zum kulturellen Angebot und zu den Aktivitäten aus den Bereichen Kunst, Sport und Unterhaltung. Verfügbar ist die Seite auf Englisch und auf Portugiesisch. (red/derStandard.at/01.07.2011)
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