Microsoft erhält Lizenzgebühren für Android

1. Juli 2011, 13:29
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Der Softwarekonzern schloss diese Woche mit drei Herstellern Vereinbarungen ab

Eine gute Woche für Microsoft. Wie der auf Patentstreitigkeiten spezialisierte Blog Foss Patents schreibt, hat sich der Softwarekonzern von drei Firmen Lizenzzahlungen für deren Android Geräte gesichert.
Nachdem HTC schon seit April 2010 Geld an Microsoft überweist, müssen das seit dieser Woche auch General Dynamics Itronix, Velocity Micro und Onkyo tun. Möglichweise gibt es noch mehr Firmen mit denen Microsoft ähnliche Vereinbarungen getroffen hat, da solche Deals nicht immer publik werden.

Rüstungskonzern

Itronix ist eine Tochtergesellschaft von General Dynamics, einem großen Rüstungsunternehmen. Sie stellen robuste Computer her, die z.B. Soldaten auf ihrem Unterarm tragen können. Das Unternehmen hat dem Blog zufolge selbst über 1000 Patente in den USA angemeldet und ein Kapital von 27 Milliarden US-Dollar. Dennoch haben sie sich nicht auf einen Rechtstreit mit Microsoft eingelassen, sondern zahlen für die Lizenzen.

Geld für Android Tablets

Velocity Micro ist hingegen eine kleinere Firma, die unter anderem den Tablet Computer Cruz Reader herstellt. Microsoft hat in der Vergangenheit schon für mehrere Tablet PCs Lizenzgebühren verlangt, wie z.B. den Kindle von Amazon oder auch jenen von HTC. Seit Donnerstag steht auch Onkyo auf dieser Liste. Im Gegensatz dazu steht Barnes & Nobles, ein US-amerikanischer Buchhändler, auf Grund von Lizenzstreitigkeiten mit Microsoft, wegen seiner Tablet PCs Nook und Nook Color, vor Gericht.

Kosten

Das allgemeine Problem von Android ist, dass nicht nur Microsoft sondern viele verschieden Rechtinhaber Lizenzgebühren von den Herstellern verlangen. So stehen im Moment auch Oracle und Google auf Grund von Patentstreitigkeiten vor Gericht. Zum Problem für die Gerätehersteller könnte werden, dass mehrere Rechteinhaber Lizenzgebühren verlangen und das die Kosten in die Höhe treibt. (soc)

  • Microsoft treibt weiter Lizenzgebühren ein
    foto: toppress austria

    Microsoft treibt weiter Lizenzgebühren ein

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