Gefiederfärbung von Vögeln aus dem Dino-Zeitalter rekonstruiert

2. Juli 2011, 17:55
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Forscher schlossen von Metallspuren in Fossilen auf die ursprüngliche Musterung

Stanford/Manchester - Metallspuren haben Wissenschafter dabei geholfen, das Muster im Gefieder von Urvögeln aus der Zeit der Dinosaurier zu rekonstruieren.  Die Forscher fanden Reste von Kupfer bei einem 120 Millionen Jahre alten Fossil von Confuciusornis sanctus, einem der ältesten bekannten Vögel mit Schnabel. Kupfer spiele eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von braunen und schwarzen Pigmenten.

Die Forscher um Uwe Bergmann (SLAC National Accelorator Laboratory, Stanford, Kalifornien) nutzten zur Untersuchung der Fossilien eine spezielle Röntgentechnik. "Wir konnten zeigen, dass die Daunenfedern am Hals, sowie die Enden der Flügel und der beiden langen Schwanzfedern mehr Kupfer enthalten, und somit wahrscheinlich dunkler waren als der Rest des Federkleids", sagte Bergman. Kupfer ist wichtig für die Produktion von Eumelanin, das beispielsweise für die dunkle Färbung von menschlichen Haaren, der Haut von Reptilien und eben Vogelfedern sorgt.

Muster spielen Rolle beim Verhalten

In der Studie, die im US-Journal Science erschienen ist, untersuchten die Forscher neben einem Fossil des Urvogels Confuciusornis sanctus auch eine mehr als 105 Millionen Jahre alte Feder von Gansus yumenensis und verglichen die Ergebnisse mit dem Gefieder noch lebender Vögel. Farbmuster von Tieren spielen eine Rolle bei einer Reihe von Verhaltensweisen, etwa Tarnung, Kommunikation und der Suche nach einem Partner.

Laut Bergmann konnten die Forscher in dem Fossil von C. sanctus Elemente wie Zink, Kupfer und Kalzium sichtbar machen. Auf einer Röntgenaufnahme von C. sanctus ist zum Beispiel die Verteilung von Zink im Gestein um den Vogel herum zu sehen. Kalzium wurde unter anderem am Schnabel und Skelett des Urvogels sichtbar. "Dies ist ein Hinweis auf eine gut erhaltene Knochenstruktur", sagte Bergmann.

Das Team nutzte ein spezielles Röntgenverfahren, mit dem es verschiedene chemische Elemente zum Fluoreszieren brachte. Forscher hatten zuvor in Fossilien bereits Melanosomen gefunden, in denen Melaninpigment hergestellt und aufbewahrt wird. Aufgrund deren Form zogen sie Rückschlüsse auf die womöglich enthaltenen Farben. (red/APA)

  • Confuciusornis sanctus zählt zu den ersten Vögeln, die einen richtigen Schnabel besaßen. Mithilfe von Metallspuren haben Wissenschafter die Farbgebung seines Gefieders rekonstruiert.
    foto: richard hartley, university of manchester; t. larson, black hills institute; gregory stewart; slac national accelerator laboratory

    Confuciusornis sanctus zählt zu den ersten Vögeln, die einen richtigen Schnabel besaßen. Mithilfe von Metallspuren haben Wissenschafter die Farbgebung seines Gefieders rekonstruiert.

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