"Schneidet man mich auf, sieht man, was in mir ist: Windows, Windows, Windows"
Man müsste meinen, dass der Rotary Club in Seattle Steve Ballmer freundlich gesinnt ist. Bei seinem Vortrag am Mittwoch aber dauerte es nicht lange, bis eine Teilnehmerin den Microsoft-Chef mit einer unangenehmen Frage konfrontierte. Einem Geekwire-Bericht zufolge fragte Assunta Ng, Verlegerin der Northwest Asian Weekly, Ballmer, was er von den Kritiken halte, die kürzlich seinen Rücktritt forderten.
"Energie zur Überzeugung"
"Man liest und hört neuerdings, dass Leute fordern: 'Es wird Zeit für Microsoft, seinen CEO zu wechseln. Steve Ballmer muss gehen.' Was sagen Sie dazu?", so die Frage, der im Publikum einige nervöse Lacher folgten. In seiner für ihn typischen, ungestümen Art antwortete Steve Ballmer: "Sagen Sie mir, ob mir die Energie zur Überzeugung fehlt, oder ob wir nicht den Kurswechsel vornehmen, der notwendig ist."
Erste Reaktion
Die Menge reagierte mit tosendem Applaus. Mit der Antwort beim Rotary Club in Seattle kommentierte Ballmer erstmals öffentlich die Frage nach seiner Zukunft als CEO, seit das Thema kürzlich vom Manager David Einhorn aufgeworfen wurde.
"In mir ist Windows, Windows, Windows"
Im auf Geekwire integrierten Audio-Feed ist außerdem eine Frage über Microsofts Investments in Windows 8. Einmal mehr gab Steve Ballmers in seiner Antwort sein großes Engagement für den Software-Konzern zum Besten. "Schneidet man mich auf, sieht man, was in mir ist: Windows, Windows, Windows", so Ballmer.
Microsofts Erfolg liege außerdem zu einem großen Teil an Windows, was die Bedeutung von Windows für den Konzern untermauert. Das Unternehmen bräuchte künftig viel Optimismus und Ausdauer, um hier Marktführer zu bleiben, so Ballmer. (ez, derStandard.at, 30. Juni 2011)