Aktienrückkaufprogramm

bwin.party plant Dividende von 30 Millionen Euro

30. Juni 2011, 08:38

Verkauf von Poker-Tochter wurde Ongame eingeleitet - Konzern profitiert noch nicht von Ermittlungen gegen Konkurrenz-Pokersites

Wien/London - Der börsenotierte österreichisch-britische Online-Glücksspielkonzern bwin.party will für sein erstes Geschäftsjahr (April bis Dezember 2011) eine Dividende von 30 Mio. Euro ausschütten. Davon soll die Hälfte in Form einer Zwischendividende bereits im Oktober 2011, die restlichen 15 Mio. Euro im Mai 2012 gezahlt werden. Für später stellte das Management im Vorfeld der Hauptversammlung eine Auszahlungsrate von mindestens 30 Prozent der vorhandenen Cash-Reserven (free cashflow) in Aussicht.

Weiters soll ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu 75 Mio. Euro aufgelegt werden. Der bereits angekündigte Verkauf der schwedischen Pokertochter Ongame ist eingeleitet und soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein, teilte das Unternehmen mit.

"Progressive Dividendenpolitik"

bwin.party ist Ende März aus der Fusion des Wiener Sportwettenanbieters bwin mit dem britischen Konkurrenten PartyGaming entstanden. Bisher hat sich das Management des neuen Konzerns noch nicht zur Ausschüttung geäußert. Nun haben sich die Direktoren auf eine "progressive Dividendenpolitik" verständigt. In Zukunft, so der Plan, sollen die Aktionäre immer zweimal im Jahr ausgezahlt werden.

Der bisherige Geschäftsverlauf entspreche im Großen und Ganzen den Erwartungen des Managements, trotz der geringen Sportwettenmarge. Für Kunden günstige Spielausgänge im Mai hätten diese gedrückt.

Vom Vorgehen der US-Justiz gegen drei großen Pokeranbieter PokerStars, Full Tilt Poker und Absolute Poker hat bwin.party noch nicht profitiert. Das Zudrehen der Konkurrenz-Portale am 15. April habe sich nicht wesentlich auf den Pokerumsatz ausgewirkt, ließ bwin.party wissen.

Der Casino-Bereich entwickle sich gut, Bingo hingegen sei leicht hinter den Erwartungen.

Weiters ist bwin.party dabei, überflüssige Assets abzustoßen. Dazu zählt beispielsweise das schwedische Pokernetzwerk Ongame. Der formelle Verkaufsprozess sei bereits eingeleitet worden, bis Ende des Jahres soll der Deal abgeschlossen sein, hieß es.

Ongame hatte bwin bereits Abschreibungen in Höhe von rund 400 Mio. Euro beschert: Kurz, nachdem die Wiener das schwedische Unternehmen gekauft hatten, wurde nämlich in den USA überraschend Online-Zocken verboten. Ongame hatte die drittgrößte Pokerseite der USA im Portfolio. Als die Plattform aufgrund der neuen Gesetzeslage zugesperrt wurde, liefen die Kunden zur Konkurrenz über - zu jenen Betreibern, gegen die die US-Justiz jetzt wegen Geldwäsche, Bankbetrugs und illegalen Glücksspiels ermittelt. Das bwin.party-Management macht sich nun große Hoffnungen, bei einer erneuten Marktöffnung in den USA durchstarten zu können. (APA)

ATHARAXIS
 
00
31.8.2011, 17:15

"Pokeranbieter PokerStars, Full Tilt Poker und Absolute Poker hat bwin.party noch nicht profitiert. Das Zudrehen der Konkurrenz-Portale am 15. April habe sich nicht wesentlich auf den Pokerumsatz ausgewirkt, ließ bwin.party wissen."

Kein Wunder, bei der Software, Rakedeals, Promos, die besonders lachhaft sind, laufen alle zu Jokerstars, mal schauen ob sich das das nächste Jahr ändert und wer etwas anderes als Poker spielt hat sowieso mit seinem Leben etwas falsch gemacht.

alexia1
 
00
Man muss sich was im Leben gönnen!

Es ist sicher ein Riesengeschäft, aber es gibt genug vernünftige Spieler, die ab und zu mal zum Spaß spielen wie ich z.B. auf win2day. Man muss sich doch im Leben auch was gönnen!
Im Bingo Room kann man sich sogar für 24 Stunden sperren lassen, was gut für diejenigen ist, die zu viel spielen. Außerdem sind das so kleine Beträge, die man da einzahlt, dass es fast lächerlich ist. Also ich muss sagen, dass ich dem Spielegeschäft positiv gegenüber stehe :-).

trollvottel
00
30.6.2011, 15:37

Tja: Mit dem Leid der Spielsüchtigen macht die Selbstmörder produzierende Industrie ein Riesengeschäft und kann es sich leisten, Politiker gleich im Dutzend zu kaufen *ausspuck*

Mooreel
01
30.6.2011, 09:11

Wie vom Markt erwartet gibt bwin.party anlässlich der heutigen Hauptversammlung auf Gibraltar die Eckpunkte einer Ausschüttungspolitik bekannt. Das Board habe sich für eine "progressive" Dividendenpolitik entschieden und will für das Geschäftsjahr 2011 30 Mio. Euro zahlen, so das Unternehmen. 15 Mio. Euro sollen dabei im Oktober als Interimsdividende fliessen, der Rest im Mai 2012. Anschliessend peilt bwin.party eine Ausschüttungsquote von "nicht weniger" als 30% des freien Cashflows an. Die Praxis mit Interimsdividenden wird beibehalten.

Das Aktienrückkaufprogramm wird bis zu 75 Mio. Euro umfassen und aus bestehenden Cash-Ressourcen gespeist. Das Programm läuft für ein Jahr, alle rückgekauften Aktien werden eingezogen.

Weiters gibt bw

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