Kritik an australischer HPV-Studie

29. Juni 2011, 16:39

Grazer Frauengesundheitszentrum reagiert auf veröffentlichte Ergebnisse mit Kritik

Die Diskussion um das Für und Wider einer Aufnahme der HPV-Impfung ins öffentliche Impfprogramm geht weiter. Kürzlich berichteten australische Wissenschafter - dort wurde die HPV-Impfung ab 2007 für alle Frauen zwischen zwölf und 26 Jahren eingeführt - dass die Immunisierung die Häufigkeit des Auftretens von gefährlichen Zellveränderungen am Gebärmutterhals binnen kurzer Zeit bei Frauen unter 18 Jahren um 38 reduziert habe (derStandard.at berichtete).

Sylvia Groth, Geschäftsführerin des Grazer Frauengesundheitszentrums, reagiert in einer Aussendung mit Kritik: Für sie reichen die Ergebnisse nicht aus, um die Finanzierung eines österreichweiten Impfprogramms durch öffentliche Gelder zu rechtfertigen. Denn die soeben in der Fachzeitschrift Lancet veröffentlichte Studie liefere nur bedingt Beweise für die Wirksamkeit der Impfung gegen Humane Papillom Viren (HPV), die Gebärmutterhalskrebs verursachen können.

Geänderte Früherkennungsleitlinien

Wichtiges Ergebnis der Studie war, dass bei jungen Mädchen weniger von HP-Viren ausgelöste Zellveränderungen festgestellt wurden als in früheren Jahren. Dies wird mit der nationalen HPV-Impfkampagne in Verbindung gebracht, die Australien 2007 als weltweit erstes Land eingeführt hat. Zu beachten sei laut Groth aber, dass ein statistisch signifikanter Effekt sich nur bei Frauen unter 18 Jahren zeigt und nicht bekannt sei, ob die untersuchten Frauen geimpft waren oder nicht. Parallel zur Einführung der Impfung in Australien wurden auch die Früherkennungsleitlinien für Gebärmutterhalskrebs geändert, was sich ebenfalls auf die Häufigkeit der entdeckten Krebsvorstufen auswirken könnte.Die Entwicklung in Australien könnte daher auf die Impfaktion zurückzuführen sein, meint Groth. Es könnten aber auch andere Faktoren gewirkt haben. (red, derStandard.at)

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"dass die Immunisierung die Häufigkeit des Auftretens von gefährlichen Zellveränderungen am Gebärmutterhals binnen kurzer Zeit bei Frauen unter 18 Jahren um 38 reduziert habe "

das stimmt nicht.

es hat sich die zahl der zellveränderungen minimiert. in der studie wurden schwerwiegende und leichte zellveränderungen aber unterschieden und die schwerwiegenden zellveränderungen sind in der geimpften gruppe sogar gestiegen! (in den gruppen über 18 sogar noch um einiges mehr, da sind aber überhaupt alle zellveränderungen gestiegen)

diese impfung FÖRDERT also zellveränderungen und verhindert sie nicht! (geschweige denn hat sie jemals einen krebs verhindert!)

BS in Reinkultur!

Sie lügen mit jedem Posting das Blaue vom Himmel!

Interessant, dass Sie auf der einen Seite die minimalen Schwankungen bei den leichten Veränderungen, die komplett im Rahmen der statistischen Ungenauigkeiten liegen, akzeptieren, während Sie das statitsisch signifikante, eindeutige absinken bei den starken Zellveränderungen bei unter 20jährigen komplett ignorieren.

Sie verstehen ja nicht mal, dass genau das, was da beschrieben wird eine Bestätigung der Wirkung der Impfung ist. Wenn bei den älteren Frauen oder bei den leichten Veränderungen ein Effekt hätte festgestellt werden können, wäre das mit der Impfung gar nicht uz erklären gewesen.

tja, dasselbe theater wie immer... je nachdem wen man fragt eine andere antwort.

ich bin weder für, noch gegen impfung, ich würde nur gerne wissen, ob sie wirkt. und zwar nicht wissenschaftlich, sondern ganz praktisch und real. ich würde gerne wissen, ob ich, über 40 - mit nachgewiesenermaßen kontakt mit den bösen hpv- einer (auch über 40jährigen frau ;-) zur impfung raten soll. es ist mir völlig blunzen, was die impfung kostet, aber es wäre schön, wenn man wissen würde, welcher position man nähersteht: pharmawerbung oder krebsvorsorgeimpfung.

leider hab ich bis jetzt den eindruck, dass eher ersteres der fall ist, ich höre immer nur pharmanahe personengruppen die zur impfung raten.

ps: und ich hab keinerlei lust blödsinnige onlinehahnenkämpfe auszufechten. bin weder hamerfan, noch zuckerkugerlfresser...

In diesem Fall ist wissenschaftlich ganz "praktisch und real"

der hersteller gibt 8% der nebenwirkungen als schwerwiegend an.
brauchst du noch mehr zu wissen, oder reicht das?

also meiner information nach ist eine impfung sinnvoll, wenn kein hpv virus im körper nachgewiesen werden kann. das kann man testen! und warum nicht bei über 40-jährigen? können sich genauso anstecken wie junge mädchen.

Grundsätzlich gilt: die Impfung ist nur dann sinnvoll, wenn noch keine Infektion stattgefunden hat. Eine Infektion ist umso wahrscheinlicher, je mehr Sexualpartner man hatte.

Empfohlen wird Impfung daher für junge Mädchen, idealerweise vor dem ersten Geschlechtsverkehr.

Die Ergebnisse aus Australien zeigen ja auch nur bei der jüngsten Altersgruppe Erfolge.

es wurde keine untersuchung vorgenommen, ob diese mädchen HPV-infiziert waren oder nicht.

ab 18 ist überhaupt kein unterschied mehr bemerkbar und ab 26 ist die zahl der geimpften MIT HPV-ausgelösten geschwüren sogar gestiegen gegenüber der ungeimpften gruppe.

genaues lesen der studien macht schlau - und sicher, dass diese impfung sinnlos und gefährlich ist.

Sie haben die Studie nicht gelesen oder nicht verstanden.

Der Effekt zeigt sich genau deshalb nur bei den jungen Frauen, weil die zuvor nicht infiziert waren - bei dein älteren war überhaupt kein Effekt zu erwarten, weil die zum Zeitpunkt bereits infiziert waren. Genau das wurde bestätigt.

diese daten standen nicht in der studie.

wohl wurde aber zwischen schweren und leichten veränderungen unterschieden.

die schweren veränderungen haben in der gruppe der unter 18-jährigen sogar zugenommen!!

diese impfung VERURSACHT zellveränderungen!!

Sie erfassen nichtmal den Abstract, was wollen's jetzt

hier herumplappern, was in der Studie sei und was nicht?

Sie haben die Studie überhaupt nicht gelesen, sonst würden Sie nicht so einen Quatsch schreiben. Kann natürlich auch sein, dass Sie mal wieder bewusst lügen.

Bei den leichten Veränderungen tut sich in keiner Altersgruppe etwas. Bei den schweren Veränderungen gibt es ein signifikantes Absinken bei den unter 18jährigen und den 18-20jährigen nach etwa anderthalb Jahren und keinen Effekt bei den älteren. Das stimmt exakt wit der Erwartung überein, dass so eine Impfung zuerst in den jüngeren Altersgruppen eine Wirkung zeigt.

Wenn Sie das in der Studie nicht finden haben Sie Tomaten auf den Augen oder sind noch blöder als es ihre Postings vermuten lassen.

äh... ich hab nicht rot gestrichelt ;-)

jetzt mal ehrlich... warum posten sie das jetzt? ich habe keinerlei erotisches interesse an 17-jährigen, sehrwohl aber an 40jährigen frauen.

nicht böse sein, ist freundlich gemeint.

aber haben sie mein erstes posting gelesen?
auf die frage, ob eine impfung für ältere frauen sinnvoll sei zu antworten. ja wenn sie sich noch nicht angesteckt hat... ist nur mäßig bis gar nicht hilfreich.

was soll ich mit der empfehlung anfangen, dass es günstig wäre vor dem ersten gv zu impfen??

sie sehen, wie schwierig es ist antworten (sinnvolle!) zu erhalten. so gehts mir nun seit langer zeit.

von-bis alles dabei.
kondome kein 100%schutz, impfung nicht zu 100%, pap3-abstriche die sich selbst heilen, virusnachweis nicht 100% möglich,

wem wollen sie als nichtmediziner glauben?
nicht zu vergessen, dass sie zu 99% grundlos panik erzeugen. auch nicht angenehm.

???

War aus meinem Posting wirklich nicht ersichtlich, dass eine Impfung bei einer 40jährigen Frau nicht sinnvoll ist?

:-?

sagen wir 50-50 ;-)

vielleicht bin ich schon etwas sensibel zu dem thema.

aber sehen sie mein dilemma? ich krieg einfach keine antwort. im besten, bzw ehrlichsten fall ein schulterzucken. da geistert dieses thema durch die medien und wenn ich frage, was ch jetzt tun soll: keine ahnung.

von unnötiger panikmache bis zum krebsbringer. ich kanns mir aussuchen.

macht mich etwas unglücklich ehrlich gesagt.

Aber wer empfiehlt denn die HPV-Impfung für 40jährige? Da sollten Sie eigentlich nirgendwo etwas anderes gehört haben als von mir grade.

man weiss es eben noch nicht, da man annimmt, dass ältere (sexuell aktive) frauen, die nicht an gebärmutterkrebs oder dessen vorstufen erkrankt sind...

dies auch nur mehr zu einem sehr geringen %satz befürchten müssen.
da ich nun von mir weiss, dass ich mit den bösen hp-viren kontakt hatte, kann ich wohl nicht für mich alleine entscheiden, ob es gefährlich wäre oder nicht. ich muss es sowieso sagen. vielleicht hab ich nur das "pech" es so genau zu wissen. leider kann ich nicht einschätzen, wie gefährlich dies wirklich ist. ich vermute eher,unnütze panikmache, aber stellen sie sich vor ich sag nix und dann gibts ein problem mit krebs. es gibt vermutungen, dass sexuell aktive menschen sowieso zu p=0,8 damit in kontakt kamen, was mir aber wenig hilft, wenns dann doch zu krebs führt.

ich war bisher bei meiner hausärztin, bei meinem uro und bei einem gyn. keine (mich)zufriedenstellende antwort

hier findest du einige sehr gut recherchierte artikel (inkl. angaben der studien) zum thema.
http://ehgartner.blogspot.com/search/label/HPV

ich hoffe, das hilft dir.

Ich fürchte bessere Antworten gibt es einfach nicht

Ich sage das jetzt nur als durchschnittlich gebildeter Forenposter:
Es gibt momentan offenbar keine umfangreichen unabhängigen Studien zu den Vorraussetzungen die sie nennen. Also bleiben Sie wahrscheinlich mit Ihren Überlegungen auf sich gestellt.
Was das "Richtige" ist, hängt wohl stark von den individuellen Umständen ab. Mit den Konsequenzen im konkreten Fall zu viel oder zu wenig gesagt zu haben müssen ohnehin Sie leben.
Nach allem was ich gelesen habe ist eine Impfung mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr sinnvoll.
Die Frage ist also eher ob sie einfach akzeptieren können Träger zu sein (was eh fast jeder ist), sicherheitshalber enthaltsam leben, oder die Impfung zur Gewissensberuhigung einsetzen.

Nun ja, wenn es drei Ärzte im persönlichen Gespräch nicht geschafft haben Ihnen eine zufriedenstellende Antwort zu geben, werde ich es in einem Internetforum auch nicht schaffen. Vielleicht gibt es für Sie keine zufriedenstellende Antwort weil Sie eine absolute haben wollen. Wenn Sie auf Nummer Sicher gehen wollen lassen Sie eben impfen. Wenn bereits eine Infektion bestanden hat war es dann eben rausgeschmissenes Geld.

es geht mir ja nicht um ein paar lumpige euronen... es geht mir darum, dass ich ev. jemanden, die sonst ihr leben lang nie über dieses thema den kopf zerbrechen würde

in angst und schrecken versetze. möglicherweise völlig unnötig.

zu sagen- impfen sie halt - ist eine eher männliche herangehensweise. ich vermute einen mann hinter ihren postings :) frauen denken da sicherlich anders.

nebenwirkungen- da finden sie dann auch solche sachen: "Zu ihnen zählen beispielsweise eine Art von Nervenlähmung, Blutgerinnsel und auch Todesfälle."
http://tinyurl.com/6ztszdh

ich will ja auch gar keine absolute meinung. mir reicht eine von unabhängigen ärzten bevorzugte meinung (welche ich nicht erkenne). es reicht mir, wenn wie zb bei der zeckenimpfung der großteil der ärzte ja dazu sagt.

diejenigen die in impfungen generell teufelszeug sehen wirds immer geben und da hab ich auch kein problem damit...

ich frage mich was für probleme sie erst haben müssen

wenn es darum geht im auto den sicherheitsgurt anzulegen, oder dies anderen zu raten.

da müssen sich ja wahre dramen abspielen.

der sicherheitsgurt hat (ohne unfall) nicht 8% schwerwiegende nebenwirkungen bis hin zum tod.

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