AKH Linz entwickelte neuen HIV-Gentest

29. Juni 2011, 15:52

Prüft Wirksamkeit eines neuen Medikaments schnell und günstig

Linz - Dozent Jörg Berg und Molekularbiologe Christian Paar aus dem Linzer AKH-Labor sowie die Leiterin der HIV-Abteilung der Dermatologie, Maria Geit, haben einen Gen-Test entwickelt, der die Wirksamkeit eines neuen HIV-Medikaments schnell - innerhalb weniger Tage - und günstig prüft. Das gab das Krankenhaus in einer Aussendung bekannt.

Blockierende Funktion

HIV-Infizierte nehmen täglich einen Medikamentencocktail ein. Diese Therapie habe jedoch auch Nebenwirkungen, unter anderem Nierenschäden und Übelkeit. Das neue Medikament (CCR5-Rezeptor Blocker) sei im Gegensatz zu anderen sehr gut verträglich, erklärte Geit. Es habe einen völlig neuen Wirkmechanismus, könne jedoch nicht bei allen HIV-Infizierten angewendet werden.

Die Arznei blockiert den CCR5-Rezeptor der Zelloberfläche, den das HI-Virus überwiegend benützt, um eine Zelle zu infizieren. Es könne dazu aber auch einen anderen Rezeptor nehmen, so Geit. Dann wäre das Medikament aber sinnlos. Der neue Test zeige nun, ob der Patient mit dem R5-HIV-Virus infiziert sei und folglich der R5-Rezeptor Blocker wirke.

Das besondere an dem neuen Tropismustest mit HIV RNA und proviraler DNA ist, dass er an einem Virus in der Zelle durchgeführt werden kann. "Wir behandeln die Patienten mit der Medikamententherapie so gut, dass außerhalb der Zelle kaum genug von dem Virus zu finden ist, um einen Test machen zu können", sagte Geit. Mit der neuen Methode kann nun das Virus aus der Zelle benützt werden, um festzustellen, welchen Rezeptor er genommen habe, um die Zelle zu infizieren. Das gehe innerhalb einiger Tage. Ein Nachweis mittels Zellkultur dauere vier bis sechs Wochen. Im AKH Linz werden rund 500 HIV-Patienten betreut, deshalb sei das Interesse an dem Test sehr groß gewesen, hieß es. (APA)

Die HIV-Station in Linz

wird doch angeblich geschlossen?

ergänzung

habe mich informiert:
die bettenstation soll geschlossen werden, die ambulanz bleibt.
"In Oberösterreichs einzigem Krankenhaus, dem Linzer AKH, in dem auch Aidspatienten betreut werden können, stehen die Zeichen auf Sturm. Im Zuge der Spitalsreform soll die Abteilung für Dermatologie in eine Tagesklinik umgewandelt werden. Mit der Schließung der Abteilung für Dermatologie würden auch die 15 Spitalsbetten für Aids-Patienten in Gefahr sein. Die Patienten benötigen eine Pflege rund um die Uhr, die eine Tagesklinik nicht bedienen könne." OÖ Nachrichten

verstehe nicht ganz was gemeint ist ... weder beim ersten, noch beim zweiten link.

Blödsinn!

...eher zum Vergessen.

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