Rekordjahr für die Vereinigten Bühnen Wien

29. Juni 2011, 15:52
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Bilanz für 2010 ergab 1,8 Millionen Gewinn - Musical "Rebecca" soll an den Broadway

Wien - Ein "überaus erfreuliches Bild" zeichnete der Generaldirektor der Vereinigten Bühnen Wien (VBW), Thomas Drozda, am Mittwoch  bei einem Bilanzpressegespräch zum Jahr 2010. Mit 650.455 Besuchern in Österreich, etwa doppelt so vielen im Ausland und einem Gewinn von 1,8 Millionen Euro (im Inland: 750.000 Euro) durfte man ein Rekordjahr verbuchen.  Musical-Intendantin Kathrin Zechner könne demnächst mit ihrer Vertragsverlängerung rechnen, so Drozda.

Sowohl bei den Karteneinnahmen (29,7 Millionen Euro) als auch bei den Sponsoringeinnahmen (1,3 Millionen Euro) verzeichneten die VBW ein "All-Time-High", so Drozda. Entsprechend ist auch die Eigendeckung gestiegen und beträgt nun 50,1 Prozent (Musical: rund 70 Prozent, Oper: rund 20 Prozent). Gleichzeitig sei die Subvention seit 2008 um fast drei Millionen Euro gesunken (2011: 37,1 Millionen Euro): So wird ein Musical-Ticket derzeit mit rund 30 Euro subventioniert - "das Gros kommt dem Opernbetrieb zugute", mit rund 200 Euro pro Karte.

Die Besucherzahlen im Theater an der Wien sind mit rund 90.000 nun schon länger konstant, gestiegen sind dabei die Abo-Verkäufe auf derzeit 4.621 bzw. 23.650 Abo-Tickets. Die Musical-Besucherzahlen haben sich nach einem Einbruch 2009 auf 560.819 gesteigert, im Ausland wurden die exportierten VBW-Musicalproduktionen im Vorjahr von 1,289 Millionen gesehen. Spitzenreiter ist dabei "Elisabeth", das mittlerweile insgesamt 8,5 Millionen Zuschauer im Ausland verbuchte, gefolgt von "Tanz der Vampire" (6 Millionen). In Südkorea, einem "heiß umkämpften Markt", ist "Mozart!" kürzlich gestartet, "Rebecca" soll in den nächsten Jahren am Broadway Premiere feiern.

Mit Auslastungszahlen von 96,3 Prozent beim Musical und 93,7 Prozent bei der Oper ist am heimischen Markt "eigentlich fast alles erreicht", so Drozda, expandieren kann der Konzern vor allem im Ausland. "Es läuft gut, man darf aber nicht vergessen, welchen Risiken dieses Geschäft ausgesetzt ist". Zu den derzeit insgesamt 3,75 Millionen Euro Rücklagen würde der Generaldirektor deshalb gerne sicherheitshalber "noch das eine oder andere dazu erwirtschaften".  (APA)

  • Wird im Herbst in  Stuttgart und St. Gallen laufen:  "Rebecca"

www.musicalvienna.at
    foto: vbw / a. chr. wulz

    Wird im Herbst in Stuttgart und St. Gallen laufen: "Rebecca"

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