Gletscherschmelze

Wissenschafter warnen vor zerstörerischem "Ausbruch" von Seen

2. Juli 2011, 18:00

Eu-Projekt untersucht Gletscherregionen in Österreich, Schweden und Kirgisien

Wien - "Bis auf wenige Ausnahmen schmelzen weltweit die Gletscher." So fasst Hermann Häusler vom Department für Umweltgeowissenschaften der Uni Wien und Leiter eines EU-Projekts zum Risikopotenzial der Gletscher in Europa und Zentralasien die aktuelle Lage zusammen. Die Schmelze ist aber nicht nur ein Faktor auf globaler Ebene, sondern kann auch höchst konkrete - und zerstörerische - Auswirkungen auf die unmittelbare Umgebung haben.

Einerseits würden sich im ehemaligen Stirnbereich der abgeschmolzenen Eismassen Seen bilden, "die in weiterer Folge ausbrechen und riesige Flutwellen erzeugen können", so Häusler. In solchen Fällen würden mehrere hunderttausend Kubikmeter Wasser schlagartig ins Tal stürzen. Ein derart gewaltige Flutwelle würde alles verwüsten, was sich ihr in den Weg stelle. Andererseits würden nach einem Gletscherrückzug auch die Hänge instabil und neigten - etwa bei Erdbeben - zu Hangrutschungen. Nach Angaben der Wissenschafter kosten derartige Katastrophen alljährlich Menschenleben.

Untersuchte Regionen

In ihrem Projekt analysieren die Wissenschafter die Auswirkungen der Klimaveränderung auf das Gletscherverhalten in Österreich (Salzburger Alpen, Goldbergkees und Pasterze), in der schwedischen Region Lappland und in Kirgisiens (Tien-Shan-Gebirge). Sie wollen solchen Katastrophenszenarien durch verbesserte Prognosemodelle und eine angepasste Landnutzungsplanung vorbeugen. "Die Öffentlichkeit ist sich zu wenig bewusst, welche Gefahren hier wirklich lauern", so Häusler.

Im Tien Shan-Gebirge erforscht Häusler mit seinem Team den Inylchek-Gletscher, mit 80 Kilometern der längste Hochgebirgsgletscher der Welt: "Wir haben es hier mit einer weltweit einzigartigen Situation zu tun, da auf derselben geografischen Länge und Breite ein Teil des generell im Rückzug befindlichen Gletschers noch immer aktiv vorstößt." Außerdem werde zwischen dem nördlichen und dem südlichen Inylchek regelmäßig ein See aufgestaut, der aufgrund kaum bekannter Ursachen fast jährlich ausbreche.

Hinsichtlich der Zukunft der Hochgebirgsgletscher geht Häusler davon aus, dass sich die Situation weiter verschärfen wird. "Dass es - wie manche Kollegen meinen - bereits in 50 Jahren keine Gletscher mehr geben wird, glaube ich aber nicht. Es existieren sehr fundierte Forschungsergebnisse, die zu weit weniger pessimistischen Einschätzungen kommen", so der Forscher. (APA/red)

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MASCH49
 
02
Wer unsere verantwortlichen Granden kennt ...

weiss, dass wir den bestmöglichen Schutz gegen eine
solche Bedrohung erhalten. Und wenn es dann passiert
ist, waren es halt Umstände mit denen NIEMAND rech-
nen konnte und wir erden es das NÄCHSTE Mal genau-
so machen.

nomad13
23
Armageddon kommst du schon?

Ich könnte jetzt Loehle posten - aber das erzürnt wieder die CO2gläubigen also poste ich Hockey Schtick M. Mann u was wiki commercial so bietet:
http://en.wikipedia.org/wiki/File... arison.png
Der schwarze veraltete Strich ist die gemessene
Temperatur - also ohne Proxys...
Das Problem ist halt - hier die gemessene:
www.woodfortrees.org/plot/wti
...die Nasa hat bereits verkündet - dass mit einem Maunder Minimum zu rechnen ist - solar(u ozean)mässig deutet alles daraufhin....U selbst wenn wir das nicht anehmen u die gebogenen Daten hernehmen - des sich selbst peer reviewenden IPCC sprich UN Instrumentes (wiki) - dann liegen wir heute auf ~ dem Level der mittelalterlichen Warmzeit.

nomad13
22
also die mittelalterliche Warmzeit ist nur 1000Jahre

her-schlag ich nochmal 4 Nullen drauf...gelang ich bald in eine Zeit-in der die Antarktis eisfrei u mit üppigen Wälder ausgestattet war.Die Frage ist einfach-vor was fürchten sich die CO2Kasperl?
Selbst wenn wir den nonsense ernst nehmen würden - vorher geht DEFINITIV die Biodervisität zu Grunde od ganz einfach die Erde erstickt an ihrem Dr*ck - aufgrund der D*mmheit des Menschen.Wir wissen auch-dass wir alleine über neuen ökologischen Anbau u Humus (abseits Gensaat, Biosprit...)das CO2 Problem lösen könnten. Kommt nichtmal zur Ansprache? LOL

Das zeigt übrigens auch auf-dass ein falscher Planwirtschaftsgedanke dahinter steckt. Aber geoengineering rettet uns mit noch mehr Dr*ck?
Begrabt die Klimawissenschaftler

werft sie in den Löwenkäfig

aleph null
21
Am besten gefallen mir ja die Zeitgenossen,

die ernsthaft befürchten, dass sie wegen ein paar ppm CO2 mehr in der Atmosphäre gleich Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen bekommen.

Diesen Herrschaften ist einfach nicht klar, dass man durchaus 600 ppm oder gar 700 ppm CO2 morgens in Bodennähe in Wäldern messen kann. Demnach wäre Waldluft also schädlich. Die Pflanzen freuen sich aber über das Mehr an CO2. Es kommt nicht von ungefähr, dass man sagt, "Morgensonne" sei am besten für das Pflanzenwachstum.

Ohne CO2 gäbe es nicht. Das ist ein Faktum, das von vielen in der Klimatologie tätigen Pseudowissenschaftlern einfach ignoriert wird.

aleph null
11
Soll heißen:

"Ohne CO2 gäbe es UNS nicht"

Jedenfalls erinnert mich das Theater um die globale Erwärmung (neuerdings heißt es ja "Klimawandel", weil es in letzter Zeit mit der Erwärmung nicht sehr weit her ist) immer stärker an Kishons Blaumilchkanal, in der sich die sog. Klimaskeptiker in der Rolle des Benzion Zieglers wiederfinden werden.

1000undeine8
20

immer wieder amüsant, wenn die anti-AGW-kreuzritter ausziehen, ausgerüstet mit sachkenntnissen ziemlich trivialer natur ("ohne CO2 gäbe es uns nicht!") und ansonsten nichts außer ihrem glauben.

ihre 700 ppm am waldboden sind ganz besonders rührend. üblicherweise packe die nämlich ich aus, wenn "skeptiker" mit der aufregenden erkenntnis angelaufen kommen, dass in den 40ern des vergangenen jhdts. viel mehr als 385 ppm CO2 gemessen wurden (in bodennähe, versteht sich).

aleph null
01
Was die Sachkenntnis betrifft, so wäre ich vorsichtiger

http://papers.ssrn.com/sol3/pape... id=1871503

Im Klartext: je besser informiert die Menschen sind, umso skeptischer sind sie :-))

Die Sorge, dass wir in eine Katastrophe schlittern, kann ich angesichts des vorliegenden Zahlenmaterials nicht nachvollziehen. Unsere Emissionen sind ein sehr bescheidener Beitrag zum natürlichen Kohlendioxidkreislauf (im Bereich von wenigen Prozent) und die paar Zehntel Grad mehr pro Jahrhundert machen mich auch nicht besonders nervös, zumal man nicht einmal genau weiß, welchen Anteil wir an der Temperaturerhöhung tatsächlich haben.

1000undeine8
10

"Unsere Emissionen sind ein sehr bescheidener Beitrag zum natürlichen Kohlendioxidkreislauf (im Bereich von wenigen Prozent)"

einen anstieg von vorindustriellen ~280 ppm auf 385 ppm in ~150 jahren (138% des vorindustriellen wertes) bezeichnen sie als "wenige prozent"?

(sparen sie sich bitte das zitat, dass die anthropogenen CO2-emissionen nur 2% der natürlichen umsatzes von kohlenstoff ausmachen. wir kennen es zur genüge und es war schon in früheren kommentaren witzlos).

aleph null
01
Eine Gehaltserhöhung von 1000 Euro auf 1100 Euro

ist zwar beträchtlich, trotzdem sind 1100 Euro ein sehr bescheidenes Gehalt.

Searles
 
10

Litten Pflanzen in vorindustrieller Zeit an CO2-Mangel (also so wie jemand mit 1100 EUR bei uns an Geldmandel leidet) oder konnten sie sich alles leisten - Wachstum, Blaetter, Fruechte, Vermehrung - was sie wollten?

aleph null
00
Leiden Sie an einer CO2-Intoxikation?

Searles
 
10

Nein, warum genau? Du vergleichst 280 ppm mit 1000 EUR Gehalt und 385 ppm mit 1100 EUR Gehalt, sagst, dass 1100 eh wenig ist - d.h., dass Leute mit 1100 EUR sich wenig leisten koennen. Nun, die CO2-Konsumenten sind auf unserem Planeten wohl Pflanzen, also meine Frage - leiden Pflanzen mit 280 ppm CO2 unter einem Mangel (wie auch Menschen mit 1000 EUR Gehalt) oder sollte man die 280 ppm nicht eher mit 2000 EUR vergleichen?

aleph null
01
Warum gönnen SIe den Pflanzen nicht 3000 Euro?

Lorenz v. Lettenau
23
Mir egal, ich wohne in Wien-Breitensee im letzten Stock.

die naive
11
Diese Warnungen erinnern mich

an die "Tante Jolesch" von wegen " seid besorgt, Brief folgt......"

1000undeine8
02

überrascht es sie, dass im zuge einer erwärmung gletscher schmelzen? oder sich schmelzwasser in seen sammelt? oder natürliche talsperren eher brechen, wenn mehr schmelzwasser auf ihnen lastet?

die naive
30

Es gibt ja auch Wissenschaftler, die vor einer zunehmenden Abkühlung warnen.

So oder so - klimatische Schwankungen gab es immer. Dass die Menschheit dass ihre dazu beiträgt, dürfte klar sein. Dass die Natur letztlich stärker ist, wohl auch!

Pucifer
20

Wiso sollte die Natur "letztlich" stärker sein?
Es gibt konkrete Überlegungen und Vorschläge zum Geoengineering der Erde.
letztlich wird die Natur gezähmt werden (müssen).
Das wird zwar noch ein paar Jahrzehnte dauern aber ist unausweichlich und durchaus sinnvoll.

die naive
00

Wie stellt man sich die Zähmung zB bei Vulkanen vor?

Pucifer
00

Es werden Barrieren errichtet um den Strom der Lava zu lenken. Viel mehr wird man bei einem Vulkan nicht tun können. Am inteligentesten in diesem Fall ist es immer noch nicht in der Nähe von einem Vulkan zu wohnen ;)

nomad13
15
Was ist Pucifer? - etwa die Pusssy von Lucifer

Die Natur gehört gezähmt? Die Erde hat eine generelle Reinigung von Nöten - u erst recht von Kapserln welche die Biodervisität noch mehr versauuuen. LOL Geoengineering? Da freuen sich die sogenannten Wissenschaftler - wenn sie in der Realität ein bisschen rumpfuschen können. Da bekommens Boden unter die Füsse. Die Klimawissenschaftler? LOL Das sind diejenigen - die für Physik u andere Fächer zu d*mm waren... Das beste wär - man wirft das Paaack in den Löwenkäfig - dann lernens was über die Natur.

Pucifer
00

Naja, jedenfalls mit zeitgenössischer Musik kennen sie sich scheinbar nicht aus.

Und über die entwicklung der Wissenschaften und Technik sollten sie auch ein bischen lesen, dann wüssten sie nämlich, daß geoingeneering inetwa beim Aderlass in der Entwicklung der Medizin angekommen ist, nur, daß es nicht mal etwas gibt, womit man vernünftig schneiden könnte.
Aber lassen sie der Forschung mal ein paar dutzend Jahre, dann regnets an ihrem Urlaubsort genau eine Stunde am Tag von morgens um 4-5. ;) Und dann unterhalten wir uns nochmal über ihren lächerlichen Zynismus.

Pucifer
00
und weil es gerade so schön passt ;)

http://derstandard.at/130868050... erwaermung

Pucifer
00
lesen sie die texte auch, die sie verlinken?

"are developing technologies which are still striving to achieve a sound scientific foundation and which have to be adapted to enormously varied natural conditions."

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