Wiener Kammeroper droht Zahlungsunfähigkeit

29. Juni 2011, 13:27

Petition für Fortbestand nach Subventionskürzung

Wien  - Die Wiener Kammeroper sieht sich angesichts der Subventionskürzungen des Kulturministeriums in ihrer Existenz bedroht. Nun werben die beiden Direktoren Isabella Gabor und Holger Bleck mit einer Internetpetition um Unterstützung. Ein Großteil der Mitarbeiter sei bereits gekündigt und man habe der Stadt Wien ein neues künstlerisches und wirtschaftliches Konzept vorgelegt. Die seit Februar laufenden Gespräche mit der Stadt müssten nun "schnellstens zu Ergebnissen führen, da die Wiener Kammeroper ansonsten zahlungsunfähig wird", heißt es im Petitionstext. Auch dürfe sich das Ministerium nicht seiner Verantwortung entziehen.

Das neue Kammeroperkonzept sieht unter anderem die gemeinsame Bespielung mit Partnern aus der Wiener Opernszene vor. Denkbar seien hier etwa die Freie Oper Wien oder das Theater an der Wien, hatte Bleck im Mai überlegt. Man wolle sich auch weiterhin mit dem Genre "Kammeroper" und zeitgenössischen Musiktheaterformen auseinandersetzen, was auch für die Förderung des musikalischen Nachwuchses, Musikvermittlungsprojekte und den "Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb" gelte, der am 3. Juli im Wiener Rathaus über die Bühne geht.

Ausgangspunkt für die Existenzkrise des Hauses waren die Streichungen der Subventionen durch das Kulturministerium. Diese waren zwischen 2008 und heuer von 650.000 Euro auf 150.000 Euro gesunken. 2012 soll nun keine Zahlung mehr erfolgen.  (APA)

In der gleichen Ausgabe bejubeln die Vereinigten Bühnen Wien einen "Gewinn" von 1,8 Millionen, der ihnen von 37,1 Mio Subvention überblieb.
150000 Euro im Jahr sind nicht einmal ein halbes Prozent der an die VBW ausbezahlten Subventionen.
Das nennt man Chancengleichheit ?

noch dazu ein haus, das jungen sängern eine chance gibt..., das werke spielt, die man sonst nicht so leicht zu hören bekommt u der renommierte gesangswettbewerb - irrsinn, das einfach wegzusparen. strukturmaßnahmen schön u gut, aber bitte nicht immer nur unten mit dem sparen anfangen!

ohne jetzt die vereinigten bühnen wien in schutz nehmen zu wollen: deren 37 mio. kommen ausschließlich von der gemeinde wien, während die kammeroper 2011 150.000,-- vom bund und angeblich weitere 700.000,-- von der stadt wien erhalten hat, insgesamt also mit 850.000,-- subventioniert wurde.
auch kann man die vbw mit der kammeroper schon größenmäßig schlecht vergleichen, vom programm ganz abgesehen.

Willkommen in unserer Realität, liebe Kammeroper!

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