Tag der Selbsthilfe unter dem Motto "Der informierte Patient. Störfaktor oder Wunschbild ?"
Wien - Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, chronische Atemwegserkrankungen und Diabetes: Diese vier chronischen Erkrankungen gehören zu den größten Krankheiten mit möglicher Todesfolge und sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO weltweit für rund 60 Prozent aller Todesfälle verantwortlich. In Österreich leidet laut Daten der Statistik Austria rund ein Drittel der Bevölkerung über 15 Jahren an zumindest einer chronischen Erkrankung. Darauf macht der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger in einer Aussendung aufmerksam. Unter dem Titel "Der informierte Patient. Störfaktor oder Wunschbild ?" veranstaltet der Hauptverband gemeinsam mit der ARGE Selbsthilfe Österreich - dem Dachverband von rund 1.600 Selbsthilfegruppen - am Mittwoch bereits zum vierten Mal den Tag der Selbsthilfe.
Experten der eigenen Krankheit
Rund 250.000 chronisch Kranke haben sich bereits österreichweit zu Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen. Monika Maier, Mitglied der ARGE Selbsthilfe Österreich: "Durch die Teilnahme an Selbsthilfegruppen werden die Mitglieder zu Experten der eigenen Erkrankung. Damit wird zum einen die Selbstbestimmung und Eigenverantwortung der Patienten gestärkt, und zum anderen auch das Arzt-Patienten-Gespräch auf selber Augenhöhe ermöglicht". In Selbsthilfegruppen werde immer noch ein Großteil der mangelnden Versorgung mit alltagsorientierten Schulungen und fehlender psychosozialer Versorgung durch die überwiegend ehrenamtliche Arbeit in den Gruppen kompensiert. (red, derStandard.at)