UNO verlängert Mandat für Friedensmission

28. Juni 2011, 18:49

Unterstützung bei Wahlen auf Bitte der lokalen Behörden

New York - Die UNO hat das Mandat für ihre Mission im Kongo angesichts der bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in dem zentralafrikanischen Land um ein Jahr verlängert. Der UNO-Sicherheitsrat stimmte am Dienstag in New York einstimmig für eine Fortsetzung des MONUSCO-Einsatzes (United Nations Organization Stabilization Mission in the Democratic Republic of the Congo). Die UNO-Mission werde auf Bitte der kongolesischen Behörden die "Organisation und Umsetzung der nationalen, Provinz- und Kommunalwahlen technisch und logistisch" unterstützen, erklärte das Gremium.

Die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen sind für November geplant. Staatschef Joseph Kabila wird sich nach seiner ersten fünfjährigen Amtszeit voraussichtlich zur Wiederwahl stellen. Der UNO-Sicherheitsrat bezeichnete "friedliche, glaubwürdige und transparente Wahlen" als "entscheidende Voraussetzung für die Festigung der Demokratie und der nationalen Aussöhnung" im Kongo.

Hauptaufgabe der MONUSCO bleibt der Schutz der Zivilbevölkerung. Im Kongo werden die Menschen immer wieder Opfer von Massenvergewaltigungen und den Angriffen bewaffneter Banden. In der östlichen Region Süd-Kivu wurden vor gut zwei Wochen nach UN-Angaben etwa 170 Menschen vergewaltigt. Die MONUSCO zählt mit rund 20.000 Blauhelmsoldaten zu den größten und teuersten Friedensmissionen der Vereinten Nationen. Ein Zusammenschluss aus 47 kongolesischen und internationalen Organisationen hatte am Donnerstag den UN-Sicherheitsrat aufgerufen, die Mission mit mehr Mitteln auszustatten, um die Zivilbevölkerung besser zu schützen. (APA)

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