WebStandard-Interview

Ubisoft-Chef: Wii U ist das nächste große Ding

Interview | Zsolt Wilhelm, 2. Juli 2011, 09:58
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    foto: reuters/charles platiau

    Yves Guillemot, CEO Ubisoft, hofft auf weitere Öffnung des Spielemarktes.

Yves Guillemot über die großen Videospiel-Trends, lukrative Gratisspiele und weshalb 3DS und Vita eine Chance haben

Der drittgrößte Videospielhersteller Ubisoft feiert 2011 sein 25-jähriges Jubiläum. Viel hat sich getan seit der Gründung. Sowohl die technischen Möglichkeiten als auch das Publikum haben sich verändert. "Der Markt zählt heute eine Milliarde Kunden", erklärt Firmengründer Yves Guillemot im Interview mit dem WebStandard. Kinect, PlayStation Move und Nintendos Wii U werden dabei helfen, Videospiele zugänglicher machen. Daneben werden Konzepte wie "Gratisspiele" der nächste große Gewinnbringer.

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derStandard.at: Ubisoft feiert dieses Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Sie haben das Unternehmen damals gegründet. Wie hat sich die Spielelandschaft ihrer Meinung nach über das vergangene Vierteljahrhundert verändert?

Yves Guillemot: Der Markt zählt heute eine Milliarde Kunden. Das hilft der Industrie sich weiterzuentwickeln. Dadurch hat sich das Feld für unterschiedlichste Spielkonzepte geöffnet. Die soziale Verknüpfung wird immer wichtiger. Interessant für uns (Entwickler) ist, dass wir viele der neuen Entwicklungen rund um soziale Medien in unsere HD-Games einbauen können.

derStandard.at: Neben den Inhalten verändert sich zudem die Art, wie Spiele vertrieben werden. Die Download-Distribution spielt eine immer wichtigere Rolle. Sind die Tage der "verpackten" Spiele, wie man sie im Geschäft kaufen kann, gezählt?

Yves Guillemot: Das glaube ich nicht. Die Art und Weise, wie Spiele konsumiert werden, verändert sich. Mit der digitalen Distribution erweitern wir aber auch den Markt.

derStandard.at: Gleichzeitig revolutionieren manche Hersteller auch das grundlegende Geschäftsmodell und bieten "Free-to-Play"-Spiele an. Hierbei ist das Spiel gratis, für Einnahmen sollen erwerbbare Zusatzinhalte sorgen.

Yves Guillemot: Ich glaube, es ist ein guter Ansatz, weil es einem ermöglicht etwas auszuprobieren. Gefällt es mir, kann ich in weitere Inhalte investieren. Es gibt Kunden eine gute Kontrolle über die Spielwelt.

derStandard.at: Ist das das Modell von morgen?

Yves Guillemot: Ich denke, wir werden einen Mix aus mehreren Modellen haben. Dieses wird definitiv eines davon sein.

derStandard.at: Wie aus der Branche zu vernehmen ist, generieren manche Free-to-Play-Spiele bereits jetzt schon mehr Umsatz pro Kopf als traditionelle Vollpreisspiele. Ein Grund dafür sei, dass Spieler zwar kleinere Beträge aber auf lange Zeit investieren. Können Sie das bestätigen?

Yves Guillemot: Ja, das Konzept ist interessant, da sie manchen Kunden praktisch eine unbegrenzte Menge an Inhalten verkaufen können. Manche stecken 1.000 Euro in ein Spiel, weil sie ihre Spielwelt erweitern wollen. Auf der anderen Seite, verdient man durch andere Kunden gar nichts. Aber tatsächlich generieren manche Games mehr Umsatz mit diesem System, als typische PC-Spiele.

derStandard.at: Heißt das, ein "Gratisspiel" kann sogar lukrativer sein, als ein Vollpreisspiel?

Yves Guillemot: Ja. Das ist es, was wir sehen.

derStandard.at: Ein anderer Trend geht in Richtung alternativer Steuerungsmethoden. Kinect und PlayStation Move erfassen zunehmend auch traditionelle Franchises wie Sportspiele, Shooter und RPGs. Werden in Zukunft alle Spiele neuartige Steuerungskonzepte unterstützen - ist das ein neues "Must have" für Entwickler, wie es einst der Mehrspielermodus war?

Yves Guillemot: Fakt ist, dass dieses Accessoires mehr Spielern den Zugang zu Videospielen ermöglichen. Genauso glaube ich, dass Nintendo mit der Wii U und dessen Touchcontroller das Fenster für neue Kunden weiter öffnen wird.

derStandard.at: Trifft das nur auf Casual-Games zu oder werden dadurch auch Hardcore-Games zunehmend zugänglicher gemacht?

Yves Guillemot: Nicht zwangsweise. Was passieren wird ist, dass Entwickler diese Features integrieren werden, wenn sie für den Spieler hilfreich sind.

derStandard.at: Viele Entwicklungen rund um Kinect und Move erinnern an den einstigen Hype rund um Nintendos Wii, der solange anhielt, bis viele Dritthersteller realisieren mussten, dass es abseits von einigen wenigen Bestsellern relativ wenig Geld zu holen gibt. Glauben Sie droht Kinect und Move eine ähnliche Blase?

Yves Guillemot: Ich glaube, diese Weihnachten steht Kinect und Move abermals ein starkes Geschäft bevor. Im Speziellen für Kinect, weil es einfach eine neue Art der Interaktion bietet. Das bringt abermals neue Kunden in den Markt.

derStandard.at: Haben Sie keine Angst, dass eine Fülle von Casual-Games erneut auf der Strecke bleiben wird?

Vergangenes Jahr war sehr erfolgreich, von daher glaube ich, dass es auch dieses Jahr sehr gut laufen wird.

derStandard.at: Sie sprachen bereits Nintendos Wii U und dessen neues Steuerungskonzept an. Ist das das nächste große Ding?

Yves Guillemot: Ja, das denke ich. Ich glaube, das ist ein sehr interessantes Konzept mit großen Erfolgschancen.

derStandard.at: Auf der E3 hatte Nintendo nicht mehr als Demos von Spielen zu zeigen. Glauben Sie, ist bis zum Start 2012 genug Zeit, um ein reichhaltiges Start-Line-up zu produzieren?

Yves Guillemot: Sehr viele Entwickler arbeiten bereits an Wii U-Projekten. Ich glaube, es wird viele Titel zum Start geben.

derStandard.at: Also ist kein ähnliches Szenario wie etwa beim Start der PS3 zu befürchten. Damals dauerte es gut ein Jahr bis die ersten großen Werke erschienen.

Yves Guillemot: Nein, das befürchte ich nicht. Es ist nicht allzu schwer für die Wii U zu entwickeln.

derStandard.at: Können Sie einschätzen, wie stark die Hardware sein wird? Von den gezeigten Demos her zu urteilen, dürfte die Wii U in etwa auf dem Stand der aktuellen Generation sein...

Yves Guillemot: Dazu kann ich noch nicht allzu viel sagen. Ich denke, die Konsole wird recht stark werden. In jedem Fall wird aber der Controller für Innovation sorgen.

derStandard.at: Insgesamt ist ein starker Trend zur Konvergenz zu verzeichnen. Das gilt vor allem für Handhelds. Haben Spezialisten wie der 3DS und die PS Vita noch eine Chance in Zeiten des boomenden Smartphone-Spielemarktes?

Yves Guillemot: Ich denke, es wird von den Spielen abhängen. Das gilt für jede Plattform. Egal, um welche Maschine es sich handelt, die Leute gehen dorthin, wo es gute Games gibt.

(Zsolt Wilhelm, derStandard.at, 2.7.2011)

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lol2
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Haha selten so gelacht! Die Wii U wird genauso floppen wie die Wii. Nintendo sollte sich endlich aus dem Konsolengeschäft zurückziehen, keiner braucht diesen Casual-Mist!

Van Raven
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15.7.2011, 21:37

die wii ist erfolgreicher als der rest und nintendo hat ordentlich gewinne gezogen, wo andere hersteller noch darum zittern mussten ob sie überhaupt genug spiele verkaufen um die hardwarekosten drinnen zu haben.

man kann nicht äpfel mit birnen vergleichen.
jeder hat sein zielpublikum..

159
00
15.7.2011, 13:06

Ja genau! Wii ist ja nur die erfolreichste und gewinnbringenste Konsole der aktuellen Gen! Fanboy anywhere?
Genauso sinnfrei empfinde ich die Vergleiche PS3 + Vita vs. WiiU - Wie in einem aktuellen Statement von Naughtydog zB! Denn gerade Spieleentwickler sollten wissen, das niemand Games für teures "Zubehör" entwickeln wird - in dem Fall bezeichne ich die Vita fälschlich als Zubehör, aber seit mal ehrlich: wer kauft sich PS3 + Vita nur um die selben Features wie bei Nintendo's WiiU zu erhalten. Vor allem wenn man von max. 2,5 Games ausgehen kann, die diese Synergie unterstützen werden???

powerpack
00

na eh klar, kinect und move haben die spielewelt revolutioniert und die wii die 4 jahre früher da war, mit 90 mio verkaufen einheiten, hat's eigentlich nie geben. und natürlich gibt's/gab's für die wii weder sportspiele, noch shooter noch rgp's......ich glaub ich träume.

SagServus
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Du liest auch nur das raus wie es dir am besten passt oder?

Alpine_ 161
 
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Nachdem sich Just dance 1+2

zusammen 10 Millionen mal auf Wii verkauft hat freut er sich halt auf den Nachfolger ,wäre das nicht gewesen würde er sicher anders reden.

Zitronenbaum
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Als jemand, der beides gespielt hat (und das öfter als bloß einmal oder zweimal) muss ich sagen, dass die Reihe noch so ihre Kinderkrankheiten hat. /: Eh klar, dass sie noch einen dritten Teil nachfeuern müssen. (Man ist teilweise stark unterfordert oder überfordert bei vielen Liedern. Mehr Schwierigkeitsstufen beim selben Lied wären einmal ein Hit.)
Nur, hoffentlich nicht auf der Wii U, denn irgendwie kann ichs mir nicht vorstellen, mit so einem Eingabetablet in den Händen rumzutanzen. xD

Coyote1337
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@kinect

Nach 5 Tagen Krankenhaus und Gips bin ich froh nicht nur wie ein hampelmann auf lsd meine spiele steuern zu müssen.
ich bleib den controller treu.

wavey25
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Nur weil du unfähig bist

Muss man nicht gleich alles schlecht machen

Peter Kirchhuber
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Lassts bloß den S3 Server rennen!

...dann könnts machen was ihr wollts .-P

Roman Gräbner
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Dirt3 machts vor, aber falsch

Ist zwar von Codemasters passt hier aber trotzdem rein...

Ich hab mir vor kurzem Colin Mcrae Dirt3 zugelegt. ein echte schnäppchen :-) 45 Euro fürn PC, über 50 für XBox und PS3

und hat man im Spiel nicht mal alle Autos zum freischalten durchs spielen. Einige Autos darf man sich am Marktplatz dazukaufen wenn man will. Weiters kann man sich Streckenpakete dazukaufen um läppische 7,99

Hier wird die Idee vereint, fürs Spiel selbst zu verlangen und dann noch für einige Inhalte.

Was soll ich sagen, ich bin nicht begeistert...

Flip
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Roman Gräbner
01
Das sind Retailer Keys

da bekommt man nur nen Key falls man seinen verschmissen hat oder sonstiges damit passiert ist. Ein Medium mit dem Kopierschutz bekommt man dadurch nicht, und dass diverse Cracks um ein Spiel auch ohne CD spielen zu dürfen nicht legal sind brauch ich ja hoffentlich nicht zu erwähnen.

Also, Retailer-Keys bekommt man um 10 Euro das gesamte Spiel jedoch nicht.

smeexseus ...
 
00

spiele am pc sind nichts mehr wert deswegen sind sie auch billiger. am pc ist es sehr leicht die neuesten games zu laden und mit nem key hat man um 10 euro ein vollwertiges spiel.

ich zahl lieber 5 euro mehr und erspar mir diesen mist , ich kann das spiel gebraucht für mehr verkaufen als du deine pc-version , und zumindest auf der ps3 kann ich sicher sein dass ich im onlinemode nicht mit irgendwelchen cheatern zusammen spielen muss die mir jeden spaß am onlinemode rauben.

ich brauch nicht alleine in nem eck sitzen "in meiner eigenen welt" sondern kann mit frau und/oder freunden mitten im wohnzimmer am großen tv zusammen zocken und wer nicht mitspielen will oder kann , kann zumindest "mit schauen"

und ja deine grafik is e die geilste

ryuu
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tja, fluch und segen der großen datenträger in den konsolen. nicht nur, dass es die dlcs gibt ohne die manche spiele nicht wirklich komplett sind, da gibts ja noch andere sachen... ich frag mich ja, wie diverse spiele durch "qualitäts"prüfungen kommen bei den bugs die teilweise drin sind. aber macht ja nix, die neuen konsolen haben ja festplatten, könn ma ja nachträglich patchen (vielleicht...) :)

The Alien
 
06

In diesem Zusammenhang wäre eine " Kennzeichnungspflicht" im Sinne der Kunden. Man soll schliesslich beim Kauf eindeutig erkennen können ( ohne vorherige Internetrecherche), ob man ein vollwertiges Spiel erwirbt, oder das Grundmodul eines Bausatzes.

Spartaner13
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Free-to-Play-Spiele

Ja das könnte wirklich die Zukunft sein. Aber € 1.000 für ein Spiel mit allen Inhalten möchte ich auch nicht ausgeben! Uns Spielern werden diese Spiele vielleicht teurer kommen, als wenn wir den Vollpreis gezahlt hätten ... Kapitel 1 €10 ... Kapitel 2 - 4 €30 ... usw.
Natürlich haben wir Spieler dies selber in der Hand, ob wir uns so ein Modell gefallen lassen.

Ich kenne aber wiederum Leute, die laden sich nur die Demos (die oft recht weit gehen) runter und spielen diese. Wenns zu Ende ist, ist es zu Ende, fertig. Mehr Zeit ist bei denen eh nicht vorhanden, also reicht das.

Wii U - Controller: ich kann mir nicht vorstellen, wie der sooo gut werden soll ... aber mal sehen.

Rumo von Zamonien
02

Machts lieber wiedermal a vernünftiges Spiel.

Gilgamesch
01

ist zwar nicht von ubisoft, aber seit mittwoch gibts half minute hero als download auf der 360 ... - echt originelles und witziges spiel!

Rumo von Zamonien
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Meinte ubisoft. :-)

wavey25
34
das beste konzept hat die xbox

mit kinect...ich muss sagen ich bin total überrascht, wie gut die steuerrung und erkennung funktioniert.

ist echt genial...und man braucht endlich KEIEN controller mehr zum spielen....
DAS ist die zukunft - nicht ein touchboard oder eine eistüte mit leuchtkugeln

SagServus
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Die "Zukunft" wird eher eine Verschmelzung der Systeme Kinect und Move sein.

Ohne zusätzlichen Controller gehts nunmal in einigen (vielen) Fällen nicht.

sadf1asfasfasfasf
01

Das Touchboard eröffnet schon sehr viele neue Möglichkeiten, welche mit Wii Remote, Kinnect etc. nicht möglich sind.

Das beste an der Wii ist, dass sie bei "normalen" Spiele wie Super Mario Galaxy oder Mario Kart die Steuerung sinnvoll mit den Möglichkeiten der Wii-Remote erweitert haben. Denke auch, dass sie das mit dem Touchscreencontroller schaffen werden.

Im Endeffekt sind alles "nur" Inputgeräte und am Ende zählt doch nur, wieviel Spaß das Spiel macht und nicht ob die Steuerung extrem genau/realisitsch ist.

Malkav
00

vergessen sollte man dabei aber nicht, dass die die Steuerung genauso zum Spiel-Feeling beiträgt, und einen unangenehmen nachgeschmack für ein sonst sehr gutes spiel hinterlassen kann.

Es zählt nicht ob sie "genau/realistisch ist", da stimme ich Ihnen vollkommen zu, aber sie sollte trotzdem solide abläufe aufweisen :-)

Spartaner13
00
richtig

Anfangs bemerkte man noch bei ein paar Titeln eine teils ungenaue Steuerung - aber duch regelmäßige Patches wurde dies schon deutlich verbessert. Bei moderneren Kinect-Titeln funktioniert die Steuerung erstaunlich genau - bin da immer wieder überrascht.

Allerdings spiele ich mit dem Xbox360-Controller lieber - der ist einfach perfekt.

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