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Wien - Nebi Uysal, der am vergangenen Sonntag zum Vizepräsidenten der Islamenischen Glaubensgemeinschaft gewählt wurde, ist zugleich Autor des umstrittenen Religionsbuchs "Islam in meinem Leben". Das berichtet die Wiener Stadtzeitung "Falter". Das Buch enthält eine Abbildung, wie einem sterbenden Soldaten das Gewehr aus der Hand fällt und Blut aus seiner Brust spritzt. Darunter die Worte: "Ein Muslim, der auf dem Weg Allahs und zur Verteidigung der Heimat stirbt, ist ein Märtyrer (Sahid). Er wird von Allah mit dem Paradies belohnt, wie Allah es im Qur'an versprochen hat."
Das Buch sorgte bereits 2009 nach einem "Profil"-Bericht für Kritik. Anas Schakfeh, scheidender Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaf, hatte damals ein neues Buch versprochen. Die Islamische Glaubensgemeinschaft verwendet das Werk - inklusive der Verherrlichung des Märtyrertodes - allerdings auch heute noch für den Religionsunterricht in der dritten und vierten Volksschulklasse. (red, derStandard.at, 28.6.2011)
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... ist der netteste und wohl einer der pazifistischen Menschen die ich je kennengelernt habe :)
Ich kenne den Herren schon seit über 7 Jahren und seine Grundhaltung ist jene, dass seine Schüler einfach gut bescheid wissen, mehr will er gar nicht.
Außerdem kann er sehr gut auf der Tafel zeichnen :D
Alle anderen Gläubigen wissen bis zuletzt nicht, ob sie einen Platz in der Hölle oder im Himmel erhalten. Selbstmordattentäter gibt es daher fast nur im Islam. Wer den Islam respektiert, muss auch dessen Grundlagen akzeptieren.
Es gibt nun mal die verschiedensten Auslegungen des Koran. Es gibt ja auch sehr viele gläubige Moslems, welche dennoch strikt gegen den Terror etc. sind. Jeder versteht und interpretiert den Islam anders, das ist ein Umstand, über den mehr gesprochen werden muss, wenn es um das Thema Islam geht. Mehr Aufklärung, vor allem für die österreichische Bevölkerung, kann Vorurteile aus den Weg räumen und für ein friedliches Miteinander sorgen.
Wenn so etwas, wie im Artikel beschrieben, in der dritten und vierten Volksschule gelehrt wird, dann muss eben der Staat mit einem Lehrplan eingreifen und gesetzlich regeln, was genau weitergegeben werden darf, und was nicht. Die derzeitige Situation ist verachtenswert.
Vorher sollten sich aber die Verantwortlichen der Islamenischen Glaubensgemeinschaft die Frage stellen, ob sie derartige "Lehrinhalte" ihren Schülern vermitteln wollen und Vertreter solcher Ansichten in ihren Führungsgremien wollen. Hr. Nebi Uysal ja nicht irgendein verrückter Spinner sondern der Vizepräsidenten dieses Vereins.
Es gibt auch im Islam theologische Gelehrte, und zwar nicht nur in Europa, die die historischen Ursprünge und die philologischen u. philosophischen Schwierigkeiten aufarbeiten, was die Voraussetzung ist, um eine Religion angemessen weiterzuentwickeln. Ein Gespräch mit einem erzkonservativen Iman reicht sicherlich nicht aus, um sich in dieser Frage ein Bild zu machen. Der Islam ist bei weitem nicht so monolithisch, wie Sie es sich zurechtschnitzen wollen.
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