Oberösterreich

Entscheidung über erstes Pumpspeicherkraftwerk im Sommer

28. Juni 2011, 16:00
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    Die Standorte aller Pumpspeicherkraftwerke in Österreich

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    foto: georg mayer/greenpeace

    Greenpeace-Aktivisten demonstrieren in Kärnten.

Kraftwerk in Molln soll 300 Megawatt Leistung bringen - Greenpeace erkennt Motor für Ökostromnutzung

Linz - Oberösterreichs erstes Pumpspeicherkraftwerk soll in Molln (Bezirk Kirchdorf) errichtet werden. Seit Montag wird verhandelt, Umweltlandesrat Rudi Anschober rechnet mit einer Entscheidung durch einen Bescheid der zuständigen Behörden bis Ende des Sommers, wie er in einer Presseaussendung am Dienstag bekanntgab.

Das Projekt Molln sei das erste von drei möglichen Pumpspeicherkraftwerken in Oberösterreich und das einzige, das nicht mit einer Umweltverträglichkeitsprüfung, sondern durch Materienverfahren geprüft werde. Es soll eine Leistung von 300 Megawatt erbringen.

Öko- statt Atomstrom

Gleichzeitig demonstrierten heute in Kärnten Greenpeace-Aktivisten gegen die Verwendung von Pumpspeicherkraftwerken, sollte darin Atomstrom gespeichert werden. "Österreich hat mit dem Pumpspeicherkraftwerk ein wichtiges Mittel in der Hand, um einen Ausstieg aus der Atomenergie und einen raschen europaweiten Ausbau der Versorgung mit Ökostrom möglich zu machen. Dazu muss aber geregelt werden, dass Ökostrom Vorrang bekommt", sagte Greenpeace-Energiesprecher Jurrien Westerhof. Die Pumpspeicherkraftwerke sollen nach Forderungen der Umweltorganisation die Rolle von "Ökostrom-Batterien" übernehmen und vornehmlich die in immer größeren Mengen vorhandene Windenergie bevorraten.

Energie aus Windparks nimmt auch eine zentrale Funktion in Oberösterreichs Energiewende ein: Ebenfalls am Montag wurde der "Windmasterplan" beschlossen, der laut Anschober dringend notwendig war: "Seit 2005 hat es keinen Fortschritt bei der Nutzung der Windenergie gegeben. Es werden nun Positivzonen für die Nutzung von Windenergie gesucht, die wirtschaftlich interessant sind und von den Fachexperten des Landes als sinnvolle Option gesehen werden." (APA/red)

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Posting 1 bis 25 von 186
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higgs - wozu?
01
19.12.2011, 12:16

traurig, was wir mit unserer umwelt und ihrem wichtigsten kreislauf, dem wasserkreislauf so aufführen - wasser ist die basis allen lebens und jedes dieser kraftwerke trägt bei diesen kreislauf zu zerstören - wie es richtig geht, zeigen andere:

http://www.youtube.com/watch?v=o... re=related

viktor schauberger ist ein mann auf den wir hören sollten.

Buckladahund
00
300 Megawatt? > Ist da nicht eine Null zu viel?

GE
15
29.6.2011, 22:17
Tja

Wer die Lage in Molln ein bisserl kennt:
Kurtl Bernegger Schotterbaron, hat vor JHahren begonnen illegal den Schoberstein sprich den Pfaffenboden abzubauen, mitten in einem Gebiet wo sonst Wanderer herumziehen.
Nach und nach haben ihm die Behörden klein bei gegeben, schwups und schon konnte er mit dem berg machen was er will.
Mach du als kleiner Privater das gleiche und sie setzten dich in das Gefängnis.
Na und jetzt macht er einfach weiter und baute ine Kraftwerkl, ich möchte bitte sehen, das der Bursch endlich mal für den Grund und Boden den er ausbeutet etwas bezahlt. Dem Land OÖ und den 2 Tischbiertrinkern (klein Sepp und "unterm Tisch Rudi") ist das alle egal!

aleph null
33
29.6.2011, 19:38
Pumpspeicherkraftwerke sind schön und gut,

nur als Zwischenspeicher für volatile Energieformen wie Wind und Sonne sind sie nur bedingt tauglich.

Wenn man wirklich Wind- und Sonnenenergie in dem Maße ausbaut, dass sie - sagen wir - einmal 70% oder 80% des heimischen Energieverbrauches abdecken, benötigen wir so viele Pumpspeicherkraftwerke, dass wir jedes Alpental mit einer Talsperre versehen müssen.

Pumpspeicherkfraftwerke sind dafür ausgelegt, die circadianen Schwankungen im Stromverbrauch aufzufangen, um aber einen Monat Windstille oder bedeckten Himmel auszugleichen, dafür reicht ihre Kapazität bei weitem nicht.

weiter lesen
01
19.7.2011, 19:47
um aber einen Monat Windstille oder bedeckten Himmel auszugleichen,

in ganz Europa?

schlimm, schlimm.

Manuel Eder, hinter mir die Sinnflut
24
30.6.2011, 11:06

Thank you Captain Obvious! Ihre Analyse ist redundant. Der Großteil (~60%) der Energie kommt in Österreich aus Wasserkraftwerken und daran wird sich auch nichts ändern (außer nach oben). Wind und Sonne werden nie die Hauptlast tragen und können das auch nicht. Dazu haben wir weder genug intensive Sonnentage noch genug Wind. Aber komplementär zur Wasserkraft und in Verbindung mit Pumpspeichern ist das die perfekte Kombination.

curieux
11
30.6.2011, 06:26
Und was wollen Sie uns jetzt damit sagen?

Dass man jetzt aufhören soll, Pumpspeicherwerke zu bauen?
Dass man keine Wind- und PV-Anlagen mehr bauen soll?

Postings wie Ihres liebe ich. Da steht nur drin, was Ihrer Meinung nach nicht geht. Aber kein Vorschlag, keine Perspektive.

Ich habe 2 Vorschläge:
- smart meter. Es gibt in jedem Haushalt Geräte, welche so gesteuert werden könnten, dass der tägliche Verbrauch deutlich ausgeglichener wird. Das würde Pumpspeicherkapazität für den Ausgleich von Windstille oder Schlechtwetterperioden freimachen.

- zu jedem Pumpspeicherwerk kann man ein 2. oder 3. bauen, ohne neue Stauseen. Siehe Limberg II und III. Das geht nicht unendlich, aber gewaltige Kapazitäten wären noch machbar.

Prinzipal
00
ich zahle monatlich 70 euro für strom

mit dem smart meter kann ich NIEMALS 10% sparen, nur wenn ich den trockner rausschmeisse und die wäscheleiner wieder aktiviere.

7 euro ist kein nennenswertes einsparungsziel.

die vielen bunten smarties (smart meter, smart grid, smart wasweißich) ist reinste vapour ware.

energiespeicher , in welcher form auch immer, ist DAS thema in den nächsten 10 jahren! vor allem deshalb weil nicht jedes land so viel wasserkraft hat!

aleph null
10
Zunächst einmal ist man nicht verpflichtet,

mit jedem Posting einen konstruktiven Vorschlag zu machen. Das zum Einen.

Zum Anderen: die smart-meter sind eine gute Idee - gibt es oder gab es in ähnlicher Form in F. - nur löst man damit nicht das Problem der Zwischenspeicherung von Wind- und Sonnenenergie.

Und ja, man sollte keine Windräder mehr installieren, solange nicht das Problem der Zwischenspeicherung gelöst ist.

curieux
01
Smart meter

können bei sinnvollem Einsatz Speicherkapazität sparen. Bei Stromüberangebot könnten etwa die Pufferspeicher bei modernen Heizungswärmepunpen höher aufgeladen werden.

Im zweiten Teil beißt sich die Katze in den Schwanz. Sie wollen keine Windräder installieren, solange das Problem der Zwischenspeicherung nicht gelöst ist - andere wollen keine Pumpspeicher mehr bauen, solange die "Gefahr besteht", das Atomstrom auch drin gespeichert wird.

Verzeihung, diese Art der Diskussion finde ich etwas kindisch.

aleph null
00
Schauen Sie einmal nach D.

Im Norden gibt es riesige installierte Kapazitäten an Windenergie. Das nützt aber den Bayern nichts, die jetzt tschechischen Atomstrom importieren, denn es fehlen die Leitungskapazitäten um den Windstrom effektiv zu verteilen.

Dazu kommt noch, dass zu den Windrädern kalorische Kraftwerke im Standby-Betrieb, der sehr unrentabel ist, mitlaufen müssen. Dies deshalb, weil der Wind eben nicht immer bläst.

So wie Windräder derzeit eingesetzt werden, lösen Sie überhaupt kein Problem und deswegen bin ich gegen die Errichtung weiterer Windräder.

Als einzig sinnvolle Nutzung erschiene mir die Erzeugung von Windgas, denn da spielt der volatile Charakter von Wind und auch Sonne keine Rolle

curieux
00
Natürlich ist es unsinnig,

an der Nordsee Windräder zu bauen - aber keine Leitungen zu den Verbrauchs zentren (oder zu den Speichern).

Aber Pumpspeicher sind sicher besser als kalorische Kraftwerke im Standby, natürlich müssen in allen Fällen auch die nötigen Leitungen da sein.

Windgas halte ich für eine Sackgasse. Wo liegt der Sinn, an einer Ecke Windgas zu produzieren - in teuren Anlagen, mit einem Wirkungsgrad sicher < 100% - und an einer anderen Ecke Erdgas in einem Gaskraftwerk mühsam in elektrischen Strom zurückzuverwandeln, mit Wirkungsgraden um die 50% (bei Blockheizkraftwerken bekommt man dann noch ein bischen Wärme dazu).

Das kann im Endeffekt nicht besser sein als ein Pumpspeicherwerk. Überdenken Sie Ihre Meinung!

aleph null
00
Ich habe nichts gegen Pumpspeicherkraftwerke

Damit Sie verstehen, was ich meine. In D. sind ca 25 GW an Windkraft installiert. Jetzt kann es durchaus sein, dass einmal der Wind an 14 Tagen nicht bläst. Um die Versorgung sicherzustellen, erscheint es mir sinnvoll, etwa 1 Monat Pufferkapazität bereitzustellen.

Also: 25GW*24h*30= 17280GWh

Man braucht also Pumpspeicherkraftwerke mit einer Gesamtkapazität von über 17.000 GWh. Das bedeutet etwa 2000 (!) Kraftwerke mit der Kapazität von Goldisthal, das eh schon eines der größeren Pumpspeicherkraftwerke ist. Das ist einfach irreal.

curieux
00
Soll ich Ihnen Ihre Fehler vorrechnen?

25 GW installiert.
"Ausnutzung moderner Anlagen 15 - 25%". Sie werden es nicht glauben, der Wind bläst nicht immer mit der Auslegungsgeschwindigkeit.

Da bleiben von Ihrer Rechnung max. 4300 GWh übrig. (1 Monat Windstille ist eine extreme Annahme!)
Oder 6 GW Durchschnittsleistung. Die Leistung der österreichischen Pumpspeicherwerke beträgt grob 3 GW. Also die Hälfte können wir schon ersetzen. Und wenn man das JAhresarbeitsvermögen betrachtet, müßten das die Kraftwerke etwa 10 Tage durchhalten.

Also müssen wir noch ein paar dazubauen!

aleph null
00
Soweit ich weiß,

ist der Ausnutzungsgrad bei den 25 GW bereits inkludiert. Aber selbst wenn es nicht so ist, geht es sich noch immer nicht aus. Derzeit deckt D. nicht einmal 20% des Energiebedarfs aus Windkraftwerken. Bei weiteren Ausbau der volatilen Windkraft aggraviert sich logischerweise das Problem.

Wie gesagt, ich habe nichts gegen Pumpspeicherkraftwerke. Sie sind sinnvoll, um die circadianen Leistungspitzen abzufangen. Um tage- oder wochenlange Windstille auszugleichen, muss man sich etwas anderes einfallen lassen.

curieux
00
Nein!

Die Jahreserzeugung war 37 TWh, also 3000 GWh / Monat (noch weniger als meine erste Schätzung). Also sind die derzeitigen österreichischen Pumpspeicherwerke (von D, CH, N gar nicht zu reden) schon ein ganz guter Puffer!

In jedem Fall ist es kontraproduktiv, sich gegen Pumpspeicherwerke querzulegen, nur weil (zumindest derzeit) auch überflüssiger Atomstrom zum Hinaufpumpen verwendet wird. Aber solche Blüten tribt die Diskussion!

aleph null
00
Ich bin ja nicht gegen Pumpspeicherkraftwerke, fix noch einmal!

Ich verstehe nur nicht, wie man die installierten Kapazitäten der Windkraft damit auffangen kann. Selbst wenn Sie bei meiner Rechnung oben 80% abziehen (Situation in D., wohlgemerkt) , verbleiben noch immer 400x Goldisthal. Wohin soll man denn so viele Pumpspeicherkraftwerke hinbauen? Und dabei ist noch nicht einmal der geplante Ausbau an Windkraft berücksichtigt.

Ich vermisse einfach ein tragfähiges Konzept, mit dem man in Zukunft eine sichere Energieversorgung mit 24h/Tag sicherstellen kann.

Regression zur Mitte
 
01
29.6.2011, 11:49
curieux
10
29.6.2011, 12:49
geh biiiitte!

Haben Sie das durchgelesen? Eine Scheibe mit 2km Durchmesser wollen Sie um 500 m heben? Wenn es schon schwierig ist, ein 100 m hohes Windrad zu genehmigen - und im Burgenland eines wieder abgebaut wird, weil der Bauer am Feld daneben erfolgreich geklagt hat?

Abgesehen von den technischen Fragen!

Zinnmo
 
10
29.6.2011, 12:31

Wenn er den technisch umsetzbar wäre. Ist er aber nicht. So ein Ding ist nie dicht zu kriegen.

maXOLAR
00
Fachmann oder was?

Habe das Projekt vorerst auch als Unsinn abgetan mir aber dann doch die Zeit genommen, den gesamten Vortrag des Herrn Heindl (Hydraulic Hydro Storage) reinzuziehen. HABEN SIE DAS AUCH GETAN bevor Sie zu Ihrer Meinung kamen? Oder haben Sie die Montanistik gar erfunden? Das Thema Dichtung behandelt er nämlich umfassend.... im Vergleich zur gesellschaftlichen Akzeptanz der Idee (dank der fachkundigen Bewertungen) ist die Dichtung ein "Lercherlschaas".
Eduard Heindl ist keinesfalls ein Narr, man überzeuge sich selbst über sein "reges Treiben", seine innovativen Ideen und Erfolge!

Ja bitte
102
29.6.2011, 09:14
Anschober ist ein dermaßen erbärmliches Sumpfhuhn!

Wenn der tatsächlich allen ernstes ALLE Österreichischen kalorischen Kraftwerke und vieleicht noch (sinnloser Weise) die Atomstromimporte erstetzen will, dann wird es mehr als ein paar "positivzohnen" für Windkraft brauchen. -Wie Wäre es mit: Alles was man rein theoretisch nutzen kann?! (soll er doch den Kobernaußerwald, den Hausruckwald, die Hügelketten im Mühlvirtel und ALLE Bergkämme mit 7MW Anlagen zubetonieren. Wenn das die Befölkerung nicht will hat er 4 Möglichkeiten:
1.Die Vöst, Papierwerke usw. zusperren um Strom zu sparen.
2.alles so lassen wies ist also Kohle u. Gaskrafterke(in OÖ Timelkam, Riedersbach usw.) einschließlich der Feinstaubtoten und des Klimagaus.

Apocalypse
00
29.6.2011, 11:09

Also du legst dem Anschober Worte in den Mund...
Wind ja, Wasser ja, PV ja, Bio ja und mit den Anlagen muss es halt zu bewerkstelligen sein, mehr haben wir nicht.

luke skywalker
00
29.6.2011, 10:15
Dann bauen wir eben Photovoltaikanlagen

die umweltfreundlichste denkbare Technologie.
Stört keinen, macht keinen Lärm, kann man problemlos auch auf Dächern in Wohngebieten installieren....

Und Dachflächen sind in ausreichender Menge vorhanden.

Und die Kosten: bei den heutigen Anlagenpreisen (~2000€ je KWp) könnte man um die Kosten des Koralm- und Brennerbasistunnel so um die 15GWp installieren.
Das ergäbe eine Strommenge von 2-3x Zwentendorf.

Und würde so um die 15Mio to CO2 jährlich sparen (zum Vergleich: alle PKW in Ö produzieren ~ 10Mio t)

Ja bitte
14
29.6.2011, 10:44
Irgendwie wird es zwar langweilig immer wieder

die selben Argumente wiederzukauen -aber weil sie es sind:
Solarstrom kostet heute noch 25ct/kwh(e-control 2011). Die von ihnen genannten Investitionskosten sind übrigends ohne Montage, ob zumindest der Umrichter und Montagematerial dabei sind weis ich nicht aber ich würd mich an ihrer stelle mal schlaumachen!
Aber die Zwei Hauptprobleme(neben dem Geld):
Speicherung: mit 1000h Vollaststunden 8000h Grundlast zu erzeugen braucht ~10fache Anlagenleistung 9fache Hochpumpleistung in den PumpspeicherKW und ~20-25% Speicherverlust(Wirkungsgrad) beim Pumpspeicherwerk.
Zu ihrem "konkreten Beispiel" 2x Zwentendorf ja. aber sie bräuchten ~13.5GW Pumpspeicherleistung mit allen in planung stehen aber nur 5,5GW zur Verfügung.

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