Google Transparency Report: Über 14.000 Behördenanfragen zu Nutzerdaten

28. Juni 2011, 15:38
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    screenshot: google

    Die USA sind Spitzenreiter, wenn es darum geht, wie oft Google Anfragen zur Herausgabe von Nutzerdaten erhält.

In den USA gab das Unternehmen in 94 Prozent aller Anfragen Daten heraus

Google hat neue Daten im Rahmen seines Transparency Reports veröffentlicht. Damit legt das Unternehmen unter anderem offen, wie oft Regierungen die Herausgabe von Nutzerdaten gefordert haben. Im Zeitraum von Juli bis Dezember 2010 hat es über 14.000 derartige Anfragen gegeben. Nun gibt Google auch erstmals einen Einblick, in wie vielen Fällen Userdaten tatsächlich herausgegeben wurden.

USA Spitzenreiter

Google listet die Anfragen nach Ländern auf, wobei sich mehrere Anfragen auch auf denselben Account beziehen können. Spitzenreiter sind dabei die USA mit 4.601 Anfragen, denen Google in 94 Prozent Folge geleistet hat. Auch aus Brasilien und Indien kommen mit jeweils 1.804 und 1.699 viele Anfragen, die zu 76 bzw. 79 Prozent von Google beantwortet wurden. Den 1.162 Aufforderungen zur Datenherausgabe der britischen Regierung kam Google in 72 Prozent der Fällen nach. Ähnlich viele Anfragen gibt es auch aus Frankreich: Google gab allerdings nur in 56 Prozent der 1.021 Anfragen Auskunft. Aus Deutschland gab es immerhin 768 Nutzerdatenanfragen, die zu 76 Prozent erfüllt wurden.

Keine Auskunft in Ungarn und Türkei

Nur selten verlangten die Behörden in Mexiko, Kanada, den Niederlanden und der Türkei Informationen zu Nutzern. In diesen Ländern gab es jeweils weniger als 50 Anfragen. Interessant ist, dass in allen Ländern zumindest zu einem gewissen Teil Auskünfte erteilt wurden mit Ausnahme von Ungarn und der Türkei. Google gab in keinem der Fälle die Daten der Nutzer heraus. Aus Österreich liegen keine Daten vor. Generell werden Länder nicht gelistet, wenn weniger als 30 Anfragen kommen.

Inhalte entfernt

Die Anfragen von Behörden und Regierungen steigen jährlich an. Das sei laut Google aber nicht weiter verwunderlich, bietet das Unternehmen doch immer mehr Dienste an. Die aktuelle Statistik umfasst Anfrage zu Nutzern diverser Google-Angebote sowie YouTube. Daneben listet der Transparency Report auch, wie oft Google aufgefordert wurde bestimmte Inhalte aus seinen Angeboten zu entfernen und aus welchen Gründen. (br/derStandard.at, 28. Juni 2011)

Kommentar posten
10 Postings
Redwraithvienna
00
30.6.2011, 21:08
Spannend ist der Vergleich

Deutschland - USA bzw EU - USA.

Wobei alleine Deutschland die USA an removel requests schon weit überbietet.

Redwraithvienna
00
30.6.2011, 21:08
Spannend ist der Vergleich

Deutschland - USA bzw EU - USA.

Wobei alleine Deutschland die USA an removel requests schon weit überbietet.

Didi Xyz
00
29.6.2011, 12:26

interessant wäre dabei eher, wie oft es bei diesen anfragen wirklich ein verbrecherIn überstellt werden konnte ...

buzz
02
28.6.2011, 16:32

eigentlich sollten alle firmen solche daten veröffentlichen.
wie oft wohl FB die daten weiter geben muss?

angehender Medientechniker
 
00
28.6.2011, 18:32
Bzw.

wie oft Facebook die Daten ohne Murren und Widerstand bedenkenlos weitergibt?

Thomas....
00
30.6.2011, 23:37

zu oft, fb ist offen wie ein scheunentor... ers gab ein pdf wo drinnen stand wie die anfragen mit user id usw gestellt werden sollen ..
mitlerweile dürfte cia fbi usw, direkten zugriff darauf haben ..
in diesem video wird das sehr gut gezeigt
http://www.youtube.com/watch?v=cqggW08BWO0

Patrick_OÖ
00
28.6.2011, 16:09
ADD. Es sind alle gelistet!

http://www.google.com/transpare... quests/AT/

Österreich ist ein tolles Land

Redaktion derStandard.at/Web
02
28.6.2011, 16:20
Österreich

Die Angaben zu Österreich beziehen sich nur auf die Löschung von Inhalten (= Content Removal Requests). Zu den User Data Requests gibt es keine Daten.

mfg
br

R. Lexer
00
28.6.2011, 16:17

Heißt das, dass es zu Benutzerauskünften keine Daten gibt, oder dass diese bei 0 liegen? Ich werde nicht schlau daraus.

Redaktion derStandard.at/Web
03
28.6.2011, 16:22
<30

Es werden laut Google keine Zahlen veröffentlicht, wenn weniger als 30 Anfragen in einem Land vorliegen. Das heißt Österreich hat weniger als 30 Anfragen, es könnte auch sein, dass es gar keine gegeben hat. Steht aber so eh im Artikel.

mfg
br

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