Nur bei Erbrechen stabile Seitenlage

Ansichtssache

Schlangenbisse aussaugen? Abgetrennte Körperteile auf Eis packen? Mythos der Lebensrettung  Teil 1 - enttarnt von Ersthelfer Frido Schrott

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foto: tinsobin/derstandard.at

Mythos 1: Nur wenn eine Person erbricht, bringe ich sie in stabile Seitenlage

Was ist hängen geblieben vom Erste Hilfe-Kurs im Rahmen des Führerscheins? "Wenn jemand bewusstlos ist und erbricht, bringe ich ihn in stabile Seitenlage." Erbrechen und stabile Seitenlage - eine Assoziation, die nur bedingt zutrifft. Erste Hilfe muss viel früher ansetzen. Ersthelfer Frido Schrott: "Wir erkennen nicht, ob jemand, der bewusstlos ist, erbrechen wird. Deshalb müssen wir präventiv arbeiten. Die stabile Seitenlage wird immer dann angewendet, wenn eine Person atmet aber nicht reagiert, das heißt, ohne Bewusstsein ist.

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Vor 35 Jahren RK-Rettungsfahrer

Meine Gratulation für diese fantastische Serie. Bin schon lange weg vom "Fenster" aber es tut immer gut die Neuigkeiten zu hören. Es sollte Pflicht sein, dassjedermann das liest.
Herzlichen Dank für die gute Aufbereitung des Themas.
Da ich mich am Computer nicht so gut auskenne hätte ich gerne die Serie in PDF abgespeichert und mir ausgedruckt. Wer weiss wie dasgeht?

jeder kann Erste Hilfe leisten

interessant wie sich die Leute hier aufgrund ihres Halbwissens darum bashen

dabei wurde doch eh schon im EH-Kurs (selbst im Führerscheinkurs wird darauf hingewiesen) gesagt:
jeder muss EH leisten, aber man muss nicht mehr tun, als man sich selbst zutraut
und die geringste, aber auch schon eine wirksame Hilfe ist, zumindest 144 anzurufen

wenn man sich ein bischen mehr zutraut, kann man sich dann als EH-laie mit deren Hilfe auch anleiten lassen, was zu tun ist, bis das nächste Rettungsfahrzeug eintrifft

Mit Mythen und Halbwahrheiten aufräumen hat bekanntlich noch nie geschadet.

Ergänzung:

Hoffentlich gibt's jetzt halt nicht mehr Schaulustige, wenn auf der Gegenfahrbahn wieder mal ein Unfall passiert ist. Und: "Was ist hängen geblieben vom Erste Hilfe-Kurs im Rahmen des Führerscheins?" Also bitte, das war bei der überwiegenden Mehrheit doch wohl eher ein "Kurs in lebensrettenden Sofortmaßnahmen"... ;)

vorsicht,

so einfach wie das "hingehen und helfen - da kann man nix falschmachen" message von diesem sympathler ist die sache nicht.

hier wird der eindruck vermittelt, es gebe taten ohne mögliche konsequenzen, rechtliche & andere.

bin selbst auch dafür, und es passiert auch mit regelmäßigkeit, bei notsituationen erste hilfe zu leisten, aber den artikel halte ich nicht für seriös.

Ich hab selten - Korrektur: NOCH NIE - einen größeren Topfen gelesen als in Ihrem Beitrag.

Es gibt exakt EINES, was ein sog. "Laienhelfer" falsch machen kann: Nichts zu tun.

Es geht im Fall des Falles um die Rettung eines Menschenlebens. Der "Laienhelfer" ist dazu verpflichtet, ALLES ihm Zumutbare zu unternehmen, um das Leben des Patienten zu retten.

Im Idealfall geht das von der Wundversorgung über die Schockbekämpfung bis zu Reanimationsmaßnahmen.
Manch einer gibt auch sein Bestes, wenn er "nur" die Unfallstelle absichert und für echte Härtefälle hinsichtlich der Unbelastbarkeit (nicht abwertend gemeint) ist es auch schon damit getan, 112 zu rufen und die Einsatzkräfte zu alarmieren.

Grundsatz ist dabei jedoch IMMER und ÜBERALL: Schon die geringste Hilfe ist Hilfe. Punkt.

Es ist genau umgekehrt...

...die unterlassene Hilfeleistung wird bestraft. Wenn insbesondere ein Laie etwas falsch macht, wird er dafür natürlich nicht bestraft.

Der Gesetzgeber geht hier davon aus, dass es grundsätzlich immer richtig ist etwas zu tun als nichts zu tun. Selbst wenn sich diese Entscheidung im nachhinein als falsch herausstellen kann.

:(

Gestern zu viel gefeiert? Na ja - bei der Hitze!

Die Unterlassung von Hilfeleistung hat tatsächlich Konsequenzen, ja ...

oh doch, so einfach ist es. da müssten sie schon bei der herzdruckmassage auf dem brustkorb des patienten rumspringen oder ihn mit mit einem einem kompressor beatmen, damit da ein rechtliches problem daraus entstehen könnte.

unseriös ist hier schon was, aber es ist nicht der artikel...

das ist unsinn, was du da schreibst.
im vergleich zum untätigsein kann man bei erster hilfe wirklich nichts falsch machen. ich hab auch noch nie davon gehört, dass jemand wegen falscher erster hilfe zur verantwortungs gezogen wurde. wegen unterlassener hilfeleistung jedoch schon.

Doch, es ist so einfach.

Wenn lauter angstvolle Zögernde um einen Verunfallten herumstehen und sich nicht trauen, ihm zu helfen, weil sie etwas falsch machen können, dann stirbt der im schlimmsten Fall.

Der Artikel soll die Angst davor nehmen, etwas falsch zu machen. Ich habe voriges Jahr - viele Jahre nach meinem Führerschein-Erste-Hilfe-Kurs einen 16-Stunden-Grundkurs beim Roten Kreuz gemacht, weil ich das Gefühl hatte, ich hab keine Ahnung, was ich tun soll, wenn ich Erste Hilfe leisten muss.

Gut wars, ich kann es jedem nur empfehlen. Man lernt dort eben auch, sich nicht zu fürchten, sondern hinzugehen zu einem Verunfallten.

Und man lernt dort auch, dass es NICHT strafbar ist, sollte man wirklich etwas falsch machen beim Leisten der Ersten Hilfe.

wären doch alle so intelligent und verantwortungsbewusst.

kostet bloß ein wenig zeit und ein bißchen geld - und ist so wertvoll.

hoffen wir, daß man's nie anwenden muss - aber wenn's notwendig ist, dann muss man halt anpacken

ps: ich wäre sogar dafür, daß das für führerscheinbesitzer zumindest alle 5 jahre verpflichtend ist.

Leben vor Lebensqualität

in den USA wird der Anteil derer, die erste Hilfe leisten, immer geringer - eben weil Angst vor rechtlichen Folgen besteht.
In Ö sind wir zum Glück noch nicht soweit, bei uns wird niemand verurteilt werden, wenn durch eine Herzmassage eine Rippe gebrochen wird. Weil ohne Herzmassage wären zwar alle Rippen noch ganz, aber wem hilft das noch, wenn er tot ist?

Was Sie thematisieren ist Feigheit!

Also mein guter McMurphy. Sie lassen lieber einen Menschen verrecken und beruhigen dann ihr Gewissen mit Hobbyjuristerei. Ihnen kann nur der Rechtsanwalt helfen. Viel Vergnügen in ihrem wahrscheinlich nur kurzen Leben.

Was der Erste Hilfe Lehrende hier aufzeigt ist Normgerecht. Seriöser als dieser Artikel kann man es gar nicht darstellen.

die rechtl. konsequenzen möcht ich sehen,

wenn keiner ausser mir hingeht um zumindest die o.a. massnahmen zu tätigen, um jemanden das leben zu retten.

wenn Sie als Laie etwas falsch machen, passiert Ihnen tatsächlich nichts

bei Sanis ist es anders. Die haben immer, ob im Dienst oder außerhalb, den Stress, alles nicht nur richtig, sondern auch vorschriftsmäßig zu machen.

Für beide gilt aber auch: wer gar nicht hilft, macht sich strafbar

auch wenn die pflicht zur hilfeleistung besteht,

ist ja wohl die realität nicht immer ein reflexion der rechtslage.

schon gar nicht bei diesem thema, sonst gebe es gar kein gesetz zur verpflichtung von hilfeleistung, was eingentlich selbstverständlich sein sollte.

dieser pflicht entziehen sich die meisten immer.

mein vorposting bezieht sich auf die aussage eines bezirksanwaltes zu diesem thema, der ausdrücklich auf die möglichkeiten von rechtlichen konsquenzen nach hilfeleistungen hinwies, ganz zu schweigen von den gewissensbissen wenn man tatsächlich einen fehler macht - und das IST möglich.

gegen gewissensbisse gibt es ein einfaches mittel:

was würde für sie schwerer wiegen:

ein mensch der dank ihrer hilfe überlebt hat - zwar mit einer gebrochenen rippe und evtl. einem problem mit der lunge - oder ein mensch der dank ihrer untätigkeit gestorben ist, weil sie es nicht geschafft haben ihm die paar minuten bis zum eintreffen der rettung das herz am pumpen zu halten?

1. werden die gewissensbisse größer sein als die, die man hat wenn man jemanden einfach verrecken lässt?

2. oh, ein bezirksanwalt hat rechtliche bedenken angemeldet. dann muss es ja stimmen.

3. können sie mir auch nur einen fall nennen, in dem ein ersthelfer verklagt UND AUCH VERURTEILT wurde?

Ich habe vor ein paar monaten einen erste hilfe kurs besucht und der kursleiter hat uns ausdrücklich gesagt, dass wir in jedem fall hin gehen und "nach bestem wissen und gewissen" erste hilfe leisten sollen. und wenn bei einer herzdruck massage ein paar rippen brechen geht es danach wenigstens einfacher. Selbst wenn die gefahr besteht einen fehler zu machen, ist doch besser als unterlassene hilfeleistung, oder?

ich hätte mehr Gewissensbisse, wenn ich wem tatenlos beim ersticken zuschaue, als wenn ich alles, was ich kann, versuche- selbst wenns nicht perfekt ist.

Danke Standard !

Ich hätte einiges falsch gemacht !!!!

Ich bin erschüttert, wie wenig Ahnung der durchschnittliche Poster hier von Erster Hilfe hat, sein Halbwissen dann aber noch als Argumentationsgrundlage verwendet.

Man könnte die Energie doch auch bündeln und mal wieder einen Erste-Hilfe-Kurs besuchen....
Mit den tatsächlichen Fakten macht so ein Disput doch viel mehr Spaß...

Videofonie mit der Notfall Zentrale?

Also Unfall, ich zücke 3G Handy, Videofonie mit der Notfall Zentrale, die (Notarzt) können alles Live beobachten und Instruktionen erteilen.

Gibt es so etwas schon?

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