Zwist in ÖVP

Kritik an Bundes-ÖVP: Steirer legen nach

29. Juni 2011, 10:12
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    apa-foto: helmut fohringer

    Spindelegger: "Diplomatisch bin ich als Außenminister, als Parteichef klar in der Führung".

Spindelegger will sich "Kritik gefallen lassen" - Kritik nur Randthema bei ÖVP-Vorstand

Wien/Graz - Der steirische ÖVP-Klubobmann Christopher Drexler legte am Dienstag in der Kritik seiner Landes- an der Bundespartei nach. Er vermisst einen "inhaltlichen Bauchaufschwung", sagte er zur "Kleinen Zeitung". Die ÖVP verharre in vielen Bereichen "im politischen Vakuum".

Auf bundespolitischer Ebene werde politischer Inhalt zu oft mit "Wording" verwechselt - aber eine Partei sei "dazu aufgerufen, Politik zu betreiben, nicht, sich in Vermarktungsstrategien zu verzetteln", richtete Drexler aus. "Aus dem Wiederholen eingelernter Kalauer wird noch kein politisches Programm", vermisst er inhaltliche Perspektiven unter dem neuen Parteichef Michael Spindelegger.

"Er hat kalte Füße bekommen"

Auch die steirische Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder kritisierte im ORF-"Report" ihren Parteichef: "Ich glaube, er hat kalte Füße bekommen, in Hinblick darauf, dass die öffentliche Meinung stark differiert gegenüber dem tatsächlichen Inhalt des Reformprojektes. Aber dann darf ich nicht gegen die Reform sein, sondern muss offensiver kommunizieren", sagte sie über den jüngst öffentlich ausgetragenen Regierungs-Disput in Sachen Aufsteigen mit drei Fünfern.

Beim ÖVP-Bundesparteivorstand am Dienstag war die steirische Kritik - auch Landesobmann Hermann Schützenhöfer hatte eine inhaltliche "Enge" beklagte - aber nur "Randthema". Es sei "klar zum Ausdruck gekommen, dass es der Stil der Bundespartei ist, intern zu diskutieren", sagte Generalsekretär Johannes Rauch nach Sitzungsende. Es mache keinen Sinn, sich ständig gegenseitig etwas über die Medien auszurichten, die Bundespartei stehe jederzeit für ein Gespräch offen.

"Kritik gefallen lassen"

ÖVP-Chef Michael Spindelegger betonte am Mittwoch im Ö1-Morgenjournal seine Gesprächsbereitschaft gegenüber den Steirern. Auf die Frage, ob es für ihn als Parteichef nicht langsam an der Zeit wäre, Schärfe zu zeigen, sagte Spindelegger: "Diplomatisch bin ich als Außenminister, als Parteichef klar in der Führung". Man müsse sich als Parteichef jedoch auch Kritik gefallen lassen und das hätte er in den letzten Monaten deutlich zu spüren bekommen. Die Staatsinteressen würden aber im Vordergrund stehen - vor einzelnen Länderinteressen. Er selbst sei sehr zufrieden mit seinem Regierungsteam.

Amon: Steirer nicht bevormunden

Im Parteivorstand am Dienstagabend wurde über die Kritik der Steirer inhaltlich nicht gesprochen, berichtete auch Bildungssprecher Werner Amon, selbst ein Steirer. Es sei nur auf die Aussagen von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner verwiesen worden. Dieser hatte der Landespartei empfohlen, in den Gremien zu diskutieren und nicht über die Medien. Damit habe er selbst das gemacht, was er den Steirern vorgeworfen habe, stellte Amon fest - und meinte, es sei nicht angebracht, die Steirer zu "bevormunden".

Für die ÖVP sei die programmatische Ausrichtung wichtig, die Bundespartei setze stark auf Programm und Themen, meinte Rauch zur Steirer-Kritik. So sei im Parteivorstand das Konzept für die "Themenkonferenzen" präsentiert worden, mit denen - auf Basis des Parteiprogrammes aus 1995 - die Ausrichtung weiter entwickelt werden soll. Im Herbst wird es eine Konferenz zum Thema Sicherheit geben, eine weitere noch heuer zu Familie und Integration. Bis zur Wahl 2013 sollen fünf bis sieben weitere Themenbereiche diskutiert werden. Als Sommerthema hat sich die ÖVP die ökologischen Energie auserkoren.

Mitterlehner wenig glücklich mit steirischen Appellen

Der Parteivorstand war eigentlich ein Routine-Termin - bis im Vorfeld Kritik aus der Steiermark kam. Mitterlehner hatte sich danach im Ö1-Abendjournal vor dem Parteivorstand erstaunt über diese neuerliche Kritik gezeigt. Er hätte gerade mit dem steirischen Klubobmann Drexler gesprochen. Da sei es eigentlich "einvernehmlich" gewesen, "dass man den Ball flach halten soll und das Thema ad acta zu legen ist". Eine "Kopfwäsche" für die Steirer hatte er schon vor dem ÖVP-Vorstand ausgeschlossen. (APA/red)

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Posting 1 bis 25 von 98
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Selbständiger
01
29.6.2011, 17:48
Mit jedem

Bauern und Beamten weniger und jeden Selbständigen mehr, erhält die ÖVP eine Stimme weniger. Und das ist gut so. Es muss aufhören, dass Volk in priveligierte Handaufhalter und in zwangsverpflichtete Zahler zu teilen. Wenn sich dieses politische Gesindel ihre Stimmen nicht kaufen könnten, würden es ausser ihrer eigenen, keine Stimmen für ihre Betrügereien, ihr Unvermögen und ihre Verschwendung erhalten.

tramezzino
00
29.6.2011, 17:36
waast eh mitterlehner

was "eigentlich" heißt....

Karinkoller
11
29.6.2011, 16:10
Den Ball flach halten

Spindelegger ist ein Diplomat, das hat er mit seinen Aussagen über die Türkei (nach Ablehnung Plassniks) und mit seiner Verteidigung von H.C. Strache gegenüber dem Ausland bewiesen ( http://karinkoller.wordpress.com/2011/06/1... umiert-15/ ).
Er kümmert sich auch um seine Schäfchen, deshalb schafft er die Vermögenssteuer nicht ab, weil sich Leistung lohnen muss, wie er sagt ( http://www.profil.at/articles/... i-leistung ).
Man kann die Kritik gar nicht verstehen...

Aguirre74
 
00
29.6.2011, 18:08

Was hat Vermögenssteuer mit Leistung zu tun? Damit soll ja gerade leistungsloses Vermögensteuerlich erfasst werden, und leistungsbezogene Steuern (Ertragsteuern) können dadurch gesenkt werden können.

Karinkoller
00
29.6.2011, 20:26
Ich wollte schreiben:

Spindelegger ist gegen die Vermögenssteuer, weil Leistung sich lohnen muss (siehe Link zum Artikel von Herrn Lingens), aber die Sonne hat mir temporär den Verstand versengt. Sorry für diesen Lapsus.

Werner Faygmann
00
29.6.2011, 16:07
Ich glaub...

...ich zieh meine Stimme vom Bildungsvolksbegehren wieder zurück ;-) ... ätsch, eh nie unterschrieben - der Kreis der Befürworter war von Anfang an eher verdächtig - und eigentlich ist das Volksbegehren eher zahm... nein, danke!

mikromalist
 
01
29.6.2011, 15:49
Gäbe es E Pröll nicht,

hätte Fay nichts zu lachen.
Aber neben Spindel, M-L, .. wirft sogar er noch einen Schatten.

Es geht halt nach dem E Pröll-Prinzip: der Abfall auf 20% ist nicht so tragisch, so lange meine NÖler die Top-Positionen besetzen.

NÖ Bauernbundzelt gegen Wiener Strassenbahnremise bestimmen das politische Spiel in der Groko.

Mitterlehner weiss auch schon nicht mehr, wer er eigentlich ist?

h k
01
29.6.2011, 15:46
wo sie Recht haben....

haben sie Recht, die Steirer.
Es geht ums "Staatsinteresse"?
Aber geh.
Tatsächlich hat der Reststaat den Eindruck, es geht schlicht um Niederösterreich und seinen Fürsten.
Konferenz zum Thema "Sicherheit"?
Meinetwegen auch. Aber wie wärs mit einer wesentlich dringenderen Konferenz zum Thema Verwaltungsreform?
Nein. Diese ÖVP verkommt zur Kleinpartei. Jedenfalls solange deren Basis Pröll sen. samt Neugbauer und Blockiererkonsorten nicht ins Ausgedinge schickt.

Aus, die Maus
03
29.6.2011, 15:03

Steirabluat is ka Himbeersoft !

didi111
02
29.6.2011, 14:52
Und wiederum:

WER oder WAS ist am Status quo schuld?

Natürlich wieder die niederösterreichische ÖVP!

Da versucht immer Erwin Pröll mit der Brechstange seine Leute durchzubringen. Ihm ist dabei jedes Mittel recht und geht dabei über Leichen. Die Befindlichkeiten eine anderen Landesgruppe (Hier die Steirer) sind im herzlichst wurscht.

Das dieses Denken die Leute schwer anwidert, ist mehr wie verständlich.

Solange die ÖvP vom Traisenstrand aus drangsaliert wird mit den Blödheiten von Pröll und Sobotka, solange MUSS es mit dieser Partei runtergehen.

Das ist kein Erkenntnisdefizit, sondern ein Umsetzungsdefizit. Diese Leute wie Pröll und Sobotka gehören aus der Partei ausgeschlossen.

Und dann erst wird wieder Ruhe in der Partei einkehren.

ja-nein-weiß-nicht-hab-angst
02
29.6.2011, 14:30

der mitterlehner mutiert a immer mehr zu einem ultra-konservativen. bald wird er das parteibuch des oö. wirtschaftsbundes zurücklegen und zum nö. bauernbund wechseln...

Freund der schönen Künste
01
29.6.2011, 14:28
und H.C. reibt sich wieder die Hände...

tramezzino
00
29.6.2011, 17:37

es könnte auch ein hydrant in der opposition sitzen, der würde auch dazugewinnen. nur die grünen verscheissens permanent.

El Chó
18
29.6.2011, 14:17
Als Außenminister diplomatisch und als Parteichef stark in der Führung?!?

.
Kann diesem Mann bitte mal jemand klares Feedback geben?

Die beleidigten Attacken gegen die Türkei, weil diese einem Versorgungsposten für eine ÖVP-Politikerin nicht zugestimmt haben, waren derart unprofessionell und undiplomatisch, dass Spindelegger als Außenminister eigentlich sofort gehen müsste.

In der Führung würde ich ihn eher mit Adjektiven wie schwach, farblos, uncharismatisch, visionslos, ängstlich und unentschlossen beschreiben.

Ich vermute schon länger, dass es in der ÖVP spezielle Softskill-Trainings gibt, die helfen sich sein Selbstbild nicht von der Realität beeinflussen zu lassen...

Wernael Spindelmann
60
29.6.2011, 13:26
In der St. Eiermark sind die Schwarzen verkappte Kommunisten und der Voves ist ein Erz-Konservativer

Die Steirer-ÖVP muss sich nicht wundern, wenn sie den Bach runtergeht. Linkes Schickimicki ist europaweit out, das wird sich mit der üblichen 5-jährigen Verspätung auch im Land des Schilchers und Uhudlers herumsprechen.

Hinter dem Berg
01
29.6.2011, 15:50
Weine

Den Schilcher gibt's in der Steiermark, den Uhudler im Burgenland!

Trevor Goodchild
00
29.6.2011, 15:18
Nur beim Wernael Spindelmann....

...und bei den Wahrnehmungsresistenten Politikern, bei der Mehrheit des Volkes eher nicht.

Le_Blöb
 
01
29.6.2011, 13:24

Wird ja Zeit dass jemand aus den eigenen Reihen aufschreit. Bringen wird es trotzdem nichts. Die Parteispitze glaubt aus irgendeinem Grund immer noch, mit Blockieren wieder Wahlen gewinnen zu koennen.

Vorschlaege kommen von der Partei gar keine (und wenn dass geht es um irgendeine Detailaenderung). Vorschlaege der anderen werden sofort runtergemacht. Gibt es alle heiligen Zeiten doch mal eine Einigung, dann mancht man im letzten Moment ein Teilrueckzieher (siehe Schulreform).

Ich glaube ja inzwischen dass sogar schlechte Entscheidungen mehr bringen wuerden als gar keine. Dann haette man zumindest was bei dem man versuchen kann es positiv zu reden. Aber "Wir haben geschafft dass alles ist wie vor 5 Jahren" wird 2013 zu wenig sein.

Wernael Spindelmann
30
29.6.2011, 13:22
In der St. Eiermark sind die Schwarzen verkappte Kommunisten und der Voves ist ein Erz-Konservativer

Die Steirer-ÖVP muss sich nicht wundern, wenn sie den Bach runtergeht. Linkes Schickimicki ist europaweit out, das wird sich mit der üblichen 5-jährigen Verspätung auch im Land des Schilchers und Uhudlers herumsprechen.

Briefträger
12
29.6.2011, 12:59

Das Problem der ÖVP-Führung ist, dass diese glaubt sind ist die Partei und alles andere sind nur Fußvolk und Mitläufer.
Es wäre für die Führung (Vorstand) vielleicht besser nicht so Abgehoben zu sein, sondern Themen im vorhinein auch mit dem Fußvolk und dem Mitläufertum zu besprechen und nicht auf friss oder stirb zu reduzieren.

Aber wie heisst es so schön in der ÖVP - Hände falten, Goschn halten.

Die Stimme des Marktes
80
29.6.2011, 12:39
Die Steirer sollen net groß reden...

...sondern vorzeigen, wie's geht - oder den Schlapfen halten!
Aus meiner Sicht ist die ÖVP zur CSU (Bayern = NÖ) verkommen. Binnen weniger Jahre intellektuell auf Strache- und SPÖ-Niveau abgewirtschaftet.
In 20 Jahren ist Griechenland auch in Österreich angekommen. Viel Spass...

Briefträger
01
29.6.2011, 12:53

(Bayer = NÖ)

Dazu sei gesagt, dass der Freistaat Bayern 4 Mio. Einwohner Mehr hat als Österreich (8,4 Mio). Von der Fläche her ist Bayern nur um weniges kleiner als Österreich.

Also Bayern mit NÖ zu vergleichen ist für mich sehr gewagt.

duke box
01
29.6.2011, 13:21

das politische amigo-system ist aber vergleichbar.

Lorenz Fischbrenner
01
29.6.2011, 12:32
"Bildungssprecher Werner Amon"

Ein Hohn!

macstar
01
29.6.2011, 12:25
da muss spindelegger noch einige stelzn verputzen

damit der von drexler vermisste bauchaufschwung wiederkehrt, vielleicht kann er sich ja mal mit seinem vorgänger absprechen, der hatte ja bezüglich bauchaufschwung einiges mehr zu bieten :P

und sonst: OBMANNDEBATTE :D

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