"Zerstören Sie ihren Blackberry": NSA gibt Sicherheitstipps für Smartphone-User

27. Juni 2011, 10:45
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Das Handy als "billigster Agent" des Feindes

In ihrer Serie über den sicheren Umgang mit Computer- und Telekommunikationssystemen hat die National Security Agency (NSA) eine Anleitung für iPhone- und Blackberry-Anwender herausgegeben. Das Dokument ist frei zugänglich und gibt auch für User, die keine Spezialagenten sind, nützliche Tipps.

Datenschutz

Grundsätzlich empfiehlt der US-Geheimdienst, bei iPhone und Blackberry Schutzfunktionen wie die automatische und Passwort-geschützte Sperrfunktion zu aktivieren. Ein mindestens achtstelliges alphanumerisches Codewort würde zumindest spontane Spitzelversuche weitgehend abwenden. Zudem sollten Optionen wie die automatische Anrufannahme niemals aktiviert werden. Wenn möglich, sei wie bei Blackberrys eine Firewall gegen Angriffe einzurichten.

"Zerstören Sie ihren Blackberry"

Eine interessante Anweisung gibt die Behörde ihren Agenten, sollten diese eines Tages ein Geheimdokument über ihren Blackberry auslesen müssen. In diesem Fall sei nämlich zu empfehlen, das Gerät nachträglich zu zerstören. Dies sei notwendig, da die integrierte Löschfunktion keine Garantie für eine tatsächliche Vernichtung der Daten gewährleisten könne. Hierbei würde das zu löschende Dokument einfach überschrieben und sei daher mit dem richtigen Know-How auch im Nachhinein rekonstruierbar.

"Das Handy ist der billigste Agent des Feindes"

Ebenfalls besondere Vorsicht sei beim Datenverkehr mit dem iPhone geboten. Wer seine Dokumente und Informationen schützen möchte, sollte etwa die SSL-Verschlüsselung des Email-Clients einrichten. Beim Webbrowser Safari gelte es, praktische aber potenziell fahrlässige Funktionen wie das automatische Ausfüllen von Formularen oder Cookies für Webseiten abzustellen. JavaScript ermögliche zwar die Darstellung von aufwändigeren Webseiten, böte aber auch ein Einfallstor für Schädlinge.

Ganz sicher gehen

Auch für Unternehmenskunden empfehlenswert sei Apples "iPhone Configuration Utility". Mit der Installation der Software kann man etwa noch sicherere PIN-Codes einrichten oder verschlüsselte Back-ups erstellen.

Besser kein Jailbreak 

Anwendern sei generell zu empfehlen, ihr iPhone nicht zu knacken und nicht für den Gebrauch von unautorisierter Software zu entsperren. Das Problem sei, dass durch diesen Vorgang die Abfrage von Sicherheitssignaturen unterbunden werde, was auch Schadprogrammen Türen öffne. Da die abseits des AppStores angebotenen Inhalte und Programme keiner genauen Kontrolle unterliegen, stellten sie ebenfalls eine potenzielle Gefahrenquelle dar. (zw)

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