Durch das Folienkissendach im neuen Haus konnten die Baukosten reduziert werden
Durch das Folienkissendach im neuen Haus konnten die Baukosten reduziert werden, erklärt Claus Stadler, Geschäftsführer der ÖBB Immobilienmanagement GmbH, im Gespräch mit Wojciech Czaja.
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STANDARD: Wie viele Bürostandorte konnten durch die Zusammenlegung im neuen Bürohaus aufgelöst werden?
Stadler: Insgesamt konnten wir auf diese Weise fünf Standorte zusammenführen. Das Ganze ist Teil einer größeren Standortkonzentration der ÖBB. Wir hatten bis vor Kurzen insgesamt 27 Hauptstandorte in Wien. Das war zu viel.
STANDARD: Beim Folienkissendach war die ÖBB anfangs skeptisch.
Stadler: Zugegeben - ja, wir waren skeptisch. Aber hier kann man von den Architekten etwas lernen. Wir haben das Produkt kaum gekannt und haben uns daher einige Projekte in diesem Bereich angeschaut und mit den Nutzern gesprochen. Ich bin der Meinung, dass man sich mit neuer Technik und neuen Materialien auseinandersetzen muss.
STANDARD: Was ist heute Ihre Meinung zu dieser Konstruktion?
Stadler: Die Effizienz des Gebäudes konnte maßgeblich gesteigert werden. Durch das Folienkissendach konnten wir an der Innenhoffassade zusätzliche wertvolle Arbeitsplätze schaffen. Auch die Energiekosten sind niedriger.
STANDARD: Ist die Effizienzsteigerung quantifizierbar?
Stadler: Das ist schwer zu sagen. Da müssten wir die Immobilie einmal mit und einmal ohne Dach bauen. Aber wir gehen davon aus, dass wir auch in den Wintermonaten niemals Minusgrade haben werden. Das fängt einen Teil der Heizkosten ab. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 25./26.6.2011)
CLAUS STADLER (41) ist seit 2008 Geschäftsführer für den Bereich
Projektentwicklung der ÖBB Immobilienmanagement GmbH.