Veranstalter sind zufrieden, neues Sicherheitskonzept soll auch in Zukunft beibehalten werden
Wien - Zum Abschluss blieb der Regen fern: Das 28. Wiener Donauinselfest ist am Sonntag bei optimalem Wetter - trocken und bei angenehmen Temperaturen - zu Ende gegangen. Zum Finale sind noch einmal rund eine Million Menschen auf die Insel geströmt. Insgesamt sind an drei Tagen somit etwa 2,8 Millionen Besucher gezählt worden. Beim Veranstalter, der Wiener SPÖ, zeigte man sich zufrieden. Die jüngsten Veränderungen, also das neue Sicherheitskonzept, hätten sich bewährt, wurde versichert.
Was auch bedeutet: Die Anzahl der Bühnen wird nicht wieder erhöht. Das hat der Landesparteisekretär der Wiener SPÖ (die das Fest veranstaltet, Anm.), Christian Deutsch, am Sonntag betont. Heuer war die Ö3-Bühne mit der Radio-Wien-Festbühne fusioniert worden, auch die Radio-Arabella-Bühne musste weichen. Dafür wurde das Volksmusik- und Schlagerareal ausgebaut.
Verstärkte Videoüberwachung
Das neue Sicherheitskonzept sah neben mehr Freiräumen aber auch eine verstärkte Videoüberwachung vor. Die Einsatzkräfte waren mit dem Verlauf des Inselfestes 2011 jedenfalls zufrieden. Es habe relativ wenige Vorfälle gegeben, der Sonntag sei sogar "ausnehmend ruhig" gewesen, berichtete der Einsatzleiter des Arbeiter-Samariter-Bundes, Erwin Scheidl, am Sonntagabend.
"Unfassbar viel los hier", befand hingegen der Frontman der deutschen Band Ich + Ich, Adel Tawil, der über die Besuchermassen vor der Ö3-Bühne staunte. Tatsächlich fiel der heutige Sonntag überaus stark aus, was nicht zuletzt an der perfekten Witterung gelegen sein dürfte. Der Freitag und der Samstag hatten sich im Gegensatz dazu als Zitterpartie mit wiederkehrenden Schauern gestaltet. Der ganz große Regen war jedoch ausgeblieben.
Bessere Verteilung über den Tag
Das Programm war vielfältig, heuer wurde besonderer Wert auf Sport-, Familien- und Freizeitaktivitäten gelegt - was auch Teil des neuen Sicherheitskonzeptes war: Die Massen sollten besser über den Tag verteilt werden. Highlights blieben aber trotzdem die abendliche Konzerte, vor allem: Söhne Mannheims, Sido, Train, Vanilla Sky und Die Happy am Freitag, Attwenger, Chikinki, die Nits, Umberto Tozzi, Peter Cornelius und natürlich Europe am Samstag.
Am Sonntag lockten neben Ich + Ich der Sänger Milow, die Austro-Punker Kreisky, die Shout Out Louds oder Nadine Beiler die Besucher vor die diversen Stages. Kabarett, Schlager und Volksmusik rundeten das Festpotpourri 2011 ab. Ein "Fest der Feste" soll es übrigens in zwei Jahren, beim 30. Jubiläum geben. Wie sich die Party von den bisherigen unterscheiden wird, wird jedoch noch nicht verraten. (APA)