Google stellt PowerMeter- und Gesundheitsdaten-Geschäft ein

25. Juni 2011, 11:07

Sei nicht gelungen, die angepeilte Nachfrage zu erzielen

Der Internet-Riese Googlestellt wegen fehlenden Erfolgs seine PowerMeter-Sparte sowie sein Geschäft mit Gesundheitsdaten ein. Beide Bereiche würden in den kommenden Monaten abgewickelt, teilte der weltgrößte Suchmaschinen-Anbieter am Freitag mit. Es sei Google nicht gelungen, die angepeilte Nachfrage zu erzielen.

Randprojekte

Beide Projekte sollen Verbrauchern den Zugang zu bestimmten Daten erleichtern. Bei Google Gesundheit handelt es sich um eine 2008 auf den Markt gebrachte Plattform, auf der Kunden Gesundheitsinformationen online speichern und verwalten können. Über PowerMeter kann der Energieverbrauch online überprüft werden.

Google ist seit einiger Zeit in vielen Bereichen auch außerhalb der Internetsuche aktiv. Der seit rund drei Monaten an der Firmenspitze stehende Google-Mitgründer Larry Page gilt als Gegner der zahllosen Projekte. Auch Analysten hatten zuletzt kritisiert, der Konzern gebe zuviel aus.

Im Visier der US-Kartellbehörden

Derzeit befindet sich Google im Visier der US-Kartellbehörden. Sie haben ein Ermittlungsverfahren gegen Google wegen Verdachts auf Marktmissbrauch eingeleitet.

YellRain
00
27.6.2011, 12:05
nichts ist alternativlos

google hat festgestellt, dass die menschen ihre gesundheitsdaten freiwillig nie auf zentralservern herumliegen lassen werden = "big brother"

d.h. freiwillig wird sich so etwas in einer demokratie nie machen lassen (es gibt nicht ausreichend viele naive menschen)

deshalb wird es in ö die regierung mit zwang versuchen. wenn kein interesse vorhanden ist, so werden patientendaten ungefragt auf zentralservern gespeichert, bis sie wikileaks veröffentlicht, oder durch irgendeinen skandal die weitergabe an die industrie, polizei,.. bekannt wird

dabei gibt es alternativen, bei denen die med. patientendaten auf einem usb-stick gespeichert werden - siehe unter PRAXISstick im internet - und es somit zu keinen datenschutzproblemen kommen kann

Cupertino Rotten Fruit Marketing
 
11
26.6.2011, 11:15
Ich gestehe: beide Angebote sind an mir völlig vorbeigegangen

Ich bin sicher, das war auch bei vielen anderen der Fall: Google agiert bisweilen sehr ungeschickt, wenn es um die Bekanntmachung seiner Dienste geht.

Nette Ideen werden technisch auf die Beine gestellt und dann sich selbst überlassen - um nach kurzer Zeit wegen (logischerweise) geringer Verbreitung eingestellt zu werden. Und das passiert dem erfolgreichsten Werbenetzwerk des Planeten...

Seltsamerweise scheint es auch nach der Dienst-Einstellung bei Google keine abschließende Runde zu geben, die die Fehler analysiert, um sie in Zukunft zu vermeiden:
War es die sehr Google-eigene "grafische Gestaltung", war es die haustypische "Usability", war es das fehlende Marketing, war es sonstwas oder war es eine Kombination?

Paul Wohlhart
00
26.6.2011, 17:25

wer/was sagt dir das eine keine "aus den fehlern lernen" runde gibt?

Cupertino Rotten Fruit Marketing
 
00
26.6.2011, 18:16

Die Tatsache, dass Google die gleichen Fehler immer wieder macht, lässt mich das vermuten.

Google hat tolle Projekte, aber abgesehen vom Kerngeschäft, verdienen sie nirgends Geld und lassen regelmässig irgendwas sterben.

Der keynesianische Endpunkt ist erreicht.
00
29.6.2011, 20:55

"Aus den alten Fehlern will das Unternehmen nun lernen. Man habe danach ganz von vorne angefangen, räumte Horowitz ein. "Wir haben eine Menge durch Buzz gelernt." "

http://derstandard.at/130867992... len-Google

1011011
00
28.6.2011, 12:38

Suchmaschine und Android reicht doch auch od?

DieFizinuss
00
25.6.2011, 12:26

google health war ja prinzipiell ganz nett, so als anschieber für die staatlichen gesundheitsakten, aber als privatanbieter ist das halt immer nur relativ sinnvoll.

nintendere
 
00
25.6.2011, 12:51

Ich fand's eigentlich ziemlich gut und hab's auch genützt. Kann mir aber sehr gut vorstellen dass ich damit relativ alleine war und kann darum auch die Entscheidung nachvollziehen.

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