"Der Rechnungshof irrt"

24. Juni 2011, 17:21

Helga Rabl-Stadler kontert auf den Rohbericht

Salzburg - Helga Rabl-Stadler, die Präsidentin der Salzburger Festspiele, äußerte sich am Freitag zum Rohbericht des Rechnungshofes: "Die Anmerkungen sind ernst zu nehmen, aber ich bin es meinen Mitarbeitern schuldig, die Punkte aufzuzeigen, in denen sich der Rechnungshof irrt."

Laut RH sei das Salzburger Festspielfondsgesetz als Rechtsgrundlage für einen erfolgreich geführten Kulturbetrieb ungeeignet. Die Konstruktion sei 1950 vom Gesetzgeber bewusst gewählt worden, um die Festspiele dauerhaft finanziell abzusichern, gibt Rabl-Stadler zu bedenken. Die Empfehlung des RH, die Struktur zu reformieren, sieht Rabl-Stadler eher als Gesetzesprüfverfahren: "Es ist unfair uns jetzt vorzuwerfen, nicht richtig zu agieren, obwohl wir nach dem Gesetz agieren."

Der RH kritisiert nicht nur die Konstruktion, vor allem fehle ein unabhängiges, von der Geschäftsführung getrennt eingerichtetes Aufsichtsorgan. Rabl-Stadler kontert, der Festspielfonds habe sich freiwillig zu umfassenden Kontrollen verpflichtet. Mit der internen Revision habe man ein eigenständiges Organ des Kuratoriums, das jährlich Schwerpunktprüfungen durchführe. Zusätzlich gebe es ein umfangreiches Controlling und ein internes Kontrollsystem.

Rabl-Stadler kritisiert weiter, dass der RH Bilanzierungsvorschriften geprüft habe. Der Festspielfonds sei aber gesetzlich kameralistischen Grundsätzen unterworfen und führe demnach eine Einnahmen-Ausgaben-Rechnung. Der Vorwurf, "der Festspielfonds verfügt über keine ordnungsgemäße Bilanzierung nach UGB", erwecke den irreführenden Eindruck, die Buchführung sei nicht ordnungsgemäß, sagt Rabl-Stadler. Seit 2001 unterziehe sich der Festspielfonds jährlich einer freiwilligen Wirtschaftsprüfung; der Betriebsabgang sei ordnungsgemäß ermittelt worden.

Ein weiterer Kritikpunkt des RH ist, dass das Vergaberecht nicht eingehalten werde. Rabl-Stadler erläutert, die Festspiele hätten eine genaue Vergabepraxis innerhalb des Unternehmens. Investitionen über 10. 000 Euro müsse der Verwaltungsdirektor genehmigen, Investitionen über 30.000 Euro das Direktorium.

Rabl-Stadler zeigte sich "seltsam berührt", dass die Diskussion, die sie im März mit den Prüfern geführt habe, wenig Eingang in den Rohbericht gefunden habe. Bis 17. Juli werde sie dem RH eine umfassende schriftliche Stellungnahme senden.  (Stefanie Ruep/ DER STANDARD, Printausgabe, 25./26.6.2011)

Analyse:
Satte Reserve und saftiges Pereira-Gehalt
Der Rohbericht des Rechnungshofes enttäuscht ein wenig

Kommentar posten
12 Postings
Bernhard Lassy2
 
00
26.6.2011, 15:58
Dass der Rechnungshof eine problematische Instituion ist

ist schon länger klar.

Dr. Lederbauer hat recht klare Worte in diesem Gespräch, dass in der Schweiz aufgezeichnet wurde, gefunden.

http://www.saubere-haende.org/typo3/ind... php?id=138

shaki1
00
25.6.2011, 03:22

Ich glaub ja, daß sich die Frau Rabl-Stadler so für die Festspiele aufgeopfert hat.
Aber obs uns Salzburger soviel gebracht hat?

Giuseppe Verdi
00
24.6.2011, 23:47
lasst sie doch raunzen

sie und die fekter machen wenigstens den mund auf zu den themen.

chrilly donninger1
06
24.6.2011, 21:11
Gibts für die Frau keinen Posten in Brüssel?

aflen
00
26.6.2011, 12:50
Warum gerade Brüssel?

Sollen wirklich alle Unfähigen dorthin abgeschoben werden? Dann darf sich aber wirklich niemand wundern, wenn oft Fragwürdiges aus Brüssel kommt ...

eko
03
24.6.2011, 19:52

Man kombiniere ihre Tiraden gegen die Antikorruptionsbestimmungen mit der jetzigen Äußerung zum Thema Vergaberecht.
Die Genehmigung durch das Direktorium ersetzt natürlich nicht ein ordentliches Verfahren nach dem Vergabegesetz. (Die Qualifikation als öff. Auftraggeber dürfte wohl vorliegen.)
Dazu sollte man nur noch wissen, dass Vergaberechtsbestimmungen über EU-Recht zu uns kommen und - der Korruptionsbekämpfung dienen (Transparente Vergabeverfahren, ...).
Ein Gedankengut mit dem sich Frau R-S offenbar nicht so gut anfreunden kann ...

FloW ERlebnis
05
24.6.2011, 19:44
Ahja, die Oberlobbyistin für das Anti-Antikorruptionsgesetz 2009...

.
...der unsäglichen Bandion-Ortner.

Unvergleichlich ihr Auftritt damals im Club 2.
Der Habitus des Unfehlbaren und Absoluten liegt eindeutig in der Familie.

Walter Gröbchen
02
24.6.2011, 19:35
Speedmedit
08
24.6.2011, 19:13
Reif für die Insel ....

Wer schickt BITTE endlich diese alte Dame in die Pense ...... Der Mangel an Selbsteinschätzung der Frau Rabl-Stadler schreit doch zum Himmel...
Unerträglich.

W. Müller
 
07
24.6.2011, 19:01
Eigentlich hat der Rechnungshof nie Recht.

Unnötige Querulanten sans', die G'fraster.

Gell, Helga.
Gell, Pröll.
Gell, Werner.
Gell, ....

Tschikist
01
26.6.2011, 01:37

Gell Matt,
Gell Seipel,
...

h k
01
24.6.2011, 17:25
Klingt nach Pröll d. Ä.

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