Glaubensgemeinschaft

Konsequenzen nach Frauensport-Sager

24. Juni 2011, 17:02

Ahmet Hamidi tritt als Vizepräsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft zurück

Wien - Ahmet Hamidi hat am Freitag sein Amt als Vizepräsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGIÖ) niedergelegt. Hamidi soll in einer Diskussionsveranstaltung gesagt haben, zu viel Sport sei für den weiblichen Organismus nicht gut. Begründet hat er die Aussage laut einem Kurier-Bericht damit, dass den Sportlerinnen Hormonstörungen, mehr Körperbehaarung, kleinere Brüste und sinkende Knochendichte drohten. Später erneut mit den Aussagen konfrontiert, sagte er, er habe sich nur auf den Leistungssport bezogen.

Die IGGIÖ machte deutlich, dass Hamiris Aussagen nicht die offizielle Haltung der Islamischen Glaubensgemeinschaft darstellten. Man befürworte, dass muslimische Frauen Sport betreiben.

Der Wiener Stadtschulrat, wo Hamidi Inspektor für den Islamischen Religionsunterricht ist, erwartet sich "entsprechende Konsequenzen", wie Sprecher Matias Meißner sagte. Es finde jedenfalls eine Überprüfung des Sachverhalts statt. Die Ärztekammer distanzierte sich ebenso von den Sagern des Mediziners, der eine Ordination für Innere Medizin in Wien betreibt. "Wir prüfen die uns vorliegenden Unterlagen und werden dann eine Sachverhaltsdarstellung an den Disziplinaranwalt leiten", sagte Ärztekammerpräsident Walter Dorner.

Am Sonntag wird der Schurarat Fuat Sanac aller Wahrscheinlichkiet nach zum neuen IGGIÖ-Präsidenten wählen. Dann wird auch ein neuer Stellvertreter ernannt. IGGIÖ-Sprecherin Amina Baghajati sagt, Hamidi hätte sich für die Funktion soundso nicht mehr beworben. Er selbst war am Freitag für den Standard nicht erreichbar.

Sie kenne Hamidi als korrekten, diplomatischen Mann, so Baghajati, und sei überrascht über die Zitate. Das Sportangebot für muslimische Frauen wachse - zumindest in Wien, wo es mehrere Fitnesscenter nur für Frauen und auch Schwimmmöglichkeiten gibt. All diese Entwicklungen begrüße die IGGIÖ, sagte Baghajati. Sobald eine Muslimin Kopftuch trägt, darf sie sich Männern aus Glaubensgründen nicht in Badekleidung zeigen. (Gudrun Springer/DER STANDARD, Printausgabe, 25./26. Juni 2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 437
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Dr Stänkerer
00
6.12.2011, 16:31
Welche Rolle haben Toleranz und Meinungsfreiheit...

...in einer Gesellschaft, in der plötzlich absolute, religiöse "Gebote" im direkten Gegensatz zu bitter errungenen gesellschaftlichen Werten und Menschenrechten stehen? Die Diskussion über die Integrationsfähigkeit des Islam aus Angst (Islamophobie) oder aus PC nicht zu führen, heißt, sie den Rechtspopulisten zu überlassen.

josefa maier449
01
21.7.2011, 10:42
gehts noch?

Baghajati sagt: Sobald eine Muslimin Kopftuch trägt, darf sie sich Männern aus Glaubensgründen nicht in Badekleidung zeigen. Diese Baghajati hat ein Amt inne, wo sie zeigt, dass sie eben nicht für Integration ist. Setzt diese Dame endlich ab.

Integration heißt: Mädchen dürfen Sport betreiben UND in öffentlichen Bädern MIT der männl. Bevölkerung schwimmen. Was soll denn das, immer diese Trennung zw. den Geschlechtern.

Penta
20
20.7.2011, 15:31
Kindisches Gegackere um diesen Arzt

Erstens einmal kann und soll ein Arzt zu gesundheitlichen Problemen Stellung nehmen.
Zweitens geht aus dem Kontext der verschiedenen Artikel hervor, dass Dr. Hamidi Leistungssport meinte.
Drittens dürfte er wohl ständig in seiner Praxis mit Anfragen dieser Art zu tun haben.
Viertens ist das, was er sagt, einfach wahr.
Fünftens glauben hier wohl die meisten, wenn der Dr. Hamidi sagt, dass es nicht gut sei, wenn die Mädels zu viel Sport machen, sämtliche weibliche Nachwuchshoffnungen die Vereine verlassen werden. Scheinbar sind die so unselbständig.
Fünftens sind Studien immer im Sinne eines "kann, mit höchster Wahrscheinlichkeit eintreffen, muss aber nicht...", da die Organismen der einzelnen Menschen verschieden auf äußere Einflüsse reagie

mesut
01
19.7.2011, 23:11
mein erachtens nach

sollen die frauen nicht nur sport machen dürfen,sondern auch gefördert werden.wenn es dabei um frauen geht,die ihre religion praktizieren wollen,soll man ihr ermöglichen,dass sie beides machen.ich will hier niemanden verteidigen aber in lehrbuch gynäkologie und geburtshilfe von sarah Gruber elsevier verlag seite 3 steht folgendes:pubertas tarda(verspätete pubertät)...als ursachen kommen hypopysäre,hypothalamische und gonadale störungen infrage.familiäre veranlagung,stoffwechselstörungen,mangelernährung oder leistungssport sind als ursache abzugrenzen.
mfg

pike bishop
00
20.7.2011, 08:34

endlich einmal ein leidenschaftsloses Posting

Besserwisser
012
26.6.2011, 15:52
Ich dachte, gut gebildete Moslems würden sich leichter damit tun,

die Regeln der westlichen Welt anzunehmen.
Da hab ich mich offenbar getäuscht !
Dieser Arzt ist sicher gut gebildet. Er nimmt aber die Regeln der westlichen Welt offenbar nur für sich selbst in Anspruch. Für die muslimischen Frauen sollen diese aber nicht gelten?

josefa maier449
00
21.7.2011, 11:58
Ich kenne einige gut augebildeter männl. Muslime

die alle Vorteile der westl. Welt genießen, aber die eigenen Frauen tragen KT und dürfen nicht mal so um die Häuser ziehen.

anne manner
04
26.6.2011, 15:51
in vorarlberg

hingegen werden nur unverschleierte fußballerinnen aus dem verein ausgeschlossen, weil der Obmann findet, es sei wohl schlecht um ihre Hausfrauenqualitäten bestellt.

Ein Mann
312
26.6.2011, 15:14
gleich zwei schwere probleme

a) der mann darf mit diesen einstellungen als mediziner arbeiten

b) der mann ist mit diesen einstellungen "Inspektor für den Islamischen Religionsunterricht"

...wenn so jemand "äußerst diplomatischer" wie dieser mann hier inspiziert, kann man sich ausmalen, was in diesen religionsunterrichten so passiert - es schaudert einen.

Tuncay
22
27.6.2011, 16:49

Toll,wollen Sie einem Mediziner Berufsverbot auferlegen,nur weil er eine eigene Meinung hat,jetzt egal ob richtig oder nicht?
Wie schauts aus mir der Meinungsfreiheit in Österreich?

Ein Mann
10
27.6.2011, 20:06

eine meinung haben ist eine sache - vollkommenen unsinn (=lügen) erzählen, von dem insbesondere ein mediziner wissen sollte, dass es nicht wahr ist, ist etwas anderes.
entweder er ist ein schlechter arzt (wenn er das wirklich glaubt) oder ein lügner.

Tuncay
20
28.6.2011, 17:44

Was wenn Sie sich irren?

Ein Mann
00
28.6.2011, 22:34

was bitte sollte an dieser wirren aussage dieses mannes anders zu deuten sein?

Besserwisser
00
26.6.2011, 15:05
Die zukünftige Fürstin von Monaco war doch auch Spitzensportlerin.

Ich finde, sie sieht nicht schlecht aus.

Lilith Boessse
 
09
26.6.2011, 13:00
vermehrte behaarung und kleine brüste

da hat er was verwechselt: so sehen dann die hormonschluckenden männlichen sportler aus ;O)

schon witzig, andernorts diskutieren wir übers fkk baden, hier dürfen sich frauen noch nicht einmal im bikini zeigen.
wie wär's, wenn wir die männer wegsperren, die die frauen im bikini nicht sehen wollen?

D. C.
01
26.6.2011, 13:34

Zustimmung!

Die Buben/Burschen/Männer sind genauso interessiert.
Hier wird einfach ein normales Verhalten beider Geschlechter gestört bzw. unterbunden, indem extremes Augenmerk auf etwas gelenkt wird, das sonst kaum so ein großes Thema wäre. Die Pubertät ist eh schon dramatisch genug, also wär's gut, da nicht noch mehr aufzuheizen.

Heavyweather
03
26.6.2011, 12:20

So ein Kopftuch oder auch eine lange Hose sind halt doch eine Behinderung.
Damit würde ich mir auch schwer zu beim sporteln.

Dürfen die Mädchen den knackigen Burchen wenigstens zuschaun? Umgekehrt bleibt den Buben ja diese Freude verwehrt, da müssen sie schon bei den aufgeklärten Menschen spechteln gehen...

living reef
00
26.6.2011, 18:59
die werden alle super rettungsschwimmerinnen

die schaffen die 100 meter mit bekleidung locker!

beliar
00
26.6.2011, 14:25

knackig? hmmm letschert, fad

Bernhard Lassy2
 
11
26.6.2011, 08:46
es geht sich alles aus, das Kopftuch behindert nicht!

https://www.facebook.com/photo.php... =1&theater

Man muss halt nur so manches unter den Hut (Tuch) kriegen und nur nicht nachdenken.

diskutante
219
26.6.2011, 08:41
ich hätte mir eine andere Reaktion von Frau IGGIÖ-Sprecherin Amina Baghajati erwartet,als die fadenscheinige Antwort, er hätte sich eh nicht mehr beworben.

Wachen Sie endlich auf, Frau Amina Baghajati und vor allem, legen Sie dieses scheinheilige Gehaben ab!
Ahmet Hamidi hat nichts anderes gesagt, was jeder strenggläubig konservativ moslemische Mann hierzulande denkt.
Aber genau das ist mit unseren Gesetzen nicht vereinbar. Bei uns hält man sich an die UN Menschenrechtscharta, die (im Gegensatz zur Kairo er Charta) die Gleichbehandlung von Mann und Frau vorschreibt. Und das steht über dem Gesetz auf freie Religionsausübung. Letztere hat aber auch schon gar nichts mit der Diskriminierung der Frau im islam zu tun.
Und bitte Frau Amina Baghajati, legen Sie Ihre Verkleidung ab! Sie leben in Europa! Und deshalb tragen Sie bitte aktiv zur Modernisierung des mittelalterlichen Regelwerks zu einem, d

Tuncay
00
27.6.2011, 16:50

Wie bitte?
Ist jetzt das Denken auch verboten?

denke
00
27.6.2011, 11:33

Gleichbehandlung?
D.h. gleiche Leistungstests für Polizistinnen?

diskutante
215
26.6.2011, 09:15
Abschluß

Und bitte Frau Amina Baghajati, legen Sie Ihre Verkleidung ab! Sie leben in Europa! Und deshalb tragen Sie bitte aktiv zur Modernisierung des mittelalterlichen Regelwerks zu einem, dem modernen Menschen entsprechenden europäischen Islam bei. Soviel ich weiß spreche ich da durchaus im Sinn von nicht wenigen aufgeklärten europäischen Islamgelehrten.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 437
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.