Grüne: Regierung soll grenznahe AKW klagen

24. Juni 2011, 14:57
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    foto: apa/rubra

    Anschober und Glawischnig wollen die Regierung bei der Anti-Atompolitik unter Druck setzen.

Glawischnig und Anschober präsentieren Forderungen an die Koalition - "Stolpersteine" für Ökostromgesetz-Verhandlungen

Wien - Die Grünen werfen der Regierung vor, bisher nur "Scheinaktivitäten" zum europaweiten Ausstieg aus der Atomenergie gesetzt zu haben, und haben heute fünf Forderungen ("Stolpersteine") für die aktuellen Ökostrom-Verhandlungen präsentiert. Für den Beschluss des Ökostromgesetzes im Juli brauche die Regierung eine Zweidrittel-Mehrheit im Nationalrat und sei damit auf die Stimmen mindestens einer Oppositionspartei angewiesen, stellte Grünen-Chefin Eva Glawischnig den Koalitionsparteien die Rute ins Fenster.

Förder-Deckelung für erneuerbare Energie abschaffen

"Herzstück" der "grünen Energiewende" müsse ein wirksames neues Ökostromgesetz sein, in dem u.a. das Ziel festgelegt sein soll, bis zum Jahr 2020 einen Marktanteil von 25 Prozent Ökostrom ohne Großwasserkraft zu erreichen. Darüber hinaus verlangen die Grünen eine deutliche Erhöhung der Subventionen für den Ökostrom-Ausbau sowie die Abschaffung der Förderdecklung für Erneuerbare.

Gegen die AKW-Betreiber in den Nachbarländern soll die Regierung außerdem härtere Bandagen anlegen und sie mit Unterlassungsklagen eindecken, verlangen die Grünen. Konkret geht es um fünf grenznahe Atomkraftwerke des "Fukushima-Typs" in Tschechien, der Slowakei, Ungarn und in der Schweiz. Dass das japanische AKW einem Tsunami nicht standhalten konnte, sei ein Beweis, dass die europäischen AKW genauso unsicher seien, lautet das Argument. Darüber hinaus müsste die Bundesregierung Vertragsverletzungsverfahren gegen die nach Ansicht der Grünen europarechtswidrigen Umweltverträglichkeitsprüfungs-Verfahren für den Weiterbau der AKW Temelin und Mochovce eingeleitet werden, sagte der oberösterreichische Umwelt-Landesrat Rudi Anschober.

Anschober stellt Haftungsfrage

Ein "Schlüssel für den Ausstieg aus der Atomkraft" ist nach Meinung Anschobers die Haftungsfrage. So seien etwa die deutschen Atomkraftwerke mit einen Versicherungssumme von bis zu 2,5 Mrd. Euro je Kraftwerk "um das Zehnfache unterversichert". Für das tschechische AKW Temelin betrage die Haftung gar nur 250 Mio. Euro, wovon der Betreiber CEZ nur 100 Mio. Euro tragen müsste.

"Die unverschämteste Subvention von Atomstrom" praktiziert laut Anschober Frankreich, wo die Gesamthaftungssumme für alle 58 AKW nur 90 Mio. Euro betrage. Ohne diese indirekten Subventionen durch Unterversicherung müsste Atomstrom bis zu 2,36 Euro je kWh kosten, rechnete Anschober vor. (APA)

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Friedman Tobin
00
29.6.2011, 21:49

Die Herrschaft scheinen vergessen zu haben, dass von den Grünen bereits gegen das slow. AKW Mochovce vor etwa 5(?) Jahren in Österreich eine Klage erhoben wurde und der Streit verloren wurde, weil trotz grösster Anstregung keine unmittelbare Gefahr nachgewiesen werden konnte.

Friedman Tobin
00
29.6.2011, 21:49

Korr.; Herrschaften

Ecofen
10
29.6.2011, 07:01

So eine Schnapsidee. Als ob dies auch nur den Hauch einer Chance auf Erfolg hat. Schuster bleib bei Deinem Leisten. Fahrradrowdies abmahnen entspricht schon eher dem politischen Aktionsradius der Grünen. Verschont uns bitte mit aussenpolitischem Aktionismus, dafür fehlt Euch die Kompetenz.

Herr-Paul
22
26.6.2011, 13:01
Die scheinheiligen Grünen!

Beim EU-Beitritt hätte man was das (und vieles andere) anbelangt viele Trümpfe in der Hand gehabt. Aber was taten die Grünen? NICHTS!

Weil die bösen Blauen damals dieses Thema besetzten. Und wenn die F´ler irgendwas sagen, kriegen die Grünen ihren Tunnelblick und nix geht mehr! Da können 10 Atomkraftwerke gleichzeitig in die Luft fliegen, völlig egal, wenn die Nazis in Irnfritz-Bahnhof zu bekämpfen sind, müssen die Grünen 1000%ig ihre Daseinsberechtigungsrhetorik kombiniert mit diversen eingefrorenen grantigen Angelobungsgesichtern auspacken!

Vielleicht sollten sich die Grünen den Meischi als Konsaltänt holen und gemeinsam erworkshoppen: Was war eigentlich wirklich jemals unsere Leistung bisher?

das ist fix
27
26.6.2011, 09:18

Es ist eigentlich nur peinlich wie uns die Grünen für dumm verkaufen wollen.
Konkret: Tschechien wird sich von jemanden aus Österreich nicht sagen lassen wie sie die Energiepolitik gestalten sollen. Und auf europäischer Ebene hat Tschechien einen großer Verbündeten - nämlich Frankreich.
Es ist demaskierend wie die Grünen aus dem Thema Atomkraft INNENPOLITISCHES Kapital schlagen wollen, insbesondere weil hier in Österreich absolute Einigkeit unter allen Parteien herrscht - Ablehnung von AKWs.

gigngogn
 
10
27.6.2011, 10:20
V.a. wo es doch gerade auf Betreiben Österreichs so ist, das die Stromproduktion *nationale* ANgelegenheit ist :) Klassischer Fall von Backfire kann man da nur sagen

radioactif
13
26.6.2011, 06:13
Dass das japanische AKW einem Tsunami nicht standhalten konnte, sei ein Beweis, dass die europäischen AKW genauso unsicher seien

aber jetzt kennen wir diese schwäche ja und die schweizer, ungarn, tschechen und slowaken können sich gegen tsunamis wappnen ;)

Der Kluge
32
26.6.2011, 00:25

In Japan gibt es TÄGLICH Erdbeben. Außerdem sind 0 Personen wegen Fukushima gestorben, allerdings TAUSENDE wegen des Moster-Tsunamis/Erdbebens, der in den westlichen Medien weniger thematisiert wurde als die Atomgeschichte.

Und ja Österreich muss Atomstrom importieren, und nein, es kann nicht von anderen Staaten verlangen, dass die von wieder anderen Atomstrom importieren. Sollen die Tschechen von Russlands Atomkraftwerken Strom importieren? Das ist doch alles weltfremd und lächerlich

daemeth
00
26.6.2011, 10:48

nur weil es medial nicht ausgeschlachtet wurde, bedeutet es nicht das es keine menschenopfer aufgrund der strahlung gibt...warten sie ein wenig, dann bekommen sie ihre zahlen.

gas karl
00
28.6.2011, 14:56
Derweilen fallen por Jahr noch mehr Dachdecker

bei der Monatge von Fotovoltaik vom Dach als Menschen durch AKWs vertilgt werden

gigngogn
 
10
27.6.2011, 10:21
Es gab, gibt und wird keine Todesopfer durch Strahlung in Fukushima geben, einfach deshalb weil es niemanden gab der eine entsprechend hohe Dosis abbekommen hat

weisheitszahn
22
26.6.2011, 10:40
Ich wünsche mir den Klugen sofort in einen Schutzanzug gesteckt

und nach Fukushima in eines der Kernkraftwerke exportiert.
Nach 14 tagen Aufenthalt soll er mir seine Beobachtungen posten.

saibawoa
421
25.6.2011, 16:53
Gebt Drogen keine Chance

Die Grünen dürften schon auf das harte Zeug umgestiegen sein. Oder ist's der Alkohol? Jetzt verkaufen sie schon das Volk für dumm. Wie die anderen Volksverräter. Der Zug mit den AKW's ist seit dem Beitritt dieser Länder abgefahren.

la papagena
24
25.6.2011, 18:56
gegen atomkraft

welche lösung des problems schlagen SIE vor??

http://www.spiegel.de/thema/tschernobyl/

Tschernobyl vor 25 Jahren, schon vergessen??

und haben sie auch schon eine idee für die endlagerung des atommülls??

saibawoa
11
25.6.2011, 19:15
Derzeit gibt es KEINE Lösung

..und wird es auch nicht so schell geben!
Das Abartige an der AKW Problematik ist, die meisten mit dieser Thematik Volksveräter und deren „Berater“ haben gewusst, dass Atomkraft die mit Abstand TEUERSTE Form der Energieerzeugung ist.
Die Kosten enstehen aber NUR über hunderte Jahre. Keiner muss alles jetzt bezahlen! JETZT WIRD EINMAL VERDIENT! Das ist das Problem der Spezies Mensch!!!!!!

eslebediegier
325
25.6.2011, 14:25
Frage: > Wer wird diese "Grünen" ernst nehmen?

radioactif
24
26.6.2011, 06:16

8% zu viele

oldin
217
25.6.2011, 15:49
Kein Mensch!

Wernael Spindelmann
76
25.6.2011, 12:28
Neuer Zwischenstand:

.

Neuer Zwischenstand:

Fukushima: 0
Bio-Gemüse: 40

Wäre es für die allgemeine Gesundheit nicht besser, man würde Reformhäuser und Biobauern verklagen?

twinter
32
25.6.2011, 14:49
was??

Einfach irgendwas...

Mit Fukushima meinen sie wohl einen 2 fachen Super Gau und mit Bio Gemüse ein Bakterium das sich EHEC nennt.

Aber sie wissen schon nur weil sie keine Informationen erhalten wie viele Menschen (darunter als ersters die Arbeiter beim haverierten AKW) bis jetzt gestorben sind das im Moment trotzdem Menschen an der Strahlung leiden.

Oder sind sie der Meinung nur weil wir gerade keine Informationen über Japans Verkehrssicherheit haben dass dort niemand bis jetzt an einem Autounfall gestorben ist??

Wernael Spindelmann
23
26.6.2011, 08:07
In Fukushima ist NIEMAND an den Folgen der Strahlung gestorben!

In Fukushima ist NIEMAND an den Folgen der Strahlung gestorben! Und das wird auch in Zukunft so bleiben, weil alle Grenzwerte penibel eingehalten werden.

Zwei Arbeiter sind am Werksgelände im Tsunami ertrunken. Und ein 65-jähriger Leiharbeiter ist 8 Wochen nach dem "Supergau" an seinem ersten Arbeitstag im AKW einem Herzanfall erlegen.

Also bitte keine Anti-AKW-Folklore verbreiten.

Ich weiß, es ist verstörend für die Ökos: Supergau in Japan, und niemand kommt ernsthaft zu Schaden.

Aber ich schlafe seit Fukushima auch angesichts der grenznahen AKWs weit besser, denn jetzt weiß ich dass alles geschrei nur Panikmache ist.

Thomas....
12
26.6.2011, 11:41

hm mag sein ..
aber radiokativität macht halt langzeit schäden .. reden wir in ein paar jahren drüber..
und selbst wenn, sind 30km sperrzone nciht genug? das enstspricht einem kreis in den Wien und st Pölten und das gesammte gebiet dazwischen reinpassen

warum machen sich hier alle für die atomenergie so stark?
Wenn österreich die eier hätte 1mrd in alternative energien (FORSCHUNG, NICHT in den einbau bei privathäusen suw) zu stecken hätten wir in 10 jahren das energieproblem in österreich gelöst und würden milliarden aufgrund von patentrechten schäffeln ... aber lieber jetzt 3 millionen verdient als später das tausendfache

gas karl
00
28.6.2011, 14:58
30 km geht sich mit ien und St. Plöten nicht aus

Thomas....
00
28.6.2011, 15:01

30 km schutzzone .. 2xr = d = 60km, wien st pöltebn luftlinie +- 60km, da geht sich tulln auch noch aus ^^

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