Wachsende Krankheitszahlen

Alzheimer wird zum Weltwirtschaftsproblem

25. Juni 2011, 08:48

Im Jahr 2050 weltweit 151 Millionen Patienten erwartet - Experte fordert finanzielle Mittel zur Bekämpfung der Krankheit

Forscher warnen vor Auswirkungen von Alzheimer auf Weltwirtschaft
Im Jahr 2050 weltweit 151 Millionen Patienten erwartet

Washington - Angesichts der zunehmenden Zahl von Alzheimer-Kranken warnen Forscher vor den Auswirkungen der Demenzkrankheit auf die Weltwirtschaft. Vor dem Auswärtigen Ausschuss des US-Repräsentantenhauses erklärten Experten am Donnerstag, die Zahl von derzeit weltweit 24 bis 37 Millionen Kranken werde sich bis zum Jahr 2050 auf 115 Millionen erhöhen. Die Präsidentin der Internationalen Vereinigung der Alzheimer-Krankheit (ADI), Daisy Acosta, sagte, die Kosten für die Versorgung von Alzheimer-Patienten würden deutlich ansteigen.

Im vergangenen Jahr betrugen die Kosten laut Acosta bereits 604 Milliarden Dollar (423 Milliarden Euro), ein Prozent des Welt-Bruttoinlandsprodukts. Würde es sich bei der Krankheit um ein Land handeln, stünde es damit weltweit an 18. Stelle gemessen am Bruttoinlandsprodukt.

Nicht nur ein Gesundheitsproblem

Bill Thies von der Alzheimer's Association forderte mehr Mittel zur Bekämpfung der Krankheit. Für Krebsforschung würden jährlich sechs Milliarden US-Dollar (4,22 Mrd. Euro) ausgegeben, für Herz-Kreislauf-Krankheiten vier Milliarden Dollar und für Aids zwei Milliarden Dollar. Der finanzielle Aufwand bei der Alzheimer-Krankheit liege bei gerade einmal 450 Millionen Dollar (317 Mio. Euro) . George Vradenburg von der Organisation USAgainstAlzheimer verwies darauf, dass die westlichen Industriestaaten am meisten von den wachsenden Krankenzahlen und den damit verbundenen Kosten betroffen seien. Die Welt müsse erkennen, dass es nicht nur um eine Gesundheits-, sondern auch um eine wirtschaftliche Frage gehe.

Die Krankheit, die das Erinnerungsvermögen und das Verhalten stark beeinträchtigt, ist unheilbar und führt zu Invalidität. Sie ist stark verbunden mit dem Alterungsprozess: Das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, verdoppelt sich den Forschern zufolge alle fünf Jahre ab dem Alter von 65 Jahren. (APA)

 

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18 Postings
IchHabeImmerRecht
10
27.6.2011, 08:54
Wirtschaftsproblem!?

Wie sich das anhört. Da lebst vielleicht 60/65 Jahre, arbeitest, wirst krank und damit plötzlich zum Problem, zu einem globalen Problem. Schöne Aussichten sind das, alt zu werden.Irgendwann wird einer auf die Idee kommen, die Leute irgendwo zusammenzutreiben und in einem Camp zu halten - Kostenminimierung.

Allmächtiger Satan
02
26.6.2011, 17:38

Quatsch. Alzheimer löst das Menschenproblem.

serotonin
11
26.6.2011, 15:28
Milliardengeschäft Volkskrankheiten - investieren sie jetzt!

Heilung und Linderung von menschlichem Leid sollte das einzige Motiv medizinischer Forschung u. Behandlung sein. Es ensteht aber immer mehr der Eindruck, wie zB in diesem Artikel, daß der Mensch selbst an Bedeutung verliert u. der Kostenfaktor zum eigentlichen Antrieb medizinischen Fortschritts wird:
Forscher überzeugen uns von ihrer Wichtigkeit durch Folgekostenkalkulationen. Finanzmedien bezeichnen Diabetes, Depression, Alzheimer als zukünftiges Milliardengeschäft und bewerben entsprechende Investments.
Behandlungsmethoden, die wenig bis nichts abwerfen, verlieren an Bedeutung oder werden gleich verboten. Wird bald nur mehr Gier und Angst von Spekulanten über unsere Gesundheit entscheiden?

der gärtner
00
26.6.2011, 21:05

na dann sagen sie ihren politikern endlich dass sie den unis mehr geld geben sollen.

dann muss sich nicht jedes institut für drittmittel an die nächstbeste firma verkaufen.

Dagmar Rehak Wien
 
10
26.6.2011, 19:07

Nicht bald, das ist jetzt schon so.

Ulrich Nagel
00
26.6.2011, 17:50

Sowohl behandlung als auch forschung muessen bezahlt werden. Warum soll man sich da etwas vorluegen. Eine Behandlungsmethode die kosten spart wird von krankenkassen und maroden staatshaushalten sicher freudig aufgenommen werden. Siehe Generika. Ihre Behauptungen sind falsch.

serotonin
00
26.6.2011, 21:08

zB beginnende Diabetes2 ca. Kosten/a:
A) Acarbose Glukobay/Bayer 200.- +Nebenwirkungen.
Das Mittel der Wahl, bezahlt ohne Widerspruch von den maroden Kassen.
B) Acarbose Generica: 120.- +Nebenwirkungen. schlechte "Compliance" beim Patienten.
C) Gymnema Silvestre 40.- keine Nebenwirkungen.
ähnl. Wirkung wie Acarbose, aber unbekannt weil nicht patentier- u lizenzierbar, schwierig zu beschaffen ausser im Internet-Eso-Shop zu Wucherpreisen.
D) Bewegung, Ernährung, Stressabbau ~0.-
Nachweislich beste Wirkung, aber für berufstätige Standardhamster kaum realisierbar bzw. mit moderner Resourcenhaltung unvereinbar. Rendite gibts auch keine. Womöglich müsste man sogar die Arbeitsbedingungen ändern.

Dagmar Rehak Wien
 
11
26.6.2011, 19:10

Wenn die "Behandlungsmethode" aber schlicht mehr Schlaf heißen würde, würde das aber ganz sicher nicht gefördert. Auch die Krankenkassen scheinen keine Interesse an Gesunden zu haben. Da gibt es regelrechte Werbeaktionen, um die, die noch nix haben, zu erlegen.

astemp79
84
25.6.2011, 15:53
In der TCM

ist Alzheimer nicht unheilbar.

Dagmar Rehak Wien
 
11
26.6.2011, 00:01

Ist es also heilbar?
Wenn ja, wie?

Schurke!
21
26.6.2011, 17:38
es gibt die vermutung das aluminium ein auslöser sein könnte

http://www.alzheimer-forschung.de/alzheimer... #Aluminium

möglicherweise könnte eine metallausleitung helfen. und möglicherweise helfen deswegen algen welche bei der TCM gerne verwendet werden da algen metalle binden können.

zugegeben hab ich das bissi hinkonstruiert, allerdings wurde die aluminiumbelastung ja auch tatsächlich nachgewiesen. und auch quecksilber und zinn sind nachgewiesen neurotoxische stoffe die erst nach vielen jahren ihre wirkung zeigen.

ob man damit im nachhinein noch heilen kann bezweifel ich. aber vielleicht präventiv drauf schauen das man seine belastung niedrig hält.

marty fink
21
25.6.2011, 19:38
Ja und Elefanten können fliegen...

Godesberg
39
25.6.2011, 16:53

Die traditionellen Chinesen sind mit ihrer Medizin gar nicht alt genug geworden.

Peter Widzky
00
27.6.2011, 08:24
lol

jo na eh...

Kapitalismus Luege
02
25.6.2011, 14:53
und deswegen sollen wir länger arbeiten

und von unserer guten Lebenszeit mehr hergeben.

weil von den Jahren wo wir dann in unserer Schei..e liegen und nicht mehr wissen wer wir sind bringen uns nix.

Jo-Jo
00
26.6.2011, 07:59
So lange man es sich leisten kann, nicht zu arbeiten,

spricht ja nix dagegen, wenn man nix tut.

Als Möglichkeiten fallen mir da ein:
- Vorher sparen
- Grundeinkommen, finanziert aus den Beiträgen der Arbeitenden (arbeiten weniger, gibt's weniger Grundeinkommen - KEINE Schulden, die unser Kinder zahlen müssen)

Lilith Boessse
 
110
25.6.2011, 13:15
ach, aber immer auch diese kranken!!

ist der mensch gsund, gehts der wirtschaft gut!

ich finde es gut, dass endlich kranke menschen zum weltwirtschaftsproblem gemacht werden!

(wo kämen wir da hin, wenn wir der wirtschaft für ihr versagen vorwerfen würden. wo kämen wir dann hin, wenn wir darüber sprechen würden, dass es immer mehr milliardäre auf dieser welt gibt ((wo kommt denn das viele mehr-geld plötzlich her?))

Peter Widzky
01
27.6.2011, 08:25
und darum sollen wir uns auch kasteien

solange es geht, damit wir möglichst lange als lohnsklaven den reichtum der wenigen mehren können...

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